Michael II. (Byzanz)

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Dieser Artikel behandelt den byzantinischen Kaiser Michael II. mit dem Beinamen „Psellos“; zum gleichnamigen Historiker siehe Michael Psellos.
Münzen von Michael II. und Theophilos.

Michael II. (griechisch Μιχαήλ B’, genannt „der Stotterer“ (ho Psēllos ὁ Ψηλλός bzw. ho Traulos ὁ Τραυλός) oder „der Amorier“ (ho Amorieus ὁ Ἀμοριεῦς), * 770 in Amorion in Phrygien; † 2. Oktober 829 in Konstantinopel), war byzantinischer Kaiser von 820 bis 829 und begründete die amorische Dynastie.

Michael begann seine Karriere als Soldat, stieg aber aufgrund seiner Fähigkeiten bis zum General auf. 803 war er an der Usurpation des Bardanes Turkos, dessen Tochter Thekla er heiratete, gegen Kaiser Nikephoros I. beteiligt. Er unterstützte 813 auch die Inthronisierung des mit ihm bekannten Leo, wurde dann aber, als eine Verschwörung gegen den Kaiser entdeckt wurde, im Dezember 820 zum Tode verurteilt. Seinen Anhängern gelang es jedoch, Leo zu ermorden, Michael aus dem Gefängnis zu holen und als erstes Mitglied der Amorischen Dynastie oder auch Phrygischen Dynastie (nach der Herkunftsregion Michaels II.) auf den Thron zu setzen. Der rechtmäßige Thronfolger Konstantin wurde nach Proti verbannt, entmannt und ins Kloster gesteckt.

Mehrere Merkmale kennzeichnen Michaels Regierung: Der Kampf gegen seinen ehemaligen Waffengefährten, den General Thomas, der den Thron für sich beanspruchte (820–823) im Bündnis mit Khan Omurtag; die Eroberung Kretas durch die Sarazenen 823 und der Beginn deren Angriffe auf Sizilien 827 im Zusammenhang mit der Usurpation des Euphemios.

Trotz seiner ikonoklastischen Sympathien bemühte er sich, die Bilderverehrer zu beschwichtigen, zog sich jedoch den Zorn der Mönche zu, als er eine zweite Heirat mit Euphrosyne einging, der Tochter Konstantins VI.

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Leo V. Kaiser von Byzanz
820–829
Theophilos