Metropolregion

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Eine Metropolregion (in der Schweiz meist Metropolitanraum) ist ein stark verdichteter Ballungsraum einer Metropole. Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes betrachtet.

Europäische Metropolregionen (EMR) besitzen auf Europa bezogen Schlüsselrollen für diese Entwicklung. In Deutschland wurden Metropolregionen erstmals 1995 durch die Ministerkonferenz für Raumordnung definiert. Der Begriff Europäische Metropolregion ist nicht mit dem Begriff Europaregion (Euregio) zu verwechseln, mit dem Regionen bezeichnet werden, die auf dem Gebiet von mindestens zwei Staaten liegen. Eine Euregio wird nur selten Metropolregion genannt.

Im Gegensatz zu einer Agglomeration, die aus einer Kernstadt und ihrem suburbanen, dicht bebauten Vorortbereich (umgangssprachlich Speckgürtel) besteht, ist der Begriff der Metropolregion weiter gefasst und schließt auch große ländliche Gebiete mit ein, die mit den Oberzentren der Region durch wirtschaftliche Verflechtungen oder Pendlerströme in enger Verbindung stehen. Großstädte, die für ihr Umland ähnliche Funktionen wie die Metropolen übernehmen, jedoch mit ca. 100.000 bis 300.000 Einwohnern erheblich kleiner sind, werden als Regiopole bezeichnet. Analog wird ihr Verflechtungsbereich Regiopolregion genannt.[1]

Funktionen einer Metropolregion[Bearbeiten]

Die Funktionalitäten einer Metropolregion lassen sich anhand von vier relativ einfach zu bestimmenden Kriterien einschätzen:

Entscheidungs- und Kontrollfunktion
In einer Metropolregion besteht eine hohe Konzentration von politischen und ökonomischen Einrichtungen. Die größten Unternehmen eines Landes bzw. der Welt haben dort ihre Hauptsitze oder wichtige Zweigstellen. Das können beispielsweise Regierungssitze, Firmensitze, internationale Organisationen oder Nichtregierungsorganisationen sein.
Innovations- und Wettbewerbsfunktion
Eine Metropolregion ist der Motor gesellschaftlicher, kultureller und technologischer Entwicklung. Dies zeichnet sich auch durch eine hohe Anzahl an Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen aus. Auch kulturelle Großveranstaltungen können ausgerichtet werden, da die nötige Infrastruktur, wie z. B. Theater oder Stadien vorhanden sind.
Gateway-Funktion
Eine Metropolregion ist eine „Drehscheibe“. Austausch von Wissen und Informationen ist ohne große Probleme möglich, da eine sehr gute Erreichbarkeit gegeben ist. Indikatoren dafür sind internationale Flughäfen, Verkehrsknotenpunkte, Standpunkt von Internet-Servern, Messen etc.
Symbolfunktion
Sie bündeln „ein hohes Maß an historischer, politischer, kultureller sowie städtebaulicher Bedeutung und ein entsprechendes internationales Ansehen“

Metropolregionen in der Welt[Bearbeiten]

Eine Liste der größten Metropolregionen der Welt ist unter Liste der größten Metropolregionen der Welt zu finden. Die größten Metropolregionen der Welt sind das Perlflussdelta mit 40,7 Millionen Menschen [2] und die Metropolregion Tokio mit 37,2 Millionen Menschen (2008).

In Deutschland[Bearbeiten]

Abgrenzung durch die Ministerkonferenz für Raumordnung[Bearbeiten]

Metropolregionen in Deutschland

In Deutschland hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) mit ihrem Beschluss zum Raumordnungspolitischen Handlungsrahmen 1995 die Bedeutung der Metropolregionen in Deutschland („europäische Metropolregionen“) unterstrichen: „Als Motoren der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sollen sie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und Europas erhalten und dazu beitragen den europäischen Integrationsprozess zu beschleunigen“.

Die MKRO definierte für Deutschland elf Europäische Metropolregionen. Diese wurden nicht nach raumstrukturellen Realitäten, sondern normativ festgelegt und abgegrenzt, wobei vor allem die Großzügigkeit der Abgrenzung erhebliche methodische Unterschiede aufweist. Die Einwohnerzahlen sind deshalb nur sehr bedingt vergleichbar. Manche EMR, etwa Hannover-Braunschweig-Göttingen, enthalten sehr große ländliche Gebiete und weit auseinander liegende Kernstädte, während andere deutlich knapper zugeschnitten wurden.

