Mexican standoff
Ein Mexican standoff, auch Mexican stand-off (übersetzt etwa Mexikanisches Patt) ist ein englischer Slangbegriff, der eine Konfrontation beschreibt, die von beiden Seiten nicht gewonnen werden kann.[1] Im italienischen Film ist dieser Vorgang als Stallo alla messicana bekannt und gilt als ein Markenzeichen des Italowestern.
In der Popkultur wird der Mexican standoff repräsentiert durch drei Gegner mit gezogenen und gegeneinander ausgerichteten Waffen in einer ausweglos erscheinenden Situation. Auslöser der Spannung ist der Umstand, dass keine der drei Seiten als erstes schießen will, aus Angst, von der dritten Partei erschossen zu werden. Im Gegensatz zum Duell hat der erste Schütze hier keinen Vorteil. Andererseits möchte niemand seine Waffe zuerst einstecken, da er den Gegnern nicht hinreichend traut. Die Beteiligten sind folglich gezwungen, die Situation entweder durch Diplomatie, Kapitulation oder durch einen Erstschlag zu beenden. Der Mexican standoff unterscheidet sich vom Duell bzw. vom Shootout dahingehend, dass die Situation zumeist unfreiwillig entsteht und keine Seite an einem tödlichen Schlagabtausch mit dem Gegner interessiert ist.
Der Ausdruck kam während der 1890er Jahre in Gebrauch, vorwiegend im US-amerikanischen Südwesten, auch wenn das Cambridge Dictionary den Begriff einer australischen Herkunft zuschreibt. Der Begriff mag ein Bezug auf die schwierigen und paradoxen sozialen und ökonomischen Umstände in Mexiko während des 19. und 20. Jahrhunderts sein.
Mexican standoff im Film[Bearbeiten]
Der Mexican standoff wurde durch seinen häufigen Gebrauch in Italowestern und B-Movies zu einem Filmklischee. Eine Pattsituation mit drei bewaffneten Parteien wird in der bekannten Schlussszene des Italowestern Zwei glorreiche Halunken von Sergio Leone von 1966 gewaltsam aufgelöst.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Himilce Novas: Everything you need to know about Latino history, 1994, S. 78