Mettmach

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Mettmach
Wappen von Mettmach
Mettmach (Österreich)
Mettmach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 29,58 km²
Koordinaten: 48° 10′ N, 13° 21′ O48.17361111111113.345464Koordinaten: 48° 10′ 25″ N, 13° 20′ 42″ O
Höhe: 464 m ü. A.
Einwohner: 2.414 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 82 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4931
Vorwahl: 07755
Gemeindekennziffer: 4 12 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
4931 Mettmach
Website: mettmach.at
Politik
Bürgermeister: Johann Katzlberger (ÖVP)
Lage der Marktgemeinde Mettmach im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham OberösterreichLage der Gemeinde Mettmach im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Luftaufnahme von Mettmach
Luftaufnahme von Mettmach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mettmach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 2414 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Mettmach liegt auf 464 m Höhe am Rande des Kobernaußerwaldes. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,8 km, von West nach Ost 5,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 29,5 km². 23,7 % der Fläche sind bewaldet, 67,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Durch das Gemeindegebiet verläuft auch die Mettmacher Ache, die in weiterer Folge in die Waldzeller Ache (Ach) mündet.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

(in Klammern: Einwohner des Jahres 2011[2])

  • Aichet (50)
  • Aigen (5)
  • Arnberg (116)
  • Atzing (14)
  • Berstenham (11)
  • Bockenbach (23)
  • Duttenberg (29)
  • Gledt (47)
  • Grading (21)
  • Großenreith (50)
  • Großweiffendorf (294)
  • Gügling (37)
  • Hub (48)
  • Jagleck (37)
  • Karlberg (4)
  • Katzenberg (25)
  • Kleinreith (88)
  • Kleinweiffendorf (90)
  • Kriegledt (18)
  • Lehen (41)
  • Mairing (19)
  • Mettmach (525)
  • Mitterdorf (218)
  • Nagsdorf (70)
  • Neulendt (32)
  • Neundling (132)
  • Nösting (92)
  • Oberdorf (110)
  • Scherwolling (10)
  • Staxroith (19)
  • Warmanstadl (160)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kirchheim im Innkreis Mehrnbach
Aspach
(Bezirk Braunau)
Nachbargemeinden Lohnsburg am Kobernaußerwald
St. Johann am Walde
(Bezirk Braunau)

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Mettmach findet sich in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Konrad II. an einen Grafen Pilgrim im Mattiggau, damals wurden die Edelsitze Hub, Neundling, Weiffendorf, Mairing und Katzenberg im Ortsgebiet erwähnt. 1150 taucht der Name eines gewissen „Chuno de Metemenha“ auf, ein erster Hinweis auf den heutigen Namen des Ortes. Im 12. Jahrhundert wird auch eine Taverne im Ort erbaut, was den Ort wohl nicht als einfaches Dorf, sondern als Hofmark kennzeichnet.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war Mettmach bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört Mettmach seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns. 1849 wird Mettmach zu einer politischen Gemeinde, die sich aus den Steuergemeinden Mettmach, Hub, Neundling und Weiffendorf begründet, 1876 wird die Gemeinde zu einer eigenen Pfarre.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Im Jahr 1960 werden auf den Fluren der Gemeinde Unter- und Oberkiefer eines Gomphotheriums gefunden.

1983 wird Mettmach schließlich zur Marktgemeinde erhoben und bekommt ein Gemeindewappen verliehen.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at mettmach.png

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Geviert von Gold und Grün; 1 ein blauer, schräglinker Wellenbalken, 2 ein silbernes, aus dem Schildrand hervorbrechendes Rüsseltier (Gomphotherium), 3 und 4 zwei farbgewechselte, abgewendete, durch ein zusammengeknotetes Band verbundene Theatermasken, die rechte heiter, die linke ernst.

Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Blau

Während das erste Feld die für die Gemeinde namengebende Mettmacher Ache zeigt und im zweiten Feld der Kopf eines Gomphotherium an die Urgeschichte erinnert, bringen die beiden unteren, farbengewechselten Felder zwei Theatermasken als Sinnbild für die seit Jahrzehnten bekannten Mettmacher Festspiele.

Kultur[Bearbeiten]

Pfarrkirche Mettmach
Filialkirche Arnberg

Passionsspiele Mettmach[Bearbeiten]

Bekannt ist der Ort überregional vor allem durch die Passionsspiele Mettmach – dem einzigen Passionsspielort in Oberösterreich. Gegründet wurde diese Theatergemeinschaft 1947 von den Kriegsheimkehrern Georg Vorhauer, Ernst Stranzinger und Josef Hager. Zu Beginn spielte man diverse Stücke u.a. Bauern Jedermann und Franzl. 1950 wurden auf Anraten des hiesigen Pfarrers die ersten Passionsspiele in Mettmach aufgeführt. Seit dieser Zeit werden abwechselnd Volksstücke und die Passionsspiele aufgeführt.

Gespielt wird in einer Theaterhalle (umgebauter Getreidespeicher), in der 600 Personen Platz finden.

