metro (Zeitung)

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metro ist der Titel einer Gratiszeitung der luxemburgischen Metro International S.A. Die Zeitung war ursprünglich ein Tochterunternehmen der schwedischen Mediengesellschaft Modern Times Group (MTG). Heute wird Metro International ebenso wie die MTG von der Investmentgesellschaft Kinnevik der schwedischen Familie Stenbeck kontrolliert.

Die erste metro-Ausgabe wurde 1995 in der Stockholmer Tunnelbana verteilt. Gegenwärtig (2014) erscheinen über 120 Ausgaben in mehr als 150 Städten in 23 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Laut metro-Website gibt es 18,3 Millionen tägliche und 35 Millionen wöchentliche Leser. Die Zeitung erscheint von Montag bis Freitag; in Stockholm gibt es eine Freitagssonderausgabe mit Wochenendtipps, und in Santiago de Chile gibt es auch Samstagsausgaben. Auf der Titelseite der schwedischen Ausgabe ist vermerkt, dass es sich bei metro um die auflagenstärkste schwedische Tageszeitung handelt. Die niederländische Ausgabe war 2007 die auflagenstärkste aller vier landesweiten Gratiszeitungen und die zweitauflagenstärkste Tageszeitung des Landes.[1]

Die Zeitung erscheint im Tabloidformat. In einzelnen Ländern heißt sie auch Metroxpress (Dänemark), Metrorama (Griechenland) oder Publimetro (Chile). In Polen (2000–2007)[2] und der Schweiz (2000–2002) gab es eine Ausgabe unter dem Namen Metropol.

Metropol (Schweiz)[Bearbeiten]

In der Deutschschweiz erschien vom 31. Januar 2000 bis zum 13. Februar 2002 die Zeitung unter dem Titel Metropol. Sie wurde von der Tochtergesellschaft der Metro International, Metro Publication (Schweiz) AG, herausgegeben. Metropol startete etwa gleichzeitig mit dem Konkurrenzblatt 20 Minuten und dem aus dem Tagblatt der Stadt Zürich hervorgegangenen Zürich Express, wurde aber 2002 vom Markt verdrängt.

Metropol präsentierte Nachrichten in kurzer Form. Speziell waren die wöchentlichen Kolumnen von Christoph Mörgeli und die Gastro-Tipps von Sabine Bölsterli. Metropol und 20 Minuten ähnelten sich und kopierten einander auch oft. Sie unterschieden sich vor allem darin, dass Metropol auf Leserbriefe und Kolumnen setzte, während 20 Minuten solche Rubriken schon bald einstellte, dafür jedoch ein erfolgreiches Webportal pflegt. Zudem sprach Metropol mehrheitlich ein etwas älteres und gebildeteres Publikum an. Metropol wurde in Zeitungsboxen in den Kernstädten und Agglomerationen nach dem Selbstbedienungsprinzip vertrieben.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auflagenwerte vom Oplage Instituut (niederländisch).
  2. Metro stellt polnische Gratiszeitung ein. In: w&v (Werben & Verkaufen). 9. Januar 2007.
  3. Martina Leonarz: Pendlerzeitungen: Kompaktinfos auf dem Arbeitsweg. In: Medienheft. Dossier 17, 25. Januar 2002.

Weblinks[Bearbeiten]