Metinaro

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Subdistrikt Metinaro
Metinaro (Osttimor)
Red pog.svg
Küste bei Metinaro
Hauptstadt Metinaro
Fläche 91,24 km²[1]
Einwohnerzahl 4.727 (2010)[1]
Sucos Einwohner (2010)[2]
Duyung 3.145
Sabuli 1.582
Übersichtskarte
Verwaltungsgliederung des Distrikts Dili
Lage des Distrikts Dili

Metinaro ist die Hauptstadt des Subdistrikts Metinaro im Distrikt von Dili in Osttimor.

Der Ort[Bearbeiten]

Der Subdistrikt Metinaro mit dem gleichnamigen Ort

Der Ort Metinaro liegt in Luftlinie etwa 18 km östlich von der Landeshauptstadt Dili, auf einer Meereshöhe von 135 m. Sein Zentrum liegt im Suco Sabuli, die Siedlung dehnt sich aber bis in den Nachbarsuco Duyung aus. In der gesamten Siedlung gibt es zwei Grundschulen, eine Prä-Sekundärschule, eine Polizeistation und ein kommunales Gesundheitszentrum.[3] Beim Ort befindet sich der Nationale Heldenfriedhof Osttimors.

Im Ort leben 4.316 Menschen (2006).

Der Subdistrikt[Bearbeiten]

Grüner-Fahnenbarsch im Meer vor Metinaro

Im Subdistrikt Metinaro leben 4.727 (2010,[1] 2004: 3.409[4]). Er teilt sich in die zwei Sucos Duyung (Sereia) und Sabuli.

Im Nicolau Lobato Trainingszentrum nahe Metinaro ist das 2. Bataillon der Verteidigungskräfte Osttimors FDTL stationiert.

Im Gegensatz zu den städtischen Subdistrikten von Dili, wo mehrheitlich Tetum gesprochen wird, spricht die Mehrheit in Metinaro die Nationalsprache Mambai. Der Altersdurchschnitt im Subdistrikt beträgt 18,6 Jahre (2010,[1] 2004: 17,8 Jahre[5]).

44 % der Haushalte in Metinaro bauen Mais an, 35 % Kokosnüsse, 30 % Maniok, 11 % Gemüse und 4 % Kaffee.[2]

Vor Metinaro befinden sich touristisch interessante Tauchgebiete mit einer farbenprächtigen Tierwelt.

Geschichte[Bearbeiten]

In Metinaro gab es 1978 ein Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten. Bis Mitte 1979 wurden hier 40.000 Menschen festgehalten.[6]

Zwischen Juli und August 1999, früher als im Rest Osttimors, hatten die meisten Einwohner Metinaros aufgrund der Gewaltwelle den Ort verlassen. Pro-indonesische Milizen (Wanra) hatten die Bevölkerung terrorisiert, 70 % des Ortes wurden zerstört.

Seit den Unruhen von 2006 lebten bis zu 9.000 Flüchtlinge in einem Lager in der Nähe des Nicolau Lobato Trainingzentrums. Das Lager konnte im Juni 2009 geschlossen werden.

Infolge der Parlamentswahlen am 30. Juni 2007 und der anschließenden Beauftragung von Xanana Gusmão zur Regierungsbildung kam es in vielen Teilen des Landes zu gewaltsamen Ausschreitungen und Kämpfen zwischen Anhängern der neuen Regierung und Sympathisanten der FRETILIN. Am 22. August kämpften hundert bis dreihundert mit Macheten, Stahlpfeilen und Bögen gegeneinander. Die Polizei brachte die Situation wieder unter ihre Kontrolle, doch der Markt wurde komplett niedergebrannt. Drei Personen wurden verhaftet. Am Tag darauf kam es erneut zu Kämpfen bei denen zehn Häuser in Flammen aufgingen.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Metinaro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 448 kB)
  4. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  5. Direcção Nacional de Estatística: Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF; 14,0 MB)
  6. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)

-8.5305555555556125.74472222222Koordinaten: 8° 32′ S, 125° 45′ O