Seit der Ausweisung der „kleineren“ EMR 2005 ist jede deutsche Stadt über 400.000 Einwohnern Kernstadt einer „Metropolregion“. Der Begriff hat sich dadurch erheblich von seiner ursprünglichen Bedeutung (vgl. Artikel Metropole) entfernt. Neben den stark international ausgerichteten Metropolregionen bestehen in Deutschland 41 Ballungsräume um kleinere Kernstädte. Unter diesen nehmen die in einer Studie der Universität Kassel von 2008 identifizierten 25 Regiopolen eine Sonderstellung als Entwicklungsmotoren für ihre Regionen ein.[3]

Liste der Metropolregionen in Deutschland[Bearbeiten]

Beim Vergleich der Metropolregionen ist zu beachten, dass die Grenzziehung einer Metropolregion oftmals unterschiedlichen Ansichten der einzelnen Verbände entspricht, sodass ein aussagekräftiger Vergleich der Kennzahlen nach Einwohner und Fläche, sowie Wirtschaftskraft nur eingeschränkt stattfinden kann.

Metropolregion Mio. Einwohner 2008 Fläche in km² Einwohner pro km² Größte Städte Länder EMR seit
Rhein-Ruhr 11,69 7.110 1644 Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum, Wuppertal, Bonn, Gelsenkirchen, Mönchengladbach, Krefeld, Oberhausen, Hagen, Hamm Nordrhein-Westfalen 1995
Berlin/Brandenburg 6,00 30.370 196 Berlin, Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) Berlin, Brandenburg 1995
München 5,60 27.700 202 München, Augsburg, Ingolstadt, Landshut, Rosenheim Bayern 1995
Rhein-Main 5,52 14.800 373 Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach am Main, Hanau, Gießen, Aschaffenburg Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz 1995
Stuttgart 5,29 15.400 343 Stuttgart, Heilbronn, Reutlingen, Esslingen am Neckar, Tübingen, Ludwigsburg Baden-Württemberg 1995
Hamburg 5,1 26.100 216 Hamburg, Lübeck, Lüneburg, Neumünster, Norderstedt, Wismar Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein 1995
Hannover-Braunschweig-
Göttingen-Wolfsburg
3,88 18.901 205 Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg, Salzgitter, Hildesheim, Celle Niedersachsen 2005
Nürnberg 3,60 20.544 175 Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bayreuth, Bamberg, Hof (Saale) Bayern, Thüringen 2005
Bremen/Oldenburg 2,73 13.749 199 Bremen, Oldenburg, Delmenhorst, Bremerhaven, Wilhelmshaven Bremen, Niedersachsen 2005
Mitteldeutschland 2,40 12.000 Leipzig, Chemnitz, Halle (Saale), Jena, Gera, Zwickau, Dessau-Roßlau Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen 1997
Rhein-Neckar 2,36 5.638 419 Mannheim, Ludwigshafen am Rhein, Heidelberg, Worms, Neustadt an der Weinstraße Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz 2005
Deutschland 82,00 357.111 229

Die deutschen Metropolregionen sind, mit Ausnahme der Metropolregion Rhein-Ruhr, im internationalen Vergleich sehr dünn besiedelt. Hierbei unterschreiten sechs Metropolregionen sogar den gesamtdeutschen Durchschnitt von 229 Einwohnern pro Quadratkilometer. Daher ist ein Vergleich auch auf internationaler Ebene, ohne Detailkenntnisse der einzelnen Regionen, nur eingeschränkt sinnvoll.

