Miami Heat

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Miami Heat
Logo der Miami Heat
Gründung 1988
Stadion American Airlines Arena
Standort Miami, Florida
Vereinsfarben Orange, Rot, Schwarz, Weiß
                   
Liga NBA
Conference Eastern Conference
Division Southeast Division
Cheftrainer Erik Spoelstra
Kapitän Dwyane Wade
General Manager Pat Riley
Besitzer Micky Arison
Farmteams Sioux Falls Skyforce
Meisterschaften 3 (2006, 2012, 2013)
Conferencetitel 5 (2006, 20112014)
Divisiontitel 11 (1997–2000, 2005–2007, 2011–2014)

Die Miami Heat sind eine US-amerikanische Basketball-Mannschaft. Das NBA-Team spielt in der American Airlines Arena in Miami, Florida. Sie wurden 1988 gemeinsam mit den Charlotte Hornets im Rahmen einer Ligaerweiterung in die NBA aufgenommen. Seit der NBA-Saison 2004/05 spielt das Franchise in der Southeast Division gemeinsam mit den Atlanta Hawks, Charlotte Bobcats, Orlando Magic und Washington Wizards.

Teamgeschichte[Bearbeiten]

Gründung und Start in der NBA (1987 bis 1990)[Bearbeiten]

Seit geraumer Zeit hatten zahlreiche Unternehmen Interesse, ein NBA-Team in Florida zu gründen. Letztendlich gestattete die „Miami Sports and Exhibition Authority“ einer Gruppe, die vom NBA „Hall of Fame“-Mitglied Billy Cunningham angeführt wurde, das Team in Miami zu gründen.[1] Zur Ermittlung des Namens des neuen Teams wurde eine Umfrage durchgeführt, bei der sich der Vorschlag Miami Heat knapp gegen den Vorschlag Miami Vice durchsetzte.

Die Miami Heat traten der National Basketball Association zeitgleich mit den Charlotte Hornets zur Saison 1988/89 bei. Mit einem Kader, der hauptsächlich aus jungen Spielern bestand, verloren sie ihre ersten 17 Spiele. Dies war damals ein neuer NBA-Rekord, der in der Saison 1998/99 von den Los Angeles Clippers eingestellt wurde.[2] Die Mannschaft beendete die Saison mit 15 Siegen und 67 Niederlagen.

Für die Saison 1989/90 wählten sie im Rahmen des NBA Drafts in der ersten Runde Glen Rice, der zuvor für die Basketballmannschaft der University of Michigan gespielt hatte. Die sportlichen Leistungen waren ähnlich wie im Vorjahr anzusiedeln und die reguläre Saison wurde mit einer Bilanz von 18 Siegen und 64 Niederlagen beendet. Die Miami Heat konnten in dieser Saison nie mehr als zwei Spiele in Folge gewinnen. Die folgende Saison 1990/91 war von zwei Draftpicks gezeichnet, die den Erwartungen nicht gerecht wurden. Das sportliche Abschneiden mit 24 Siegen und 58 Niederlagen war weiterhin deutlich negativ geprägt.

Die Loughery-Ära (1991 bis 1995)[Bearbeiten]

Die Miami Heat verpflichteten vor der Saison 1991/92 Kevin Loughery, der 29 Jahre lang sowohl als Spieler als auch als Trainer Erfahrung sammelte, als ihren neuen Cheftrainer.[3] Im NBA Draft dieses Jahres verpflichteten die Miami Heat Steve Smith, einen flinken und mobilen Guard. Mit 38 Siegen und 44 Niederlagen konnten sie sich erstmals für die NBA-Playoffs qualifizieren. In den Playoffs kam die Mannschaft nicht über die erste Runde hinaus, da sie in einer „Best-of-Five“-Serie in drei Spielen den Chicago Bulls unterlagen. Steve Smith wurde ins NBA All-Rookie Team gewählt, während sein Teamkamerad Glen Rice auf Platz zehn der besten Punktesammler dieser Saison landete.

