Mgahinga-Gorilla-Nationalpark

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Eingang zum Nationalpark mit Rangerstation 1994
Lage des Mga Hinga nördlich von Sabinyo, Gahinga und Muhabura auf einer Landsat Aufnahme, 2007

Der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark umfasst den in Uganda liegenden Anteil der Virunga-Vulkane. Neun einzeln stehende, bewaldete und aktive Vulkane bilden die Virungas, in denen das Dreiländereck zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo liegt. Der Park befindet sich etwa 15 km südlich der Stadt Kisoro im gleichnamigen Distrikt und bildet eine geografische Einheit mit dem Nationalpark Virunga und dem Vulkan-Nationalpark, die als Virunga Conservation Area (VCA)[1] bezeichnet wird und ein Gebiet von 434 km² umfasst.

Die Hauptattraktion des Nationalparks sind - wie der Name bereits verrät - die seltenen Berggorillas. Da er jedoch nur 8 % der VCA einnimmt und zudem nur eine einzige an Menschen gewöhnte ("habituierte") Gorillagruppe beherbergt, ist er kein zuverlässiger Anlaufpunkt für das bei Touristen beliebte "Gorilla-Tracking", also geführten Wanderungen zum vermuteten derzeitigen Aufenthaltsort der Tiere.[2]

Berggorilla im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark

Stärker frequentiert wird daher der Bwindi Impenetrable National Park etwa 60 km nördlich, in dem knapp über 300 Vertreter dieser Spezies leben. Ein Zeichen für die zunehmende touristische Bedeutung der Berggorillas für Uganda ist der Umstand, dass die vom Aussterben bedrohten Tiere 2007 sowie 2010 die Rückseite der jeweils höchsten Banknote des Landes zierten.[3][4]

Der Nationalpark verdankt sein Bestehen dem 1994 unter mysteriösen Umständen in Kisoro ums Leben gekommenen deutschen Zoologen und Verhaltensforscher Klaus-Jürgen Sucker. Sucker leitete von 1988 bis 1994 das Mgahinga Gorilla National Park Project (MGNPP). Das früher Mgahinga Forest Reserve genannte Wildschutzgebiet erhielt im Mai 1991 den Status eines Nationalparks. Im Juni 1992 wurde das bis dahin nur 24,5 km² große Schutzgebiet auf 33,7 km² ausgeweitet. Es war das erste und bislang einzige Mal in der Geschichte des Berggorillaschutzes, dass der stetig schrumpfende Lebensraum der Menschenaffen vergrößert werden konnte.

Gelbrücken-Bartvogel im Gebiet des Mt. Sabinyo, 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.eastafricannaturesafaris.com/index.php?eans&as=33
  2. Mirco Lomoth: Der Tag, an dem Kanyabikingyi in seinen Wald zurückkehrte. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 27. Mai 2012, Seiten V4 und V5.
  3. http://www.bou.or.ug/bou/media/statements/Bank_Note.html
  4. http://aes.iupui.edu/rwise/countries/uganda.html

Weblinks[Bearbeiten]


-1.366666666666729.633333333333Koordinaten: 1° 22′ 0″ S, 29° 38′ 0″ O