Musik und Kabarett[Bearbeiten]

  • Innviertler Symphonie Orchester – ISO
Das Innviertler Symphonie Orchester ist aus bis zu 140 jungen Musikern aus verschiedenen Ländern zusammengesetzt. Veranstaltungen sind das Neujahrskonzert und ein Sommerkonzert jeweils in Mettmach und Ried im Innkreis.
  • Kultur in Mettmach – KIMM
Großer Beliebtheit erfreuen sich die Veranstaltungen des neuen Kulturvereins in Mettmach, welcher regelmäßig anspruchsvolle Kabaretts nach Mettmach bringt.
  • Marktmusikkapelle Mettmach – MMKM
Die Marktmusikkapelle der Gemeinde Mettmach ist bereits seit Jahrzehnten ein wichtiger kultureller Bestandteil. Rund 50 Musiker gestalten diverse Festivitäten, unter anderem ein Früjahrskonzert, und finden beim Publikum großen Anklang.
  • A-cappella-Chor

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eiben in Großweiffendorf
Marterl in Mettmach

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • UTTC Mettmach – Landesligist Tischtennis
  • UFC Mettmach
  • ÖTB Turnverein Mettmach-Neundling 1908
  • UNION Mettmach – Stockschützen
  • Plattenwerferverein – Mettmach

Freizeit[Bearbeiten]

  • Durch das Gemeindegebiet von Mettmach verläuft der Römer-Radweg Inn – Attersee.[4]
  • 2013 wurde ein neues Wanderwegenetz, der sog. Bewegungsarena Mettmach angelegt. Auf einer Länge von rund 80 km kann man das Gemeindegebiet von Mettmach erkunden.[5]
  • Im Winter wird – von Großweiffendorf ausgehend – eine Langlaufloipe im klassischen Stil mit einer Länge von rund 13 km gespurt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Zu den erwähnenswerten öffentlichen Einrichtungen zählt die Bücherei Mettmach. Hier ist es möglich, gegen eine geringe Gebühr Bücher zu entlehnen.
  • Das sogenannte Eltern-Kind-Zentrum, kurz EKIZ, sorgt für Freizeit-Angebote, die auf Kinder zugeschnitten sind. Für Eltern werden des Öfteren Abende mit Vorträgen und Erziehungs-Tipps veranstaltet.
  • In Großweiffendorf und Mettmach befinden sich öffentliche Kinderspielplätze.
  • 1964 wurde ein Freibad im Ortsteil Mitterdorf eröffnet und 1997 generalsaniert.
  • Altstoffsammelzentrum

Bildung[Bearbeiten]

  • Die Gemeinde betreibt einen Kindergarten mit vier Gruppen, davon sind zwei Familiengruppen (Kinder von 3–6 Jahren) und zwei alterserweiterte Gruppen
  • Volksschule Arnberg (Einklassig) und Volksschule Mettmach (Vierklassig)
  • Hauptschule Mettmach
  • Polytechnische Schule, die auch von Schülern aus den angrenzenden Gemeinden besucht wird
  • Die Landesmusikschule Ried im Innkreis betreibt in Mettmach eine Zweigstelle (Musikschule Mettmach)

Gesundheit und Soziales[Bearbeiten]

  • Der Ort verfügt über einen Gemeindearzt und einen Zahnarzt
  • Vier Ortsfeuerwehren sind in der Gemeinde vertreten: Mettmach – Großweiffendorf – Arnberg – Neundling
  • Das betreubare Wohnen in Mettmach umfasst neun Wohneinheiten und bietet für hilfsbedürftige Personen Platz
  • Seit 1997 gibt es in Mettmach eine Ortsstelle des Roten Kreuzes. Diese führt den Rettungs- und Krankentransportdienst durch und organisiert die Aktion Essen auf Rädern
  • Ein Kinderheim der Pro Juventute wurde 1974 in Großweiffendorf gegründet. Im Haus Sonne findet eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen ein neues Zuhause

Politik[Bearbeiten]

12
8
5
12 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern, deren Amtszeit sechs Jahre beträgt. Die Sitze verteilen sich seit der letzten Kommunalwahl von 2009 auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt: ÖVP 12 Sitze, SPÖ 8 Sitze, FPÖ 5 Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Katzlberger von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

mit Bezug zu Mettmach

Literatur[Bearbeiten]

  • Marktgemeinde Mettmach (Hrsg.): Mettmach – Leben mit Kultur. Heimatbuch der Marktgemeinde, 2011, ISBN 978-3-902684-20-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikivoyage: Mettmach – Reiseführer
 Commons: Mettmach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Mettmach.
  2. Registerzählung von 31.10.2011 – Statistik Austria
  3. Naturdenkmäler in OOE (PDF; 104 MB).
  4. Römerradweg – Innviertelrunde.
  5. Wanderwege im Innviertel – Mettmach
  6. Landesbibliothek Oberösterreich – Gemeinde Aspach
  7. Marktgemeinde Aspach – Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt