Mhardeh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
arabisch ‏محردة‎, DMG Maḥarda
Mhardeh
Mhardeh (Syrien)
Mhardeh
Mhardeh
Koordinaten 35° 15′ N, 36° 35′ O35.24777777777836.576111111111Koordinaten: 35° 15′ N, 36° 35′ O
Basisdaten
Staat Syrien

Gouvernement

Hama
Höhe 275 m
Einwohner 22.183 (2009)
Römische Brücke in Mhardeh
Römische Brücke in Mhardeh

Mhardeh (arabisch ‏محردة‎, DMG Maḥarda), auch Maharda, Muhradah, ist eine Stadt im Gouvernement Hama in Syrien.

Vorwiegend von Christen bewohnt hat sie 22.183 Einwohner (Berechnung 2009).[1]. Sie liegt im Zentrum des Mantiqa Mhardeh (Mantiqa = Bezirk), einer von fünf Bezirken Hamas. Mhardeh liegt am Orontes etwa 23 km nordwestlich der Stadt Hama, nahe der Burg Schaizar. 3 km nördlich der Stadt befindet sich der Mhardeh-Staudamm, dessen Kraftwerk 2.500 kW-Stunden Strom produziert.

Aus der Zeit der neo-hethitischen Staaten stammt die hieroglyphen-luwische Grabinschrift (?) eines Königs Taitas, aus dem nahegelegenen Schaizar ist die Grabstele seiner Frau bekannt.[2] Mhardeh stammt aus der hellenistischen Periode Apameas, das wichtigste archäologische Überbleibsel dieser Zeit ist ein alter Tempel mit Steintoren und Säulen mit korinthischen Kapitellen, der später in eine Kirche umgewandelt wurde.

Aufgrund der hohen Auswandererquote handelt es sich bei Mhardeh um eine relativ wohlhabende Stadt. Das Hauptziel der Auswanderer war früher Südamerika, heutzutage arbeiten die meisten Exilanten in afrikanischen Staaten südlich der Sahara.

Ghada Shouaa, die erste syrische Athletin, die eine olympische Goldmedaille gewonnen hat, wurde in Mhardeh geboren, genauso wie Patriarch Ignatius IV.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. World Gazetteer
  2. John David Hawkins: Corpus of Hieroglyphic Luwian Inscriptions vol. 1: Inscriptions of the Iron Age (= Untersuchungen zur indogermanischen Sprach- und Kulturwissenschaft NF 8,1). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2000, S. 415–419. ISBN 3-11-010864-X.