In der folgenden Saison 1992/93 konnte das Team an diesen Erfolg nicht anschließen und startete die Saison verletzungsbedingt mit 27 Niederlagen in den ersten 40 Spielen. Nach der Rückkehr von Steve Smith verbesserten sich die Resultate, die Saison wurde mit einer Bilanz von 36 Siegen und 46 Niederlagen beendet, womit sie die NBA Playoffs knapp verpassten.

Mit weniger Verletzungspech starteten die Miami Heat erfolgreicher in die Saison 1993/94 und sie schlossen diese erstmals mit einer positiven Quote ab: 42 Siege und 40 Niederlagen. Nachdem sie in den Playoffs zwei der ersten drei Spiele für sich entschieden, mussten sie sich jedoch in den letzten beiden Spielen dieser „Best-of-Five“-Serie den Atlanta Hawks geschlagen geben.

In der Saison 1994/95 wurde das Team neu aufgebaut. Steve Smith und weitere Spieler wurden abgegeben und ein Neuanfang geplant. Cheftrainer Kevin Loughery musste ebenfalls weichen und die Miami Heat beendeten die Saison mit 32 Siegen und 50 Niederlagen.

Die Mourning/Riley-Ära (1995 bis 2001)[Bearbeiten]

Vor der Saison 1995/96 engagierten die Miami Heat Pat Riley als neuen Team-Präsidenten und Headcoach. Pat Riley konnte zahlreiche Erfolge mit den Los Angeles Lakers in den 1980er und mit den New York Knicks in den 1990er-Jahren feiern. Am Abend, bevor die Saison 1995/96 begann, schickte Pat Riley Glen Rice und Matt Geiger zu den Hornets und erhielt dafür All-Star Center Alonzo Mourning zurück. Während der Saison verpflichtete er noch Spieler wie Tim Hardaway und Chris Gatling. Die reguläre Saison wurde erneut mit einer positiven Quote beendet. In der ersten Runde der NBA-Playoffs traf die Mannschaft auf die Chicago Bulls um Michael Jordan, die in dieser Saison einen NBA-Rekord mit 72 Siegen in 82 Spielen aufgestellt hatten. Die Bulls entschieden diese „Best-of-Five“-Serie mit drei Siegen in Folge für sich.

In der folgenden Saison konnten sich die Miami Heat stark verbessern und blickten am Saisonende auf 61 Siege und 21 Niederlagen sowie ihren ersten Titel in der Atlantic Division zurück. Neuverpflichtungen wie Dan Majerle, P. J. Brown und Jamal Mashburn waren maßgeblich an dieser Verbesserung beteiligt. Dieses Jahr erreichten sie die Eastern Conference-Finals, mussten sich dort jedoch erneut den Chicago Bulls geschlagen geben.

Ihr zehnjähriges Bestehen feierten die Miami Heat in der Saison 1997/98 mit ihrem zweiten Atlantic Division-Titel.[4] In den NBA-Playoffs verloren sie in der ersten Runde gegen die New York Knicks, die sie im Vorjahr noch besiegt hatten.

In der Saison 1998/99 war der NBA-Lockout, der zur ersten verkürzten Saison führte, die die Miami Heat mit einer Eastern Conference Bestleistung von 33 Siegen und 17 Niederlagen beendeten. Obwohl die Quote für sie sprach, unterlagen sie in den NBA-Playoffs erneut gegen die New York Knicks. Die Knicks schafften es in diesem Jahr in die NBA-Finals, verloren dort gegen die San Antonio Spurs. Dank ihrer Erfolge zogen die Miami Heat nach der Saison in die American Airlines Arena, die Platz für 20.500 Zuschauer bietet.[5] In der folgenden Saison wurden die Miami Heat in den NBA-Playoffs erneut von den New York Knicks in sieben Spielen bezwungen.

Im Sommer 2000 war es erneut Zeit für eine große Veränderung. Da die Miami Heat beim Versuch Tracy McGrady für sich zu sichern von den Orlando Magic überboten wurden, entschieden sich die Miami Heat P. J. Brown und Jamal Mashburn für Eddie Jones, Anthony Mason und Ricky Davis zu tauschen.[6] Ab diesem Zeitpunkt wurden die Miami Heat als Favorit in der Eastern Conference gehandelt, nach seiner Rückkehr von den Olympischen Spielen 2000 verkündete Alonzo Mourning, dass die Miami Heat die gesamte Saison aufgrund einer seltenen Nierenerkrankung auf ihn verzichten müssten.

