Métro Lausanne

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Logo der Métro Lausanne
Netzplan der elektrisch betriebenen Verkehrsmittel der TL incl. Trolleybus
m1 Lausanne – Renens
   
Renens Anschluss zur SBB
   
Epenex
   
Crochy
   
Cerisaie
   
Bassenges
   
EPFL
   
UNIL-Sorge
   
Mouline
   
UNIL-Dorigny
   
Bourdonnette
   
   
Malley
   
   
Provence
   
Montelly
   
   
Vigie
   
Lausanne-Flon m2 LEB

Die Métro Lausanne ist das schienengebundene öffentliche Nahverkehrsmittel der Schweizer Stadt Lausanne. Sie besteht aus den Linien m1 und m2.

Die im Mai 1991 eröffnete Linie m1, die die Station Flon mit dem Bahnhof des westlichen Nachbarortes Renens verbindet, entspricht technisch gesehen einer Stadtbahn, im Innenstadtbereich sowie in Malley sind drei Stationen unterirdisch, die anderen liegen an der Oberfläche.

Die im September 2008 eröffnete Linie m2 von Ouchy nach Epalinges hingegen ist eine fast vollständig in Tunneln verlaufende U-Bahn und die erste ihrer Art in der Schweiz. Sie entstand aus dem Umbau der Zahnradbahn Lausanne–Ouchy und der Verlängerung Richtung Norden.

Endstation Flon der Linie M1
m2 Ouchy – Epalignes-Croisettes
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Ouchy (373 m) CGN
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Jordils (392 m)
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Délices (408 m)
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Montriond
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Grancy (425 m)
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Gare CFF Lausanne (452 m)
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Lausanne-Flon (473 m) m1 LEB
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Riponne (492 m)
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Bessières (500 m)
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Ours (517 m)
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CHUV (570 m)
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Sallaz (610 m)
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Fourmi (651 m)
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Depot
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Vennes (683 m)
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Epalinges-Croisettes (711 m)
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Epalinges-Village geplant
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Le Chalet-à-Gobet Option
Triebwagen der m2 im Depot in Vennes
Lausanne-metro2-Ouchy.ogv
Station Ouchy: der Bahnsteig hat Türen
Testfahrt im August 2007
m3 Rionzi – Croix-de-Péage
   
Rionzi
   
Petit-Flon
   
Blécherette
   
Bois-Gentil
   
Pontaise
   
Casernes
   
   
Tunnel
   
Bessières m2
   
Rôtillon
   
Flon m1/m2/LEB
   
Port-Franc
   
   
EPSIC
   
Sébeillon
   
Prélaz-les-Roses
   
Galicien
   
Perrelet
   
Renens-Village
   
Sous-l'église
   
Renens-Hôtel de Ville
   
Renens CFF m1/SBB
   
Jura
   
Zinguerie
   
Arc-en-ciel
   
Croix-de-Plan
   
Cocagne
   
Rente
   
Croix-de-Péage

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Métro Ouest (m1)

Die Métro-Linie m1 wurde am 24. Mai 1991 eröffnet. Ursprünglich hiess sie Tramway du sud-ouest lausannois (TSOL), viele Benutzer der Linie nennen sie auch heute noch so.

Die m1 ist 7,8 Kilometer lang und verbindet das Stadtzentrum (Flon) mit der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), der Université de Lausanne (UNIL) und dem Vorort Renens.

Da sie mehrfach vom Individualverkehr gekreuzt wird, ist sie keine Métro im engeren Sinn, sondern eine Stadtbahn. Im Tunnel liegen nur die Stationen Flon, Vigie und Malley.

[Bearbeiten] Die Métro m2

Modell eines Drehgestells mit gummibereiften Rädern

Die Métro-Linie m2 entstand aus dem kompletten Umbau der bereits bestehenden, 1,5 Kilometer langen Zahnradbahn Lausanne-Ouchy und deren Verlängerung bis nach Epalinges. Das letztendlich 736 Millionen Franken teure Projekt wurde am 24. November 2002 in einer Volksabstimmung angenommen (62,0 % Ja im Standortkanton Waadt, 76,7 % Ja in Lausanne). Die Bauarbeiten begannen am 15. März 2004. Am 22. Februar 2005 stiess man bei Tunnelbohrungen unter dem Place Saint-Laurent auf eine Grundwasserschicht, woraufhin mehrere hundert Kubikmeter durchnässte Erdmasse in die Tunnelbaustelle einbrachen. Das umliegende Gebiet, ein beliebtes Einkaufsviertel, musste während mehrerer Tage gesperrt werden. Genau elf Monate später, am 22. Januar 2006, stellte die Zahnradbahn ihren Betrieb ein, um den ungestörten Umbau der Strecke zu ermöglichen.

Am 18. September 2008 fand im Beisein von Verkehrsminister Moritz Leuenberger und Stadtpräsident Daniel Brélaz die offizielle Eröffnung statt[1]. Nach dem Eröffnungswochenende wurde der Betrieb der m2 vorübergehend während fünf Wochen eingestellt, um Anpassungen an der Software vorzunehmen (bei den Testfahrten waren Betriebsstörungen aufgetreten). Der kommerzielle Betrieb ist am 27. Oktober 2008 aufgenommen worden[2]. Die Betriebsführung erfolgt durch die Verkehrsgesellschaft Transports publics de la région Lausannoise.

