Micaela Schäfer

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Schäfer beim Bild-Renntag 2013 auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen
Micaela Schäfer in Würenlingen

Micaela Schäfer (* 1. November 1983 in Leipzig)[1][2] ist ein deutsches Model, Moderatorin und DJane. Größere Bekanntschaft erhielt Schäfer durch ihre Teilnahme an mehreren Reality-Shows, vor allem durch die Teilnahme an Germany’s Next Topmodel 2006 sowie Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! im Jahr 2012. Sie ist bekannt für sehr freizügige Auftritte, die sie auch in der Öffentlichkeit inszeniert.

Leben

Schäfer lebte zwei Jahre in Leipzig, bevor sie mit ihrer alleinerziehenden Mutter, einer Diplom-Ökonomin und Bibliotheksmitarbeiterin, in den Berliner Bezirk Marzahn[2] und später nach Hellersdorf zog und dort aufwuchs.[3] Ihren brasilianischen Vater, der Medizin studierte, lernte sie nie kennen.[4] Sie ging auf das Hellersdorfer Sartre-Gymnasium, das sie nach der zehnten Klasse verließ,[5] danach absolvierte sie eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten.[6]

Nach den in ihrer Autobiografie Lieber nackt als gar keine Masche dargestellten Erinnerungen entwickelte Micaela Schäfer bereits mit 12 oder 13 Jahren den Wunsch, Model zu werden und sammelte entsprechende Zeitungsausschnitte und Poster.[7] Zugleich war sie mit ihrem Körper, vor allem mit der Größe ihrer Nase sowie ihrer Brüste sehr unzufrieden, mit 15 Jahren ließ sie sich entsprechend die Nase korrigieren, mit 18 folgte eine erste Brustvergrößerung.[8] Nach diesen Schönheitsoperationen nahm Schäfer an verschiedenen Misswahlen teil und wurde 2003 „Miss Tempelhof“,[9] bei der darauffolgenden Wahl zur „Miss Berlin“ wurde sie Vierte.[10][9] 2004 wurde Micaela Schäfer „Miss Ostdeutschland“ und trat zur Wahl der „Miss Germany“ an, wurde jedoch aufgrund vorab veröffentlichter Oben-ohne-Fotos vom Wettbewerb ausgeschlossen, die kurz vorher bei einem Photoshooting für die deutsche Version des Penthouse entstanden waren.[11] Nach eigener Aussage überraschte sie der darauffolgende Presserummel, bei dem mehr über sie als über die neu gewählte Miss Germany berichtet wurde.[11] 2005 wählte man sie zur „Miss Venus“, im Folgejahr wurde sie „Miss Maxim“.[2]

2006 war sie Kandidatin der ersten Staffel der Castingshow Germany’s Next Topmodel von Heidi Klum beim Fernsehsender ProSieben und belegte den achten Platz, nachdem auch hier Erotikaufnahmen vor ihr skandalisiert wurden.[12] Im gleichen Jahr wurde sie „Miss Maxim“. Es folgten Fernsehauftritte in Sendungen der Sender RTL II und VOX, unter anderem bei Big Brother, Das Aschenputtel-Experiment, Das Supertalent, Reality Queens auf Safari und Das perfekte Dinner. Zudem war sie als Nebendarstellerin in Fernsehserien zu sehen, so in R. I. S. – Die Sprache der Toten, Der Kriminalist oder Anna und die Liebe, und sie hatte 2011 einen Kurzauftritt in dem Fernsehfilm Flirtcamp. 2012 erreichte Schäfer in der sechsten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! den vierten Platz. Im März des gleichen Jahres nahm sie am ProSieben-Promiboxen teil, bei dem sie gegen Indira Weis nach Punkten verlor.[12] Trainiert wurde sie dabei von der ehemaligen Weltmeisterin Susi Kentikian und dem Österreicher Oliver Obradovic.