13 Spiele vor Ende der Saison 2000/01 kehrte Alonzo Mourning zu den Miami Heat zurück, konnte jedoch nicht direkt an seine früheren Erfolge anschließen. Das Team musste sich in den NBA-Playoffs in der ersten Runde den Charlotte Hornets geschlagen geben.

Die zwei folgenden Saisons waren zwei der erfolglosesten in der Geschichte der Miami Heat. Pat Riley verpasste zum ersten Mal in seiner Karriere als Trainer die Playoffs und der Großteil des Kaders des Teams wurde aufgelöst. Für die Saison 2001/02 wurden viele frühere Stars unter Vertrag genommen, die nicht mehr an ihre früheren Leistungen anschließen konnten. In der Saison 2002/03 wurde damit begonnen das Team ganz neu aufzubauen. Die Miami Heat konnten sich im NBA-Draft in der ersten Runde die Rechte an Caron Butler sichern.

Verpflichtung von Dwyane Wade (2003 bis 2004)[Bearbeiten]

Alonzo Mourning’s Vertrag lief nach der Saison 2002/03 aus und verschaffte den Miami Heat ausreichend finanziellen Spielraum, um das Team weiter zu verbessern. Diesen neuen Spielraum nutzten sie, um Lamar Odom und Rafer Alston unter Vertrag zu nehmen. Im NBA-Draft sicherten sie sich mit dem fünften Pick die Rechte an Dwyane Wade, der zuvor für das Team der Marquette University gespielt hatte. Zudem nahmen die Heat Udonis Haslem unter Vertrag und bildeten mit Odom, Alston, Haslem, Wade, Grant, Jones, Allen und Caron Butler sowie Rasual Butler eines der Überraschungsteams des Jahres.

Kurz bevor die Saison 2003/04 begann, trat Pat Riley als Cheftrainer zurück, um sich auf seine Rolle als Team-Präsident konzentrieren zu können und eröffnete damit Stan Van Gundy die Chance, sich als Headcoach zu beweisen. Das energische und athletische Team rund um Dwyane Wade, der in diesem Jahr zahlreiche NBA Rookie Rekorde brach[7], schaffte es in die NBA-Playoffs. Wade konnte noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als er sein Team siegreich gegen die Charlotte Hornets durch die erste Runde der NBA-Playoffs führte. Im Eastern Conference-Halbfinale verlor die Mannschaft jedoch gegen die Indiana Pacers.

Die Wade/O’Neal-Ära (2004 bis 2008)[Bearbeiten]

Shaquille O'Neal,
Spieler der Heat von 2004–2008

Nach der erfolgreichen vorhergehenden Saison wuchs der Glaube an einen NBA-Titel in Miami erneut. Sie verstärkten sich am 14. Juli 2004 mit dem NBA-Superstar Shaquille O’Neal in einem Trade mit den Los Angeles Lakers, in dem Miami sich von Lamar Odom, Caron Butler sowie Brian Grant trennte. Dwyane Wade und sein neuer Superstar-Teamkamerad arbeiteten von Beginn an sehr gut zusammen und sicherten sich gemeinsam einen Platz an der Spitze der NBA mit über 20 Punkten pro Spiel. Sie konnten die Miami Heat mit 59 Siegen in 82 Spielen zu ihrer bis dahin zweitbesten NBA-Saison führen. In den NBA-Playoffs der Saison 2004/05 besiegten sie die New Jersey Nets sowie die Washington Wizards ohne Niederlage. Ihre ersten Niederlagen mussten sie im Eastern Conference Finale gegen die Detroit Pistons einstecken. Nach fünf Spielen führten die Miami Heat mit 3:2 Spielen, aufgrund einer Verletzung mussten sie im sechsten Spiel auf Dwyane Wade verzichten und verloren dieses Spiel. Im siebten und entscheidenden Spiel war Wade mit 20 Punkten wieder mit von der Partie, es reichte jedoch nicht für den Sieg und die Detroit Pistons zogen in die NBA-Finals ein.

