Michael Cuscuna

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Michael Cuscuna (* 20. September 1948 in Stamford, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Jazz-Produzent, besonders bekannt für seine Reissues bei Blue Note Records und bei Mosaic Records.

Cuscuna wuchs in New York auf und spielte Schlagzeug[1], Saxophon und Flöte, verfolgte aber von Anfang an eine Karriere als Musikjournalist und in der Plattenindustrie. Ende der 1960er Jahre hatte er ein Jazz-Programm für WXPN Radio und schrieb für Jazz-Magazine wie Down Beat. Anfang der 1970er Jahre begann er als Produzent für Atlantic Records zu arbeiten, wo er u.a. das Art Ensemble of Chicago und Dave Brubeck produzierte. Danach arbeitete er beispielsweise bei Motown und gab Platten des Impulse Labels bei ABC wieder heraus, bevor er 1975 bis 1981 umfangreiche Neuausgaben aus den Archiven von Blue Note Records organisierte und auch Musiker wie Tina Brooks der Vergessenheit entriß. 1982 gründete er mit seinem Blue-Note Kollegen Charlie Lourie Mosaic Records, die es sich zum Ziel setzten, vollständige Sessions in limitierter Auflage als Platten-Boxen neu herauszugeben. Außerdem setzte er seine Arbeit für die Neuauflage-Programme bei Blue Note und Impulse (die zu GRP gehören, heute Verve Music Group) fort.

Als Produzent führte er mehrfach die Polls von Down Beat an. 1999 erhielt er einen Grammy für die Liner Notes des Reissues von Aufnahmen des Miles Davis Quintetts 1965 bis 1968. 2012 erhielt er den Bruce Lundvall Award auf dem Jazzfestival in Montreal.

Bücher[Bearbeiten]

  • mit Michel Ruppli „Blue Note Label – a discography“, Greenwood Press, revised edition 2001, 936 Seiten, ISBN 0313318263
  • mit Michel Lourie, Oscar Schnider „Blue Note: Jazz Photography of Francis Wolf“, Universe Publishing 2000, ISBN 0789304937, deutsch 1995

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. nach eigenen Worten in einem Interview 1997 für PBS war es das Erlernen von Schlagzeugsolos anhand von Gene Krupa oder Joe Morello Aufnahmen, die ihn zum Jazz führten. Cuscuna war einer der Berater für die Dokumentarfilmserie über Jazz von Ken Burns bei PBS.