Metropolregion Mio. Einwohner
1998
Mio. Einwohner
2008
Mio. Einwohner
2030
(BBR-Prognose)
Veränderung (%)
(1998–2008)
Veränderung (%)
(2008–2030)
Rhein-Ruhr 11,83 11,69 11,28 −1,20 −3,63
Berlin/Brandenburg 5,99 5,95 5,79 −0,67 −2,76
Rhein-Main 5,41 5,52 6,07 +1,99 +9,06
Stuttgart 5,16 5,29 5,51 +2,46 +3,99
München 5,22 5,60 5,58 +6,79 −0,36
Mitteldeutschland 7,45 6,90 5,65 −7,97 −22,12
Hamburg 4,12 4,29 4,38 +3,96 +2,05
Hannover-Braunschweig-
Göttingen-Wolfsburg
3,93 3,88 3,68 −1,29 −5,43
Nürnberg 3,59 3,60 3,50 +0,28 −2,86
Bremen-Oldenburg 2,68 2,73 2,79 +1,83 +2,15
Rhein-Neckar 2,32 2,36 2,45 +1,69 +3,67
Metropolregionen in Deutschland 57,02 57,13 56,18 +0,19 −1,69
Deutschland 82,04 82,00 80,36 −0,05 −2,04

Die Angaben zu den Einwohnerzahlen entstammen dem Bericht Regionales Monitoring 2010,[4] den der Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland (IKM) zusammen mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) herausgibt. Die dafür verwendeten Abgrenzungen basieren auf Kreisgrenzen, die angegebenen Einwohnerzahlen entsprechen daher teilweise nicht der tatsächlichen Einwohnerzahl. Die Abgrenzungen entsprechen dem gemeldeten Stand vom 1. Juli 2010 und sind willkürlichen Veränderungen unterworfen, sodass Flächen- und Einwohnerzahlen möglicherweise nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

Abgrenzung durch das Statistische Amt der Europäischen Union[Bearbeiten]

Das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) nimmt eine andere Abgrenzung von Europäischen Metropolregionen für die 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie für die Schweiz und Norwegen vor.[5]

In der Schweiz[Bearbeiten]

Metropolitanräume in der Schweiz[Bearbeiten]

Laut dem aktuellen, dynamischen Raumkonzept des Schweizer Bundesamtes für Statistik (BFS) sind in der Schweiz nur noch die drei Räume Zürich, Genf-Lausanne und Basel in der statistischen Raumkategorie Metropolitanräume definiert. Diesen Großagglomerationen werden Nachbaragglomerationen zugerechnet, sofern mehr als ein Zwölftel der Erwerbstätigen aus der Nachbaragglomeration in der Großagglomeration arbeiten. Bern und die Regione insubrica im Kanton Tessin bilden multipolare Agglomerationssysteme. Nur die Agglomeration Bern selbst wird als Metropolraum bezeichnet. Como-Chiasso-Mendrisio sind als schweizerisch-italienische Nachbaragglomeration der Metropole Mailand definiert.[6][7]

Die statistischen Raumkategorien Agglomeration und Metropolitanräume dienen unter anderem dem räumlichen Vergleich der Wirtschaftskraft und sind nicht unbedingt identisch mit dem politischen Territorium. Die Definition ist als dynamisches Raumkonzept gedacht und wird alle zehn Jahre gemäß den Ergebnissen der eidgenössischen Volkszählung überarbeitet. Die letzte Aktualisierung stammt aus dem Jahre 2000. Die Abgrenzung nach Agglomerationen und Metropolitanräumen durch das Bundesamt für Statistik hat keine rechtsverbindliche Kraft.[8]

Da die Definition des BFS für städtische Räume, Agglomerationen und Metropolräume grenzüberschreitend angewandt wird, befinden sich nur die Metropolitanräume Zürich und Bern vollständig auf Schweizer Boden. Etwa 70 % der Schweizer leben in einem dieser fünf Gebiete. Bis 2004 definierte das BFS noch fünf Metropolitanräume. Diese Fünfteilung ist jedoch statistisch zu klein für Vergleiche im europäischen Rahmen.