Dwyane Wade, Spieler der Heat seit 2003

Die drastischen Änderungen bei den Miami Heat sollten aber auch nach der Saison nicht abreißen. Im größten Trade der NBA Geschichte[8], der fünf Teams und 13 Spieler umfasste, verstärkten sich die Miami Heat mit NBA All-Star Antoine Walker, Jason Chandler Williams und James Posey. Später nahmen sie noch Gary Payton und Jason Kapono unter Vertrag. Am 12. Dezember 2005 gab Pat Riley bekannt, dass er ab diesem Zeitpunkt erneut als Headcoach der Miami Heat fungieren werde.[9] Im Februar und März der Saison 2005/06 konnten die „neuen“ Miami Heat nach anfänglichen Schwierigkeiten 15 von 16 Spielen gewinnen. Dwyane Wade und Shaquille O’Neal führten das Team an und führten es zu 52 Siegen in 82 Spielen. In den NBA-Playoffs schlugen sie die Chicago Bulls in der ersten und die New Jersey Nets in der zweiten Runde. In den Eastern Conference Finals standen sie wie im Vorjahr den Detroit Pistons gegenüber, diesmal gingen die Heat nach sechs Spielen als Sieger vom Platz und zogen in die NBA-Finals ein, wo die Dallas Mavericks rund um Dirk Nowitzki auf sie warteten. Miami verlor die ersten beiden Spiele in Dallas, als sie auch im dritten Spiel zurücklagen, führte Dwyane Wade sein Team zu einem Comeback-Sieg. Spiel vier ging ebenfalls an die Heat und im fünften Spiel konnten sie sich in der Verlängerung ebenfalls den Sieg sichern. Im sechsten Spiel in Dallas konnte Dirk Nowitzki die vierte Niederlage seiner Dallas Mavericks in Folge nicht abwenden und die Miami Heat gewannen ihren ersten NBA-Titel. Dwyane Wade wurde zum Most Valuable Player der NBA-Finals gekürt.[10]

Die Miami Heat starteten mehr schlecht als recht in die Saison 2006/07 mit einer 42-Punkte-Niederlage gegen die Chicago Bulls, die höchste Niederlage, welche die Miami Heat jemals hinnehmen mussten.[11] Die erste Saisonhälfte war von Pech geprägt. Teampräsident und Headcoach Pat Riley zog sich aus diversen Gründen für eine unbestimmte Zeit zurück, Shaquille O’Neal hatte mit einer Knieverletzung zu kämpfen und Dwyane Wade mit einer Verletzung seines Handgelenks. In der zweiten Hälfte der Saison kehrte Riley zurück, O’Neal konnte ebenfalls wieder spielen und Shooting Guard Eddie Jones wurde unter Vertrag genommen, der kurz zuvor von den Memphis Grizzlies entlassen worden war. Die Freude währte jedoch nur kurz, da Dwyane Wade sich am 21. Februar 2007 in einem Spiel gegen die Houston Rockets die linke Schulter auskugelte und in einem Rollstuhl aus der Halle gebracht werden musste.[12] Um rechtzeitig für die NBA-Playoffs zurückkehren zu können, entschied sich Wade für eine Verletzungspause und gegen eine Operation. Viele Reporter sagten voraus, dass die Miami Heat die Playoffs aufgrund von Wades Verletzung verpassen würden, er kehrte am 9. April 2007 zu seinem Team zurück und brachte ihm elf Siege in seinen ersten 14 Spielen. Es war nicht sein alleiniger Verdienst, Shaquille O’Neal war in der bis dahin besten Form seit seinem Wechsel nach Miami und trug das Team vor allem in der Offense auf seinen Schultern. Die Miami Heat beendeten die Saison mit 44 Siegen und 38 Niederlagen. Die Saison nahm in den NBA-Playoffs jedoch ein unrühmliches Ende, als die Miami Heat sich in der ersten Runde in vier Spielen den Chicago Bulls geschlagen geben mussten. Damit wurden die Miami Heat die ersten NBA-Titelverteidiger seit 1957, die in den auf den Titelgewinn folgenden Playoffs durch einen Sweep eliminiert wurden.[13]

