Metinaro

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Ort Metinaro. Für den Subdistrikt siehe Metinaro (Subdistrikt).
Metinaro
Metinaro (Osttimor)
Metinaro
Metinaro
Koordinaten 8° 32′ S, 125° 45′ O-8.5305555555556125.74472222222Koordinaten: 8° 32′ S, 125° 45′ O
Metinaro Subdistrikt.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Dili
Subdistrikt Metinaro
Suco Sabuli
Höhe 135 m
Einwohner 4316 (2010)

Metinaro ist der Hauptort des osttimoresischen Subdistrikts Metinaro im Distrikt von Dili. „Metinaru“ bedeutet auf Nanaek „langes Riff“.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Polizeistation in Metinaro zur Zeit der UNMIT

Der Ort Metinaro liegt in Luftlinie etwa 18 km östlich von der Landeshauptstadt Dili, auf einer Meereshöhe von 135 m. Sein Zentrum liegt im Suco Sabuli, die Siedlung dehnt sich aber bis in den Nachbarsuco Duyung aus. In der gesamten Siedlung gibt es zwei Grundschulen, eine Prä-Sekundärschule, eine Polizeistation und ein kommunales Gesundheitszentrum.[2] Beim Ort befindet sich der Nationale Heldenfriedhof Osttimors.

Einwohner[Bearbeiten]

Im Ort leben 4.316 Menschen (2006).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ort Metinaro gab es 1978 ein Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten. Bis Mitte 1979 wurden hier 40.000 Menschen festgehalten.[3]

Zwischen Juli und August 1999, früher als im Rest Osttimors, hatten die meisten Einwohner Metinaros aufgrund der Gewaltwelle den Ort verlassen. Pro-indonesische Milizen (Wanra) hatten die Bevölkerung terrorisiert, 70 % des Ortes wurden zerstört.

Infolge der Parlamentswahlen am 30. Juni 2007 und der anschließenden Beauftragung von Xanana Gusmão zur Regierungsbildung kam es in vielen Teilen des Landes zu gewaltsamen Ausschreitungen und Kämpfen zwischen Anhängern der neuen Regierung und Sympathisanten der FRETILIN. Am 22. August kämpften hundert bis dreihundert mit Macheten, Stahlpfeilen und Bögen gegeneinander. Die Polizei brachte die Situation wieder unter ihre Kontrolle, doch der Markt wurde komplett niedergebrannt. Drei Personen wurden verhaftet. Am Tag darauf kam es erneut zu Kämpfen bei denen zehn Häuser in Flammen aufgingen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  2. Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 448 kB)
  3. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)