Der Metropolitanraum Zürich erstreckt sich von Zug bis Schaffhausen und von Frauenfeld bis Baden. Er ist als Finanz- und Handelsplatz, Medienzentrum, Bildungs- und Forschungsstandort sowie als Verkehrsknotenpunkt das wichtigste Zentrum der Schweiz.[9] Events wie die Streetparade, das internationale Leichtathletik-Meeting sowie Kulturinstitutionen wie das Opernhaus und das Schauspielhaus haben eine internationale Ausstrahlung. Zudem trägt der Zürcher Flughafen zur interkontinentalen Erreichbarkeit des Gebiets bei. Im Juli 2009 wurde von Politikern und Wirtschaftsvertretern unter dem Namen ein privater Verein gegründet, der die wirtschaftlichen Interessen des Metropolitanraumes Zürich stärken soll.[10]

Die länderübergreifende Metropolregion Basel ist ein trinationaler Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Forschungs- und Wirtschaftsbereich Life Sciences (mit internationalen Firmensitzen von pharmazeutischer und chemischer Industrie), Banken (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), Transport und Logistik (Binnenhafen der Schweiz), Messewesen (Basel World, Art Basel) und Kultur (3-Sparten-Theater, Beyeler-Museum), sind im auch metrobasel genannten Gebiet besonders stark vertreten. Die Region verfügt mit dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg zudem über einen Flughafen, der in den letzten Jahren stark gewachsen ist.

Es gibt noch einen anderen Begriff für den urbanen Raum Basel, nämlich RegioTriRhena. Sie gilt aber nicht als offizielle Metropolregion. Die RegioTriRhena, die sich ähnlich wie „metrobasel“ zusammensetzt, sich aber weiter nach Norden (Deutschland und Frankreich) ausdehnt, zählt 2,3 Millionen Einwohner.

Genf-Lausanne ist ein bedeutender Finanzplatz. Mit Genf-Cointrin verfügt der französischsprachige Metropolitanraum über einen internationalen Flughafen und ist Hauptsitz von zahlreichen internationalen Organisationen. Im Juli 2009 gaben Bern und die Romandie (französischsprachige Schweiz) ihre Absicht bekannt, inskünftig in der Öffentlichkeit gemeinsam als Wirtschaftsraum aufzutreten zu wollen.

Fünferteilung nach BFS[Bearbeiten]

Name Inhalt Zugehörige Schweizer Agglomerationen Mio. Einwohner (2004) Fläche (km²)
Metropolregion Zürich Kanton Zürich und angrenzende Gebiete Zürich, Winterthur, Frauenfeld, Wetzikon-Pfäffikon, Rapperswil-Jona-Rüti, Lachen, Zug, Lenzburg, Wohlen (AG), Baden-Brugg, Schaffhausen sowie die Einzelstadt Einsiedeln 1,68 2104
Metropolregion Genf-Lausanne Genferseeregion/Riviera, einige Teile der Region Rhône-Alpes (F) Genf (CH/F), Lausanne, Yverdon-les-Bains, Vevey-Montreux 1,20 1014
Metropolregion Basel Nordwestschweiz (CH), Südosten des Départements Haut-Rhin (F), Landkreis Lörrach (D) Basel, Delsberg 0,80
Metropolregion Bern ein Teil des Espace Mittelland Bern, Burgdorf, Thun, Biel/Bienne, Freiburg, Einzelstadt Lyss 0,70 938
Metropolregion Tessin Südtessin, Como (I) Locarno, Bellinzona, Lugano, Chiasso-Mendrisio 0,53 731
Gesamt ca. 5,00
(davon etwa 4,50 in den Schweizer Gebieten)

Die größten Metropolregionen Europas[Bearbeiten]

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Die als METREX 1996 auf Initiative des schottischen Regionalrats Strathclyde (Strathclyde Regional Council) gegründete Zusammenarbeitsebene der EU-Metropolregionen definiert eine Metropolregion als Agglomeration von mehr als 500.000 Einwohnern und geht für die EU von 120 Metropolregionen aus, in denen 60 % der Einwohner der Mitgliedsstaaten leben und arbeiten. Diese Definition des Begriffes bedeutete jedoch auch, dass bspw. im Bezug auf Deutschland weite Teile des Landes Metropolregionen wären. In England wurden mit den Metropolitan Counties Gebietskörperschaften gegründet, die der gewachsenen urbanen Struktur angepasst sein sollen. Damit wurde an einigen Ballungsräumen die herkömmliche Aufteilung der Grafschaften abgelöst. Auch in Frankreich stimmen einige Metropolregionen mit den tatsächlichen Regionen als Gebietskörperschaft überein. Der Status der Metropolregion in Deutschland als Metagebilde, das körperschaftsübergreifend zur Kooperation anregen soll, ist in Europa seltener anzutreffen. Es gibt allerdings auch Beispiele für länderübergreifende Regionen. Auf dem amerikanischen Kontinent gibt es fast doppelt soviel Metropolregionen mit über fünf Millionen Einwohnern wie in Europa, allein 13 davon in den USA.