Tiefpunkt (2007 bis 2008)[Bearbeiten]

Die Miami Heat wollten die vorhergehende Saison hinter sich lassen. Vor Saisonbeginn verließ sie Jason Kapono, der zu den Toronto Raptors ging, als auch James Posey, der von den Boston Celtics verpflichtet wurde. In einem fünf Spieler umfassenden Trade holten sich die Heat Ricky Davis zurück, der jedoch nicht mehr ganz an seine vielversprechenden Jahre in Miami anschließen konnte.

Am 19. Dezember 2007 zog sich Alonzo Mourning in einem Spiel gegen die Atlanta Hawks bei einem Fastbreak eine schwere Knieverletzung zu und musste den Rest der Saison aussetzen. Am 6. Februar 2008 entschieden sich die Miami Heat Shaquille O'Neal für Shawn Marion und Marcus Banks an die Phoenix Suns weiterzugeben und damit die „Wade-O'Neal“-Ära zu beenden.[14] Am 10. März 2008 wurde außerdem verkündet, dass Dwyane Wade den Rest der Saison aufgrund von Knie- und Schulterverletzungen aussetzen müsste.[15] Am 28. April 2008 trat Pat Riley als Headcoach zurück, blieb jedoch in der Rolle des Teampräsidenten aktiv. Neuer Headcoach wurde Langzeit-Assistent Erik Spoelstra, der mit seinen damals 37 Jahren der jüngste Headcoach in der Geschichte der National Basketball Association wurde. Riley beendete seine Karriere als Headcoach mit 1.210 Siegen. Die Saison 2007/08 endete mit 15 Siegen und 67 Niederlagen, der bisher schlechtesten Saisonbilanz in der Geschichte der Miami Heat.

Wiederaufbau (2008 bis 2010)[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer schlechten Leistung in der vorhergehenden Saison hatten die Miami Heat den zweiten Pick im NBA-Draft 2008. Als Top 3 Spieler in diesem Draft wurden Power Forward Michael Beasley, Point Guard Derrick Rose und Guard O. J. Mayo gehandelt. Die Chicago Bulls, die den ersten Pick des Draft hatten, entschieden sich wie erwartet für Derrick Rose und die Heat entschieden sich daraufhin für Michael Beasley. Mit einem Trade sicherten sie sich in diesem Draft zusätzlich noch die Rechte an Mario Chalmers. Mit Verpflichtungen von James Jones, Jamaal Magloire und Yakhouba Diawara verstärkten die Miami Heat sich noch zusätzlich. Am 29. September 2008 wurde Pat Riley zum General Manager der Miami Heat ernannt. Während der Saison, am 13. Februar 2009, schickte Miami Shawn Marion und Marcus Banks für Jermaine O’Neal und Jamario Moon zu den Toronto Raptors. Dwyane Wade führte in dieser Saison die Liga mit 30,2 Punkten pro Spiel an und führte sein Team zu 43 Siegen in 82 Spielen. In den NBA-Playoffs verlor die Mannschaft in der ersten Runde in sieben Spielen gegen die Atlanta Hawks.

In der Saison 2009/10 sicherten sich die Miami Heat sieben Siege in ihren ersten acht Spielen, danach wurden sie nachlässiger und hatten eine Quote von 35 Siegen und 34 Niederlagen nach 69 Spielen. Sie konnten die Saison ähnlich stark beenden, wie sie sie eröffnet hatten: zwölf Siege in den letzten 13 Spielen. Mit insgesamt 47 Siegen in den 82 Spielen erreichten sie erneut die Playoffs, in denen sie in der ersten Runde in fünf Spielen von den Boston Celtics geschlagen wurden.

