Michael Everson

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Michael Everson

Michael Everson (* 9. Januar 1963 in Norristown, Pennsylvania) ist ein Experte in den Schriften der Welt. Er ist Sprachwissenschaftler, Schriftsetzer, Schriftentwerfer und Typograf und einer der Mitverfasser des Unicode-Standards.

Leben[Bearbeiten]

Everson wurde in Norristown, Pennsylvania geboren und zog im Alter von 12 Jahren nach Tucson, Arizona um. Sein Interesse an den Werken von J.R.R. Tolkien führte ihn zuerst zu Altenglisch und dann zu den anderen germanischen Sprachen. Er studierte Deutsch, Spanisch und Französisch für seinen B.A. an der Universität von Arizona (1985) und an der Geschichte von Religionen und an der indoeuropäischen Sprachwissenschaft für seinen M.A. an der Universität von Kalifornien, Los Angeles (1988). Er zog nach Dublin 1989 um und war ein Fulbright-Scholar in der Fakultät für keltische Studien, University College Dublin (1991). Er wurde als irischer Bürger 2000 eingebürgert. Im September 2004 zog er nach Westport, County Mayo um. Er ist Buddhist.

Arbeit[Bearbeiten]

Everson ist in der Unterstützung sprachlicher Minderheiten, besonders im Bereich von Zeichensatznormierung und Internationalisierung, aktiv. Er ist nicht nur einer der Mitverfasser des Unicode-Standards, sondern auch Redakteur von ISO/IEC 10646, Registrator für ISO 15924 und sub-tag reviewer für RFC 3066. Er hat zur Kodierung vieler Schriften und Zeichen in diesen Normen beigetragen und den „Bulldog“-Preis des Unicode Consortium 2000 für seine technischen Beiträge zur Entwicklung und zur Förderung des Unicode-Standards erhalten. 2004 wurde Everson zum Leiter von ISO TC46/WG3 (Konvertierung der schriftlichen Sprachen) ernannt, die für Transkriptionsnormen verantwortlich ist.

Everson ist aktiv in die Kodierung vieler Schriften in den Unicode und ISO/IEC 10646 Normen miteinbezogen worden, einschließlich Altitalisch, Äthiopisch, Balinesisch, Birmanisch, Brailleschrift, Buginesisch, Buid, Cherokee, Deseret, Georgisch, Glagoliza, Gotisch, Hanunó'o, Kanadische Eingeborenenschriften, Keilschrift, Khmer, Koptisch, Kyprisch, Lepcha, Limbu, Linear B, Mongolisch, Neu Tai Lue, N'Ko, Ogam, Ol Chiki, Osmanya, Persische Keilschrift, Phönizisch, Runen, Saurashtra, Shaw-Alphabet, Singhalesisch, Tagalog, Tagbanuwa, Tai Le, Thaana, Tibetisch, Ugaritisch, Vai, und Yi, sowie viele Zeichen, die dem lateinischen, dem griechischen, dem kyrillischen und den arabischen Schriften gehören.

Zusammen mit John Cowan ist er auch für das ConScript Unicode Register verantwortlich. Dies ist ein Projekt, das dazu dient, einige künstliche Schriften im Unicode-Bereich für privaten Gebrauch zu koordinieren. Unter den „kodierten“ Schriften im CSUR wurden das Shaw-Alphabet und Deseret schließlich formell in Unicode aufgenommen; zwei andere konstruierte Schriften in Erwägung sind Tengwar und Cirth.

Everson hat auch locale- und Spracheninformationen für viele Sprachen, von der Unterstützung für die irische Sprache und die anderen keltischen Sprachen bis zu den Minderheitensprachen von Finnland erstellt. 2003 wurde er durch das United Nations Development Programme beauftragt, einen Bericht über die locale-Anforderungen für die Hauptsprachen von Afghanistan (Paschtu, Dari und Usbekisch) vorzubereiten; zusammen mit Roozbeh Pournader verfasst, wurde der Bericht durch das Ministerium für Kommunikationen der Afghanischen Islamischen Übergangsregierung indossiert. Vor kurzem hat die UNESCO-Initiative B@bel Eversons Arbeit finanziert, um die N'Ko- und balinesische Schriften zu kodieren.

Er hat auch ein besonderes Interesse an Typographie und hat viele Bücher auf Irisch gesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]