Als Abstecher ins Musikbusiness veröffentlichte Schäfer 2009 in Zusammenarbeit mit Loona das Stück Life Is Just A Game. Ende 2011 erschien U-Bahn ins Paradies, ein zusammen mit dem Model Franziska Czurratis gesungener Titel. Damit war das Duo zuvor als La Mica & the Fränzi bei Das Supertalent aufgetreten. Als DJane La Mica legt Schäfer in Clubs Dance-Pop auf. Da sie dabei mitunter barbusig auftritt, erhielt sie die Bezeichnung Nackt-DJane.[13] 2012 gewann sie auf der Venus Berlin den Venus Award als „Bestes Erotikmodel des Jahres“, im gleichen Jahr wurde sie von den Lesern des Penthouse, in der sie im November 2012 posierte, zum „Penthouse Pet des Jahres 2012“ gewählt.[14] 2013 nahm sie am Promi-Frauentausch teil. Sie tauschte ihren Alltag mit dem von Schäfer Heinrich.[2]

Erotische Aufnahmen von Schäfer erschienen unter anderem in den Männermagazinen Penthouse, Playboy, Men’s Health und FHM. Sie moderierte zudem auf verschiedenen Pornomessen und modelte auf der Berliner Fashionweek. Die „Billig“-Werbung von redcoon unter Mitwirkung von Schäfer wurde 2013 vom Deutschen Werberat gerügt.[15] Die Dreharbeiten zum Musikvideo Freibierotto von den Dorfrockern sorgte im Vorfeld seiner Veröffentlichung durch ein Pressefoto für eine Kontroverse.[16]

2014 war Micaela Schäfer gemeinsam mit Bettie Ballhaus und Nina Kristin als Gesichter der Venus Berlin aktiv, bei der Vergabe der Venus Awards wurde sie zum zweiten Mal mit dem Preis als „Bestes Erotikmodel“ ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erschien Micaela Schäfers Autobiografie unter dem Titel Lieber nackt als gar keine Masche.[12] sowie die beiden Horrorfilme Seed 2: The New Breed und La Petite Mort II, in denen Marcel Walz Regie führte und Micaela Schäfer in Nebenrollen zu sehen ist.[17]

Filmografie

Micaela Schäfer mit Marcel Walz und Kollegen bei der Weltpremiere von La Petite Mort II in Mannheim; von links: Armin Barwich, Annika Strauß, Nicole Neukirch, Micaela Schäfer, Yvonne Wölke & Marcel Walz

Diskografie

  • 2010: Life is just a game 2010
  • 2011: U-Bahn ins Paradies – Micaela Schäfer feat. Fränzi
  • 2012: So Much Love
  • 2013: U Made for Me – Micaela Schäfer feat. Heidi Anne
  • 2013: Jump! – Oliver DeVille feat. Micaela Schäfer
  • 2014: Michaela
  • 2014: BlasmusikFinger & Kadel feat. Micaela Schäfer
  • 2015: Partypolizei

Auszeichnungen

Micaela Schäfer bei der Verleihung der Venus Awards 2014

Literatur

Weblinks

 Commons: Micaela Schäfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Internetpräsenz von Micaela Schäfer, 27. Januar 2012
  2. a b c d Micaela Schäfer bei fashion-future.com; abgerufen am 20. Januar 2015.
  3. Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 17 ff. ISBN 978-3-453-60310-3.
  4. Micaela Schäfer – Homevideo. Abgerufen am 18. November 2012.
  5. Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 24. ISBN 978-3-453-60310-3.
  6. Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 26. ISBN 978-3-453-60310-3.
  7. Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 20 ff. ISBN 978-3-453-60310-3.
  8. Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 25. ISBN 978-3-453-60310-3.
  9. a b Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 31 f. ISBN 978-3-453-60310-3.
  10. Thilo Schuster: Misswahl Berlin 2004. thilo-schuster.de, 31. Januar 2004, abgerufen am 23. Mai 2014 (deutsch).
  11. a b Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014; S. 32 ff. ISBN 978-3-453-60310-3.
  12. a b c Micaela Schäfer: Lieber nackt als gar keine Masche Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-60310-3.
  13. Micaela Schäfer und ihre erste Single als DJane "La Mica". bravo.de, 16. Januar 2012, abgerufen am 23. Mai 2014 (deutsch).
  14. Micaela Schäfer zum "Penthouse Pet des Jahres 2012" gewählt. top.de, 10. Dezember 2012; abgerufen am 20. Januar 2015.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatÖffentliche Rügen. werberat.de, seit 2005, abgerufen am 23. Mai 2014 (deutsch).
  16. „Dorfrocker“ entschuldigen sich für Skandal-Video - Micaela Schäfer nackt vorm Altar: „Der liebe Gott hatte nichts dagegen“. focus.de, 12. April 2014, abgerufen am 23. Mai 2014 (deutsch).
  17. Micaela Schäfer in der Internet Movie Database (englisch)Vorlage:IMDb Name/Wartung/Gleiche Kenner in Wikipedia und Wikidata