Metta

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Dieser Artikel erläutert Metta im Buddhismus. Für die gleichnamige Sprache in Kamerun siehe Meta', für die indische Forschungsstation „Maitri“ in der Antarktis siehe Schirmacher-Oase.
Buddhas Güte (mettā) besänftigt einen wütenden Elefanten

Metta (pali mettā; sanskrit maitrī ‚Freundschaft‘; engl. loving kindness) ist eines der 40 vom historischen Buddha Siddharta Gautama gelehrten Meditationsobjekte. Übersetzungen für metta sind: Freundlichkeit, aktives Interesse an Anderen, Liebe, Freundschaft, Sympathie.[1] Metta wird häufig noch mit dem Terminus „liebende Güte“ oder „Allgüte“ übersetzt, da in den Augen mancher buddhistischer Autoren das Wort „Liebe“ zu stark mit Tendenzen des Habenwollens, also mit egoistischen Tendenzen behaftet ist.

Im Metta-Sutta[2], einer Lehrrede des Buddha, beschreibt dieser Metta als vergleichbar mit der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Das Ziel ist hierbei, diese Haltung der liebenden Güte auf alle fühlenden Wesen auszuweiten.

Im Theravada-Buddhismus zählt Metta zu den „Zehn Transzendenten Tugenden“ (pāramī) und den „Vier Unermesslichen“ (brahmavihāra).

Metta-Meditation[Bearbeiten]

In der Metta-Meditation wird eine freundlich-wohlwollende Haltung gegenüber allen fühlenden Wesen geübt.

Forschung zur Metta-Meditation[Bearbeiten]

Ein kontrolliertes psychologisches Experiment an der Stanford University zeigte, dass selbst eine kurze Metta-Meditation von wenigen Minuten (bei in Metta-Meditation nicht geübten Personen) im Durchschnitt zu einem Gefühl größerer sozialer Verbundenheit mit und einer positiveren Einstellung gegenüber unbekannten Personen führt.[3]

Eine kontrollierte Studie von Barbara Fredrickson (University of North Carolina at Chapel Hill) und Kollegen bei 139 Mitarbeitern der Firma Compuware ergab, dass ein mehrwöchiger Kurs in Metta-Meditation zu einer Zunahme positiver Emotionen führte, die im weiteren Verlauf mit einer vermehrten Achtsamkeit, einem größeren Sinnerleben, positiveren Beziehungen zu anderen Personen und weniger körperlichen Beschwerden einhergingen. In Folge zeigten diese Personen sich zufriedener mit ihrem Leben und berichteten über weniger depressive Symptome.[4]

Johnson und Kollegen stellten 2009 in drei Fallberichten die Anwendung von Metta-Meditation bei schizophrenen Patienten mit Negativsymptomatik dar.[5] Eine nachfolgende Pilotstudie mit 18 schizophrenen Patienten zeigte eine Abnahme negativer Symptome und eine Zunahme positiver Emotionen und psychischem Wohlbefinden nach einem mehrwöchigen Training in Metta-Meditation.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Eintrag "Mettā" im Wörterbuch der Pali-Text Society
  2. Mettā-Sutta in der Sammlung Sutta Nipāta
  3.  Cendri A. Hutcherson, Emma M. Seppala, James J. Gross: Loving-kindness meditation increases social connectedness.. In: Emotion. 8, Nr. 5, 2008, S. 720–724, doi:10.1037/a0013237.
  4.  Barbara L. Fredrickson, Michael A. Cohn, Kimberly A. Coffey, Jolynn Pek, Sandra M. Finkel: Open hearts build lives: Positive emotions, induced through loving-kindness meditation, build consequential personal resources.. In: Journal of Personality and Social Psychology. 95, Nr. 5, 2008, S. 1045–1062, doi:10.1037/a0013262.
  5.  David P. Johnson, David L. Penn, Barbara L. Fredrickson, Piper S. Meyer, Ann M. Kring, Mary Brantley: Loving-kindness meditation to enhance recovery from negative symptoms of schizophrenia. In: Journal of Clinical Psychology. 65, Nr. 5, 2009, S. 499–509, doi:10.1002/jclp.20591.
  6.  David P. Johnson, David L. Penn, Barbara L. Fredrickson, Ann M. Kring, Piper S. Meyer, Lahnna I. Catalino, Mary Brantley: A pilot study of loving-kindness meditation for the negative symptoms of schizophrenia. In: Schizophrenia Research. 129, Nr. 2-3, 2011, S. 137–140, doi:10.1016/j.schres.2011.02.015.