Rang Name der Metropolregion Größte Städte Verwaltungseinheit Land Mio. Einwohner (Schätzung)
1 Moskau Moskau Moskau, Oblast Moskau RusslandRussland Russland 17,1
2 Istanbul Istanbul Istanbul TurkeiTürkei Türkei 15,0
3 London London London, East of England, South East England Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 15,0[11]
4 Nord-West Mailand, Turin, Genua Lombardei, Piemont, Ligurien ItalienItalien Italien 14,0
5 Île-de-France Paris Île-de-France FrankreichFrankreich Frankreich 12,3[12]
6 Rhein-Ruhr Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Duisburg Nordrhein-Westfalen DeutschlandDeutschland Deutschland 11,8
7 Randstad Amsterdam, Den Haag, Rotterdam Südholland, Nordholland, Utrecht, Flevoland NiederlandeNiederlande Niederlande 8,0
8 Madrid Madrid Comunidad de Madrid SpanienSpanien Spanien 6,2
9 Berlin/Brandenburg Berlin, Potsdam Berlin, Brandenburg DeutschlandDeutschland Deutschland 6,0
10 Kampanien Neapel, Salerno Kampanien ItalienItalien Italien 5,8
11 Latium Rom Latium ItalienItalien Italien 5,7
12 München München, Augsburg, Ingolstadt Bayern DeutschlandDeutschland Deutschland 5,6
13 Rhein-Main Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Mainz Hessen, Rheinland-Pfalz DeutschlandDeutschland Deutschland 5,5
14 Barcelona Barcelona Provinz Barcelona SpanienSpanien Spanien 5,3
15 Stuttgart Stuttgart, Heilbronn, Reutlingen Baden-Württemberg DeutschlandDeutschland Deutschland 5,3
16 Kattowitz-Oberschlesien Katowice, Sosnowiec, Gliwice, Bielsko-Biała Woiwodschaft Schlesien PolenPolen Polen 4,9
17 Vlaamse Ruit Brüssel, Leuven, Mechelen, Gent, Antwerpen Region Brüssel-Hauptstadt, Flandern BelgienBelgien Belgien 4,2

Die größten Metropolregionen Nord- und Südamerikas[Bearbeiten]

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Rang Name der Metropolregion Größte Städte Land Mio. Einwohner
(Schätzung)
1 Zona Metropolitana del Valle de México Mexiko-Stadt MexikoMexiko Mexiko 19,2
2 Grande São Paulo São Paulo BrasilienBrasilien Brasilien 19,2
3 New York Metropolitan Area New York City Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 18,8
4 Greater Los Angeles Area Los Angeles Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 18,6
5 Gran Buenos Aires Buenos Aires ArgentinienArgentinien Argentinien 15,1
6 Rio de Janeiro Rio de Janeiro BrasilienBrasilien Brasilien 12,8
7 Chicago Chicago Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 10,0
8 Lima Metropolitana Lima PeruPeru Peru 9,20
9 Área Metropolitana de Bogotá Bogotá KolumbienKolumbien Kolumbien 8,15
10 San Francisco Bay Area San Francisco Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7,66
11 Boston Boston Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7,55
12 Dallas Dallas Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7,45
13 Philadelphia Philadelphia Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7,41
14 Santiago de Chile Santiago de Chile ChileChile Chile 7,00
15 Detroit Detroit Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
KanadaKanada Kanada
6,60
16 Houston Houston Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 6,57
17 Atlanta Atlanta Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 6,30
18 Metropolregion Washington Washington (District of Columbia) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 5,6[13]
19 Metropolregion Miami Miami Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 5,57
20 Greater Toronto Area Toronto KanadaKanada Kanada 5,55
21 Belo Horizonte Belo Horizonte BrasilienBrasilien Brasilien 5,40
22 San Diego-Tijuana San Diego Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
MexikoMexiko Mexiko
5,29

Die größten Metropolregionen Asiens[14][Bearbeiten]