Verpflichtung von LeBron James und Chris Bosh (seit 2010)[Bearbeiten]

Mit fast 45 Millionen US-Dollar an Gehaltsspielraum hatten die Miami Heat die Chance, gleich mehrere NBA-Superstars unter Vertrag zu nehmen. Sie verlängerten den Vertrag von Dwyane Wade am 7. Juli 2010, nahmen Chris Bosh am selben Tag unter Vertrag[16] und bekamen eine Zustimmung von LeBron James am 8. Juli 2010.[17] Später am selben Tag wurde Michael Beasley, der bisher unter den Erwartungen der Miami Heat an ihn blieb, für einen Zweitrunden-Pick und zusätzliches Geld zu den Minnesota Timberwolves getradet.[18] Dwyane Wade wurde für 107,59 Millionen US-Dollar für sechs Jahre verpflichtet, während LeBron James und Chris Bosh beide für je 110,1 Millionen US-Dollar ebenfalls für je sechs Jahre verpflichtet wurden. Die drei NBA-Superstars gaben ihr gemeinsames Debüt am 9. Juli 2010 bei der „2010 Summer Heat Welcome Party“ in der American Airlines Arena. Dabei wurden sie als die Three Kings vorgestellt.[19]

Durch ihre Entscheidung für weniger Geld als die erlaubten maximalen Gehälter zu spielen, hatten die drei Superstars dem Management der Heat erlaubt, das Team weiter zu verbessern. Udonis Haslem’s Vertrag konnte ebenfalls verlängert werden und sie konnten sich zusätzlich noch mit Mike Miller, einem der besten Dreierschützen der Liga, verstärken. Kurz darauf wurde ein früherer Mitspieler von LeBron James aus seiner Zeit bei den Cleveland Cavaliers, Žydrūnas Ilgauskas, ebenfalls unter Vertrag genommen. Der Backcourt wurde mit Carlos Arroyo und Eddie House ebenfalls aufgebessert.

Die Saison 2010/11 startete jedoch nicht so erfolgreich wie von vielen erwartet. Die Miami Heat konnten nur neun von ihren ersten 17 Spielen für sich entscheiden und blieben unter den hohen Erwartungen. Das Blatt wendete sich jedoch im Dezember, in dem sie 15 Siege für sich verbuchten. In den Best of Seven Eastern Conference Finalspielen gegen die Chicago Bulls gewannen die Miami Heat mit 4:1 und zogen in die NBA Finals 2011 ein, wo sie gegen die Dallas Mavericks und den herausragenden Dirk Nowitzki mit 2:4 verloren. [20]

Die Saison 2011/12 beendeten die Heat mit 46 gewonnenen aus 66 Spielen. In den Playoffs schlugen sie in der ersten Runde die New York Knicks mit 4:1 in der Serie[21] und trafen daraufhin in der zweiten Runde auf die Indiana Pacers, die sie in sechs Spielen besiegen konnten. Im sechsten und letzten Spiel der Serie konnte Dwyane Wade 41 Punkte erzielen, was den Höchstwert dieser Serie darstellt.[22]Die Heat trafen daraufhin in den Eastern Conference Finals auf die Boston Celtics, gegen die sie das erste Spiel mit 93:79 gewinnen konnten. Auch das zweite Spiel konnten sie trotz eines zeitweiligen Rückstands von 15 Punkten und dem persönlichen Rekord von Rajon Rondo mit 44 Punkten für sich entscheiden.[23] In den NBA Finals 2012 konnten die Heat den zweiten Titel ihrer Teamgeschichte feiern, indem sie die Oklahoma City Thunder mit 4:1 bezwangen.

Titelverteidigung (2012/13)[Bearbeiten]

Am 11. Juli 2012 gaben die Heat die Neuverpflichtung von Ray Allen über drei Jahre bekannt. Der Shooting Guard hatte zuvor für die Boston Celtics gespielt und gilt als bester Dreierschütze aller Zeiten. Ebenfalls zur Saison 2012/13 wurde Rashard Lewis für zwei Jahre geholt. Mit dem 27. Sieg in Serie stellte Miami am 25. März 2013 einen neuen Franchise-Rekord auf. Die Siegesserie endete zwei Tage später mit einer Niederlage bei den Chicago Bulls. Wie bereits in den beiden Jahren zuvor konnten sich die Heat 2013 den Sieg in der Southeast Division sichern. Nach dem erneuten Gewinn der Eastern Conference konnten die Miami Heat durch einen 4:3-Sieg in den NBA Finals 2013 über die San Antonio Spurs den zweiten Meistertitel hintereinander und den dritten in der Franchise-Geschichte erringen. LeBron James wurde wie im zurückliegenden Jahr zum MVP der Regulären Saison sowie der Final-Serie gewählt.

