Miřetice u Nasavrk

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Miřetice
Wappen von Miřetice
Miřetice u Nasavrk (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Pardubický kraj
Bezirk: Chrudim
Fläche: 1713 ha
Geographische Lage: 49° 51′ N, 15° 53′ O49.84527777777815.883888888889390Koordinaten: 49° 50′ 43″ N, 15° 53′ 2″ O
Höhe: 390 m n.m.
Einwohner: 1.219 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 538 25 - 539 55
Kfz-Kennzeichen: E
Verkehr
Straße: SkutečNasavrky
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 8
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Chour (Stand: 2007)
Adresse: Miřetice 66
539 55 Miřetice
Gemeindenummer: 571831
Website: www.miretice.cz

Miřetice (deutsch Miřetitz, seit 1939 Mirschetitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt neun Kilometer nördlich von Hlinsko und gehört zum Okres Chrudim.

Geographie[Bearbeiten]

Miřetice befindet sich im Nordosten des Eisengebirges zwischen den Tälern der Bäche Ležák und Oběšinka.

Nachbarorte sind Bošov, Holčí und Račany im Norden, Havlovice und Dubová im Nordosten, Dachov im Osten, Tisovec im Südosten, Paseky, Nouzov und Včelákov im Süden, Majlant im Südwesten, Čekov im Westen sowie Švihov im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Miřetice entstand zum Übergang vom 12. zum 13. Jahrhundert während der Kolonisation des Eisengebirges durch das Kloster Podlažice. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1325 als Besitz des Chotěbor von Miřetice. In Miřetice bestand eine Feste die der Sitz des gleichnamigen Adelsgeschlechtes war. 1650 kam das Dorf zur Herrschaft Přestavlky und verblieb bei ihr bis zur Aufhebung der Patrimonialherrschaft im Jahre 1848. Die Besitzer wechselten häufig und im 18. Jahrhundert erwarb Johann Adam von Auersperg den Ort. 1798 gehörten zu dessen Herrschaft Přestavlky die Dörfer Miřetice, Dachov, Čekov, Stan, Srní und Stičany. Ab 1837 ist der Abbau von Granit belegbar, zudem spielte zu dieser Zeit die Karpfenzucht eine bedeutende Rolle. Miřetice bestand zu dieser Zeit aus 26 Häusern und hatte 167 Einwohner. Im Jahre 1900 lebten in dem Dorf einschließlich Dubová und Havlovice bereits 1246 Menschen. Miřetice war damit das Dorf mit der höchsten Anzahl steuerpflichtiger Bewohner im ganzen Bezirk Nassaberg.

Während der Zeit der deutschen Besetzung ermittelte die Gestapo nach dem Attentat auf den Reichsprotektor Reinhard Heydrich in Ležáky einen Unterschlupf von tschechoslowakischen Fallschirmjägern. Am 24. Juni 1942 wurde der Weiler von 500 Mann aus SS, Feldgendarmerie und Schutzpolizei unter Führung von Hauptsturmführer Gerhard Clages besetzt und niedergebrannt. Ein Jahr später wurden die Ruinen dem Erdboden gleichgemacht.

1981 erfolgte die Eingemeindung von Švihov einschließlich dessen Ortsteilen Bošov, Krupín und Krupínské Paseky. Heute ist mit 100 Arbeitsplätzen das Unternehmen Eltop Praha s.r.o. der größte Arbeitgeber im Ort.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Miřetice besteht aus den Ortsteilen Bošov (Boschow), Čekov (Tschekau), Dachov (Dachau), Dubová (Dubowa), Havlovice (Hawlowitz), Krupín (Krupin), Miřetice (Mirschetitz) und Švihov (Schwihau) sowie den Siedlungen Dachovské Paseky, Holčí, Krupínské Paseky, Majlant, Nouzov, Račany und Švihůvek. Auf den Fluren der Gemeinde befand sich der 1942 zerstörte Weiler Ležáky (Lezaky).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Gedenkstätte für den durch die Nationalsozialisten zerstörten Ort Ležáky, zwei Kilometer südöstlich von Miřetice
  • Engtal des Bach Ležák zwischen Ležáky und Miřetice
  • Fischteiche Petráň, Hořička und Žďár bei Havlovice, Teil des Landschaftsschutzgebietes Eisengebirge
  • Einödhof "Na Perku", zwei Kilometer nördlich, mit einer Sonnenuhr am Giebel
  • Naturdenkmal Kovárenský rybník mit Moorwiese, nördlich des Ortes
  • mehrere geflutete Granitsteinbrüche bei Švihov, Dubová und Dachov

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Miřetice u Nasavrk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)