Rang Name der Metropolregion Größte Städte Land Mio. Einwohner
(Schätzung)
1 Tokio Tokio JapanJapan Japan 37,5
2 Sudogwon Seoul Korea SudSüdkorea Südkorea 22,6
3 Mumbai Mumbai IndienIndien Indien 19,2
4 Jakarta Jakarta IndonesienIndonesien Indonesien 18,9
5 Delhi Delhi IndienIndien Indien 18,6
6 Ōsaka-Kōbe-Kyōto (Keihanshin) Ōsaka, Kōbe, Kyōto JapanJapan Japan 17,4
7 Shanghai Shanghai China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 16,7
8 Manila Manila PhilippinenPhilippinen Philippinen 16,3
9 Hongkong-Shenzhen Shenzhen, Hongkong China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 15,8
10 Kalkutta Kalkutta IndienIndien Indien 15,1
11 Teheran Teheran IranIran Iran 13,4
12 Peking Peking China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 12,5

Die größten Metropolregionen Afrikas[Bearbeiten]

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Rang Name der Metropolregion Größte Städte Land Mio. Einwohner (Schätzung)
1 Kairo Kairo AgyptenÄgypten Ägypten 18,1
2 Lagos Lagos NigeriaNigeria Nigeria 13,6
3 Provinz Gauteng:
City of Johannesburg, City of Tshwane, Ekurhuleni
Johannesburg, Pretoria, Germiston SudafrikaSüdafrika Südafrika 12,3
4 Kinshasa-Brazzaville Kinshasa Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo, Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo 9,8
5 Khartum Khartum SudanSudan Sudan 8,3
6 Algier Algier AlgerienAlgerien Algerien 6,3
7 Abidjan Abidjan ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 5,6
8 Alexandria Alexandria AgyptenÄgypten Ägypten 4,6
9 City of Cape Town Kapstadt SudafrikaSüdafrika Südafrika 3,7
10 eThekwini Durban, Umlazi SudafrikaSüdafrika Südafrika 3,5

Raumpolitik[Bearbeiten]

Der Begriff Metropolregion ist ursprünglich eine informelle Begriffsbeschreibung für eng verflochtene Regionen mit städtischem Charakter. Dies erschien aus der zunehmenden Bedeutung solcher Gebiete, die über ihre räumliche Nähe hinaus als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einheit funktionieren, und deren Entwicklungsprozesse zunehmend im Gleichtakt verlaufen. Die Wahrnehmung dieser Gebiete hat internationale Ausstrahlung und stärkt im Rückkopplungseffekt die Begriffsbildung und Begriffsdeutung.

Der Begriff der Metropolregion wurde für Deutschland formal formuliert durch Beschluss der Ministerkonferenz für Raumordnung vom 8. März 1995. Schon in der ersten Herausgabe wurden sechs „europäische Metropolregionen“ benannt: Berlin/Brandenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr und Stuttgart. Diese entsprechen teils auch der Charakterisierung als verstädterter Metropolregion mit globaler Ausstrahlung (Megastadt). Das Sachsendreieck als Regionalraum wird ebenda schon benannt, weitere vier Metropolregionen wurden am 28. April 2005 benannt.

In der Erkenntnis, dass Strukturentwicklung im Rahmen von Regionen mit internationaler Ausstrahlung erfolgen sollte, hat sich der Sinn des „Metropolregionseins“ zum Selbstläufer entwickelt. In dessen Folge streben weitere Regionen danach, sich als Metropolregion im Sinne der Raumpolitik zu profilieren, und nebenbei Förderung auf Bundesebene zu erhalten. Dazu gehört die Umwandlung des Ruhrgebiets vom Kommunalverband zum rechtlich eigenständigeren Regionalverband Ruhr. Bei der Metropolregion Hamburg versuchen weitere Städte in den ursprünglichen Verband aufgenommen zu werden.

Auch wesentlich kleinere deutsche Ballungsräume versuchen nun, sich als europäische Metropolregion im Sinne der MKRO (Ministerkonferenz für Raumordnung) zu qualifizieren. Im Zuge der Profilierung als Metropolregion kommt es durchaus zu Reibungsverlusten. Bei natürlich gewachsenen Metropolregionen wie Berlin folgt der Gleichtakt der politischen Ereignisse einfach nur dem faktischen Gleichtakt im wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Region. Wo die Politik dem Leben jedoch vorauseilt, dort werden widerstreitende Interessen nicht zwangsweise durch das soziale Leben geglättet, sondern müssen schwierig am Tisch ausgehandelt werden.

