Michael Balthasar von Christalnigg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabdenkmal Christalniggs in der Stiftskirche Berchtesgaden

Michael Balthasar Graf von Christalnigg († 1768)[1] war Augustiner-Chorherr und von 1752 bis 1768 Fürstpropst von Berchtesgaden.

Leben[Bearbeiten]

Der Graf von Christalnigg ist an dem „Collegio Apolinari“ ausgebildet worden und hat gleich nach seinem Regierungsantritt als Fürstpropst ein neues Bibliotheksgebäude für die Büchersammlung des Stifts in Auftrag gegeben.[1]

Michael Balthasar Graf von Christalnigg ist 1768 gestorben und fand seine letzte Ruhestätte unter einer steinernen Grabplatte in der Stiftskirche in Berchtesgaden.

Wirken[Bearbeiten]

Während seiner Amts- und Regierungszeit beliefen sich die Schulden des Stifts auf 250.000 Gulden. Als er weitere 69.000 Gulden aufnehmen musste, um die laufenden Ausgaben zu bestreiten, zählten zu seinen neuen Geldgebern Klöster, Privatiers und laut Koch-Sternfeld „auch das bairische Cabinet“.[2] Umso erstaunlicher, dass er zu den Bauten seiner beiden Vorgänger in Berchtesgaden auf halber Höhe des Kälbersteins 1758 das Schloss „Fürstenstein“ errichtete, zu dem auch eine Schlosskapelle und andere Bauten wie ein Meierhof gehörten, und 1760 den „Calvarienberg“.[3] Christalnigg soll auch trotz des Geldmangels, die Stiftsbibliothek, von deren Anfängen nur wenig bekannt ist, besonders engagiert erweitert haben. Sie soll am Ende des 18. Jahrhunderts etwa 10.000 Bände umfasst haben.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Feulner: Berchtesgaden - Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Verlag Berchtesgadener Anzeiger, Berchtesgaden 1986 ISBN 3-925647-00-7, S. 182, 188.
  • A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 100, 106−111, 261–262.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 3. Joseph Lindauer, Salzburg 1815, ab S. 78 f. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. Manfred Feulner: Berchtesgaden - Geschichte des Landes und seiner Bewohner. S. 188
  3. Manfred Feulner: Berchtesgaden - Geschichte des Landes und seiner Bewohner. S. 182
  4. Zur Einrichtung der Bibliothek in Annemarie Spethmann: Historische Kataloge der Bayerischen Staatsbibliothek München, S. 169
Vorgänger Amt Nachfolger
Cajetan Anton Notthafft von Weißenstein Fürstpropst von Berchtesgaden
1752–1768
Franz Anton Josef von Hausen-Gleichenstorff