NBA Finale (2013/14)[Bearbeiten]

In der Saison 2013/14 erreichten die Miami Heat wie im Vorjahr das NBA-Finale um wie in der vorherigen Saison wieder auf die San Antonio Spurs zu treffen. Die Heat unterlagen in der Finalserie mit 1:4.[24] Zusätzlich stiegen die Leistungsträger LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade aus ihren Verträgen aus. Am 10. Juli gab LeBron James seine Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers bekannt.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Miami Heat in der Saison 2013/14 (Stand: 23. Juli 2014)
Spieler
Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info College
0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Toney Douglas Guard 16.03.1986 188 cm Florida State
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Bosh Forward-Center 24.03.1984 211 cm Georgia Tech
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dwyane Wade Guard 17.01.1982 193 cm C Marquette
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Josh McRoberts Forward 28.02.1987 208 cm Duke
7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Hamilton Center 01.04.1990 213 cm Louisiana State
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Beasley Forward 09.01.1989 208 cm Kansas State
9 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Luol Deng Forward 16.04.1985 206 cm Duke
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Andersen Forward-Center 07.07.1978 208 cm Blinn College
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shabazz Napier Guard 14.07.1991 185 cm R Connecticut
15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Chalmers Guard 19.05.1986 185 cm Kansas
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Greg Oden Center 22.01.1988 213 cm Ohio State
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danny Granger Forward 20.04.1983 206 cm New Mexico
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Norris Cole Guard 13.10.1988 188 cm Cleveland State
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Ennis Forward 01.07.1990 201 cm R Long Beach State
34 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ray Allen Guard 20.07.1975 196 cm Connecticut
40 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Udonis Haslem Forward-Center 09.06.1980 203 cm C Florida
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Erik Spoelstra Cheftrainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob McAdoo Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Juwan Howard Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ron Rothstein Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Fizdale Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chad Kammerer Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Octavio De La Grana Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Foran Trainer für Kraft und Kondition
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jay Sabol Athletik Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rey Jaffet Assistent des Athletik Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rob Pimental Assistent des Athletik Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
Nr. Trikotnummer
Nat. Nationalität
C Mannschaftskapitän
R Rookie
IR Injured Reserve

Ehrungen und nennenswerte Leistungen[Bearbeiten]

Veteranentrikots
Nr. Nat. Name Position Zeit
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Hardaway Guard 1996–2001
33 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alonzo Mourning Center 1995–2002, 2005–2008
Allstars
Nat. Name Position Jahr
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Bosh Forward-Center 2011–2013
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Hardaway Guard 1997–1998
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LeBron James Forward 2011–2013
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony Mason Forward 2001
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alonzo Mourning Center 1996–1997, 2000–2002
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shaquille O'Neal Center 2005–2007
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Erik Spoelstra Coach 2013
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stan Van Gundy Coach 2005
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dwyane Wade Guard 2005–2013
Individuelle Auszeichnungen
Name Auszeichnung Jahr
LeBron James NBA Most Valuable Player 2012, 2013
LeBron James NBA Finals MVP 2012, 2013
Dwyane Wade NBA Finals MVP 2006
Dwyane Wade NBA All-Star Game MVP 2010
Dwyane Wade NBA Scoring Champion 2009
Alonzo Mourning NBA Defensive Player of the Year 1999, 2000
Isaac Austin NBA Most Improved Player 1997
Rony Seikaly NBA Most Improved Player 1990
Pat Riley NBA Coach of the Year 1997
Pat Riley NBA Executive of the Year 2011
Alonzo Mourning J. Walter Kennedy Citizenship Award 2002
P. J. Brown J. Walter Kennedy Citizenship Award 1997

Statistiken[Bearbeiten]

