Mettigel

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Mettigel mit „Stacheln“ aus Zwiebelstiften

Mettigel (auch Hackepeterigel oder Hackepeterschwein) sind ein klassischer Bestandteil von kalten Platten bzw. kalten Buffets. Sie bestehen aus Mett mit entsprechender Garnierung.

Für die traditionelle Zubereitung wird eine große Portion Mett in die Form eines Igels gebracht und mit hineingesteckten Salzstangen oder rohen geviertelten Zwiebelringen als „Stacheln“ sowie Oliven o. ä. als „Augen“ und „Nase“ dekoriert. Angerichtet wird er oft auf einem Bett aus Salatblättern, rohen gehackten Zwiebeln oder Zwiebelringen. Dazu werden Brot, Brötchen oder Brezeln und Butter sowie Pfeffer und Salz zum etwaigen Nachwürzen nach Belieben gereicht. Aufgrund der Verderblichkeit von Hackfleisch sollte der Mettigel noch am Herstellungstag verzehrt werden.

Ein vergleichbares Gericht sind Käseigel.

Kalte Platten mit Mettigel zu servieren, kam in den 1950er-Jahren in Mode. Ebenso wie Fliegenpilzeier und -tomaten, Käsespieße mit Weintrauben, Käseigel oder Schinkenröllchen und -tüten gehörten sie bis in die 1970er-Jahre zum Standardrepertoire von kalten Buffets, besonders in Privathaushalten. Oft wurde er auch zusammen mit Brot etc. und Butter zum Bier gereicht.

Literatur[Bearbeiten]