Michael Epkenhans

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Michael Epkenhans (* 27. Juni 1955 in Wiedenbrück) ist ein deutscher Militärhistoriker.

Michael Epkenhans studierte von 1975 bis 1982 Geschichte und Anglistik an der Universität Münster. 1989 promovierte er mit einer Arbeit über die die wilhelminische Flottenrüstung von 1908 bis 1914. Von 1989 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Volontär am Provinzialinstitut für Westfälische Landes- und Volksforschung in Münster. Von 1992 bis 1996 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg. Von 1994 bis 1996 war er Lehrbeauftragter für Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg. Von 1996 bis 2009 war er Direktor der Otto-von-Bismarck-Stiftung mit Sitz in Friedrichsruh bei Hamburg. 2004 erfolgte die Habilitation an der Universität Hamburg im Fach Neuere Geschichte. Epkenhans ist außerplanmäßiger Professor an der Universität Hamburg. Im Februar 2009 wurde Epkenhans der Forschungsdirektor des Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam.[1] Seit 2013 leitet er die Abteilung Forschung am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Er ist bekannt geworden durch seine Arbeiten über die Kaiserliche Marine. Zu dessen weiteren Publikationen zählen verschiedene Darstellungen zur deutschen Geschichte der Neuzeit, insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Monografien

  • mit Jörg Reichel-Schult: 100 Jahre Technische Marineschulen. 1913–2013. Marinetechnikschule, Kramerhof-Parow 2013, online (PDF; 8,6 MB).
  • Geschichte Deutschlands. Von 1648 bis heute. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2159-6 (mehrere Ausgaben).
  • Tirpitz. Architect of the German High Seas Fleet. Potomac Books, Washington DC 2008, ISBN 978-1-57488-732-7 (Rezension).
  • Die wilhelminische Flottenrüstung 1908–1914. Weltmachstreben, industrieller Fortschritt, soziale Integration (= Beiträge zur Militärgeschichte. Bd. 32). Oldenbourg u. a., München u. a. 1991, ISBN 3-486-55880-3 (Zugleich: Münster, Universität, Dissertation, 1989).

Herausgeberschaften

  • mit Ulrich von Hehl: Otto von Bismarck und die Wirtschaft. Schöningh, Paderborn 2013, ISBN 978-3-506-77714-0.
  • mit Carmen Winkel: Die Garnisonkirche Potsdam. Zwischen Mythos und Erinnerung. Rombach, Freiburg im Breisgau u. a. 2013, ISBN 978-3-7930-9729-7.
  • mit Ralf Stremmel: Friedrich Alfred Krupp. Ein Unternehmer im Kaiserreich. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60670-0 (Rezension).
  • mit Gerhard P. Groß: The Danish Straits and German Naval Power 1905–1915 (= Potsdamer Schriften zur Militärgeschichte. Bd. 13). Militärgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam 2010, ISBN 978-3-941571-11-2.
  • mit Jörg Hillmann und Frank Nägler: Skagerrakschlacht. Vorgeschichte – Ereignis – Verarbeitung (= Beiträge zur Militärgeschichte. Bd. 66). Oldenbourg, München 2009, ISBN 978-3-486-58803-3 (2. Auflage. ebenda 2010, ISBN 978-3-486-70270-5).
  • mit Andreas Biefang und Klaus Tenfelde: Das politische Zeremoniell im Deutschen Kaiserreich 1871–1918 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Bd. 153). Droste, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-7700-5291-2 (Rezension).
  • mit Hans Ehlert und Gerhard P. Groß: Der Schlieffenplan. Analysen und Dokumente (= Zeitalter der Weltkriege. Bd. 2). Schöningh, Paderborn u. a. 2006, ISBN 3-506-75629-X (2., durchgesehene Auflage. ebenda 2007, ISBN 978-3-506-75629-9).
  • mit Gerhard P. Groß: Das Militär und der Aufbruch in die Moderne 1860 bis 1890. Armeen, Marinen und der Wandel von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Europa, den USA sowie Japan (= Beiträge zur Militärgeschichte. Bd. 60). Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56760-8 (Rezension).

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. sfk: Michael Epkenhans leitet Forschung des MGFA. In: Die Welt, 8. Januar 2009.