Saison für Saison
Jahr Siege:Niederlagen Siege [%] Play-offs
1988/89 15:67 18,3 nicht in den Play-offs
1989/90 18:64 22,0 nicht in den Play-offs
1990/91 24:58 29,3 nicht in den Play-offs
1991/92 38:44 46,3 erste Runde gegen die Chicago Bulls 0:3
1992/93 36:46 43,9 nicht in den Play-offs
1993/94 42:40 51,2 erste Runde gegen die Atlanta Hawks 2:3
1994/95 32:50 39,0 nicht in den Play-offs
1995/96 42:40 51,2 erste Runde gegen die Chicago Bulls 0:3
1996/97 61:21 74,4 Conference Finale gegen die Chicago Bulls 1:4
1997/98 55:27 67,1 erste Runde gegen die New York Knicks 2:3
1998/99 33:17 66,0 erste Runde gegen die New York Knicks 2:3
1999/00 52:30 63,4 Conference Halbfinale gegen die New York Knicks 3:4
2000/01 50:32 61,0 erste Runde gegen die Charlotte Hornets 0:3
2001/02 36:46 43,9 nicht in den Play-offs
2002/03 25:57 30,5 nicht in den Play-offs
2003/04 42:40 51,2 Conference Halbfinale gegen die Indiana Pacers 2:4
2004/05 59:23 72,0 Conference Finale gegen die Detroit Pistons 3:4
2005/06 52:30 63,4 NBA Champion gegen die Dallas Mavericks 4:2
2006/07 44:38 53,7 erste Runde gegen die Chicago Bulls 0:4
2007/08 15:67 18,3 nicht in den Play-offs
2008/09 43:39 52,4 erste Runde gegen die Atlanta Hawks 3:4
2009/10 47:35 57,3 erste Runde gegen die Boston Celtics 1:4
2010/11 58:24 70,7 NBA Finals gegen die Dallas Mavericks 2:4
2011/12 46:20 69,7 NBA Champion gegen die Oklahoma City Thunder 4:1
2012/13 66:16 80,5 NBA Champion gegen die San Antonio Spurs 4:3
All-Time-Statistik
Art der Statistik Gewonnen Verloren Gewonnen [%]
Miami Heat reguläre Saison Statistik (1988–2012/13) 1031 971 51,5
Miami Heat Playoff Statistik (1992–2012/13) 99 79 55,6
Gesamt 1130 1050 51,8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Miami Heat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Desert News: Billy Cunningham verlässt CBS um bei den Miami Heat zu bleiben, 16. Juli 1988
  2. NBA: Regular Season Records
  3. New York Times: Kevin Loughery wird neuer Trainer bei den Miami Heat, 17. Juni 1991
  4. NBA: Heat History 1997-1998
  5. „American Airlines Arena“ Homepage
  6. New York Times: NBA erlaubt 9-Spieler-Trade zwischen Hornets und Heat
  7. NBA: Dwyane Wade Biographie
  8. NBA: Largest Trades in NBA History
  9. ESPN: Riley returns, 16. Dezember 2005
  10. NBA: Wade leads Heat to 1st NBA Championship, 20. Juni 2006
  11. Yahoo Sports: Bulls 108 -Heat 66, 31. Oktober 2006
  12. ESPN: Wade injured in Riley's return, 21. Februar 2007
  13. NBA: Bulls sweep 2006 Champions, 30. April 2007
  14. Yahoo Sports: Suns, Heat einigen sich auf Shaq Trade, 6. Februar 2008
  15. EBSports: Wade's Season is over, 10. März 2008
  16. HULIQ: Miami Heat halten Wade, holen Bosh
  17. TV Guide: LeBron James verlässt Cavaliers für Heat, 8. Juli 2010
  18. ESPN: Heat deal Beasley, 10. Juli 2010
  19. NBA: Welcome to Miami, 9. Juli 2010
  20. NBA: Standings
  21. NBA.com – Link zur Ostküsten Serie 2011/12 Heat gegen Knicks
  22. Heat – Pacers bei nba.com
  23. Series Hub von der Serie Miami Heat gegen Boston Celtics, abgerufen am 31. Mai 2012
  24. San Antonio sichert sich fünfte NBA-MeisterschaftSpiegel, abgerufen am 16. Juni 2014