Gegenkonzept zur Metropolregion[Bearbeiten]

Die Bloomington School oder Indiana School, eine Richtung der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft, entstand aus einer Gegenbewegung zum Metropolitan Reform Movement der 1970er Jahre: Während dieses die Verwaltungsstrukturen und -einheiten von Metropolregionen zentralistisch neu planen wollte, setzten sich ihre Vertreter für die Erhaltung der bestehenden, vermeintlich ineffizienten redundanten Strukturen ein. Zur Untermauerung ihrer These führte beispielsweise Vincent Ostrom empirische Untersuchungen durch (The Organization of Government in Metropolitan Areas, 1961). Die bekannteste Vertreterin der Bloomington School ist die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Norbert Fischer: Mikrolandschaft und Metropolregion. Über den räumlichen Wandel im Hamburger Umland 1950-2000. In: Dirk Brietzke, Norbert Fischer, Arno Herzig (Hg.): Hamburg und sein norddeutsches Umland. Hamburg 2007, S. 401–414 ISBN 3-934632-24-6
  • Wolfgang König: Die Europäische Metropolregion als steuerungstheoretisches Problem. Politische und gesellschaftliche Initiativen zum Aufbau der Metropolregion Rhein-Neckar. Marburg 2007. ISBN 978-3-8288-9354-2
  • Mathias König: Die Europäische Metropolregion. Neuer Vertreter regionaler Interessen. Politischer Lobbyismus durch die Metropolregion Rhein-Neckar. Marburg 2007. ISBN 978-3-8288-9353-5
  • Norbert Fischer: Vom Hamburger Umland zur Metropolregion. Stormarns Geschichte seit 1980. Hamburg 2008 (DOBU-Verlag) ISBN 3-934632-31-9
  • Jens Wassermann: Die Region Hannover – Regionale Kooperation vor dem Hintergrund einer institutionalisierten Gebietskörperschaft. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-5577-0
  • Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (Hrsg.): Metropolregion Nürnberg. 4. Auflage. Verlag Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg 2006. ISBN 3-88363-258-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Zürich dehnt sich aus, Neue Zürcher Zeitung, 28. Juli 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.regiopole.de/ueber-regiopole/definition.html
  2. Bronger, Dirk & Trettin, Lutz (2011): Megastädte - Global Cities HEUTE: Das Zeitalter Asiens? Berlin u.a.: LIT-Verlag
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJürgen Aring, Iris Reuther (FG Stadt- und Regionalplanung, Universität Kassel): Präsentation „Regiopolen. Die kleinen Großstädte in Zeiten der Globalisierung.“ Ein Forschungsprojekt zu Stadt und Region. Wintersemester 2007/2008", abgerufen am 13. Juni 2009 (pdf; 1,2 MB).
  4. Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland Regionales Monitoring 2010 - Daten und Karten zu den Europäischen Metropolregionen in Deutschland (PDF; 7,6 MB), Stand: 1. November 2010
  5. Europäische Regional- und Städtestatistik: Metropolregionen
  6. Bundesamt für Raumentwicklung ARE - Raumstrukturen für eine dynamische und solidarische Schweiz
  7. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/11/pro/01.Document.105558.pdf
  8. Schuler Martin, Joye Dominique, Dessemontet Pierre; Eidgenössische Volkszählung 2000. Die Raumgliederungen der Schweiz, BFS, Neuenburg 2005.
  9. Zürich dehnt sich aus. Die Agglomeration als Zentrum einer europäischen «Metropolregion». In: Neue Zürcher Zeitung. 26. Juli 2006, abgerufen am 18. Juli 2013.
  10. Metropolitanraum Zürich
  11. Eurostat, Stand 2010
  12. INSEE, Stand 2011
  13. CBSA-EST2012-01.csv. In: census.gov. Abgerufen am 1. Juli 2013.
  14. City Mayors: Largest cities and their mayors in 2011 - Introduction