Beim Betrieb der U-Bahn wird auf französische Technik gesetzt. Die die 15 zweiteiligen Einheiten sind 30,68 Meter lang, 2,45 m breit und 3,47 m hoch, sie können maximal 351 Fahrgäste aufnehmen. Die erste Einheit wurde am 2. September 2006 nach Lausanne geliefert, die übrigen folgten im Abstand von zwei Monaten. Am 23. August 2007 war die Strecke im Rohbau fertiggestellt und wurde anschliessend bis zum Eröffnungstag auf ihrer gesamten Länge im Probebetrieb befahren.

Die Linie m2 wird führerlos und vollautomatisch befahren, die Bahnsteige besitzen Türen, die gleichzeitig mit den auf gleicher Höhe befindlichen Fahrzeugtüren geöffnet und geschlossen werden. Es handelt sich bei dieser Bahn aber nicht um ein VAL im Sinne des Systems von Matra. Das Prinzip von Fahrbahn und Führung wurde von der Pariser Métro übernommen (M89, Meteor). Auch die von Alstom gefertigten Fahrzeuge entsprechen der Pariser Pneumetro. Allerdings bestehen die insgesamt 15 Lausanner Einheiten lediglich aus zwei Wagenkästen. Wie auf einigen Linien der Pariser Metro, sind die Drehgestelle mit gummibereiften Rädern ausgestattet. Damit ersparte man sich für das Gleis die Montage einer Zahnstange. Die Bergfahrt für die gesamte Strecke dauert 21, die Talfahrt 18 Minuten.

Die Elektrizitätzufuhr erfolgt über die als Stromschienen mitbenutzten seitliche Führungsschienen.

[Bearbeiten] Strecke

Die U-Bahn-Strecke ist 5,9 Kilometer lang und umfasst 14 Stationen, wovon vier bereits bestanden. Es gibt vier Tunnelabschnitte, die eine Gesamtlänge von 5,3 Kilometern aufweisen. 600 m der Strecke verlaufen ausserhalb von Tunneln. Der Höhenunterschied zwischen den Endstationen Ouchy (unten am See gelegen) und dem am Hügel gebauten Vorort Croisettes beträgt 336 Meter, wobei die durchschnittliche Steigung 5,7 %, die Maximalsteigung 12 % beträgt. Die Linie m2 weist damit den grössten Höhenunterschied aller U-Bahnen der Welt auf, sie ist auch die steilste Adhäsions-U-Bahn. Eine noch grössere Steigung besitzen nur die Carmelit in Haifa (eine pneubereifte Standseilbahn mit 30 % Steigung[3]) und die Métro C in Lyon (eine Zahnradbahn mit bis zu 17 % Steigung).

Die bereits bestehende Strecke der Zahnradbahn beginnt in Ouchy am Ufer des Genfersees, wobei das unterste Teilstück, das zuvor in einem Einschnitt verlief, in den Untergrund verlegt wurde. Die bestehende Station Montriond ersetzte man durch die Stationen Délices und Grancy. Oberhalb von Grancy beginnt der zweite Tunnel, der den Hauptbahnhof unterquert und zur bisherigen Endstation Flon führt. Dort besteht eine Umsteigemöglichkeit zur Stadtbahn m1 nach Renens und zur Chemin de fer Lausanne-Echallens-Bercher.

Oberhalb der Station Flon beginnt der Neubauabschnitt. Hinter der Station Riponne endet der zweite Tunnel, da die Strecke auf einer Brücke ein tief eingeschnittenes Tal im Stadtzentrum überquert. Der dritte Tunnel endet kurz vor La Sallaz. Nördlich dieser Station folgt der vierte Tunnel bis zur Endstation. Da die Station Vennes direkt an der Autobahn A9 liegt, entstand dort ein grosser Park-and-ride-Platz. Vennes ist auch Standort des Depots und der Betriebswerkstatt. Die Strecke endet in Croisettes am Ortsrand von Epalinges; die Endstation wurde so gebaut, dass der Bau einer daran anschliessenden Verlängerung ins Zentrum von Epalinges und nach Le Chalet-à-Gobet möglich wäre.

[Bearbeiten] Die Métro m3

Als mögliche Erweiterung des Netzes steht die Linie m3 zur Diskussion. Die Strassenbahn soll die Region im Nordwesten Lausannes erschliessen, wie zum Beispiel Bussigny und La Blécherette.

Die m3 soll von Rionzi über Blécherette, die Pontaise und die Kasernen zur bestehenden m2-Station Bessières führen, dann via Flon, Renens-Dorf, Bahnhof Renens nach Villars-Sainte-Croix bei Bussigny verlaufen[4][5].

Es sind diverse Knotenpunkte geplant:

  • Bessières: m2, m3
  • Flon: m1, m2, m3, LEB
  • Renens-Gare: m1, m3, SBB

Zwischen Flon und dem Bahnhof Renens könnten die ersten Strassenbahnzüge frühestens 2015 verkehren, 2018 auf der gesamten Strecke.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Métro Lausanne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Neue Zürcher Zeitung: [1] vom 18. September 2008
  2. Software-Anpassungen verzögern Inbetriebnahme der Lausanner Métro, swissinfo.ch, 29. August 2008
  3. Walter Hefti: Schienenseilbahnen in aller Welt. Schiefe Seilebenen, Standseilbahnen, Kabelbahnen. Birkhäuser, Basel 1975, ISBN 3-7643-0726-9, S. 121
  4. LE RETOUR DU TRAM A LAUSANNE citrap-vaud.ch
  5. http://www.citrap-vaud.ch/images/plan-axes-forts-big.jpg. Übersichtskarte des zukünftigen Netzes


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