Michael Landau (Musiker)

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Michael Landau, 2008

Michael Landau (* 1. Juni 1958 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Gitarrist, Studiomusiker und Songwriter.

Karriere[Bearbeiten]

Michael „the Man“ Landau ist einer der gefragtesten Studiomusiker der USA. Er gilt heute schon bei Fans und Fachleuten als lebende Studiolegende. Er hat bereits viele Stars der amerikanischen Rock- und Popszene bei Aufnahmen oder Kompositionen unterstützt, so zum Beispiel Steve Lukather, Richard Marx, Pink Floyd, Chicago, Cher, Joni Mitchell, Michael McDonald oder Rod Stewart. Aber auch andere bekannte Künstler der Pop- und Rockmusik engagieren ihn häufig; so hat er unter anderem auf Alben von Jennifer Lopez, Seal, Anastacia, Christina Aguilera, Céline Dion, Madonna, Michael Bolton, Teri DeDario, Vasco Rossi oder Mariah Carey mitgewirkt.

Landau betreibt aber auch eigene Projekte, wie zum Beispiel die Bands Burning Water und The Raging Honkies, mit denen er insgesamt sechs Alben veröffentlichte. Auch einige Soloalben von ihm sind bereits erschienen, unter anderem die erfolgreichen Platten Tales from the Bulge und Star Spangled Banner sowie das Album Live 2000. Mit Robben Ford gründete Landau die Band Renegade Creation, die bereits zwei Alben veröffentlicht hat.[1] Außerdem spielt Landau mit Wayne Krantz und Jimmy Herring in der Band The Ringers.[2]

Für die Musik zu der Komödie Das Geheimnis meines Erfolges wurde er als Co-Autor 1988 für den Golden Globe Award nominiert.

Michael Landau ist schon seit Schulzeiten mit Steve Lukather eng befreundet. Beide haben teilweise einen sehr ähnlichen Gitarrenstil. Sein Bruder Teddy Landau, Bassist bei Burning Water, den Raging Honkeys und vielen seiner Soloprojekte, ist mit der Sängerin Michelle Branch verheiratet.

Stil[Bearbeiten]

Eines seiner Markenzeichen sind seine „Magic Chords“ - per Volumesweller/-pedal „hineingeschwebte“ Akkorde/Akkordreste bzw. Single Notes, die gewissen Passagen eines Songs ein „engelsgleiches“ Schweben und somit einen zusätzlichen Effekt geben. Vornehmlich bei Balladen, z. B. im Stile von Mariah Carey, Céline Dion oder Michael Bolton, finden sich diese wieder. Die „Magic Chords“ kann man sehr gut auf Landaus erstem Soloalbum Tales from the Bulge hören.

Solistisch zeichnet sich Landau durch elegante, weiche Single-Note-Linien aus, die grundsätzlich bluesbasiert sind, jedoch viele jazzige und Fusion-Elemente aufweisen.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Michael Landau hatte zeitweilig ein eigenes Gitarrenmodell bei den US-amerikanischen Gitarrenherstellern Tyler Guitars und Suhr Guitars. Seit 2013 stellt Fender Replikas seiner beiden Vintage Fender Stratocasters her, die auch im Handel vertrieben werden.[3] Daneben setzte Landau in der Vergangenheit auch Gibson-Les-Paul-Modelle ein. Als Verstärker benutzt er vorrangig einen Custom Audio OD100 Classic Plus, an dessen Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Darüber hinaus verwendet er im Studio diverse Fender, Marshall Plexi und Suhr Amps.[4]

Diskografie (Auszug)[Bearbeiten]

  • 1987: A Momentary Lapse of Reason (Pink Floyd)
  • 1989: Lukather (Steve Lukather), Los Lobotomys (Los Lobotomys)
  • 1990: Tales from the Bulge
  • 1993: Burning Water (Burning Water)
  • 1994: Mood Elevator und Live and Lit (beide Burning Water, letzteres aufgenommen 1992-93)
  • 1995: We Are the Best Band (The Raging Honkies)
  • 1996: Abbandonato (Burning Water)
  • 1997: Boner (The Raging Honkies)
  • 2000: Live 2000 (Michael Landau Trio), Give Me A Ride (Stolenfish)
  • 2001: Star Spangled Banner, Irresistible (Jessica Simpson)
  • 2002: Twisted Angel (LeAnn Rimes), L.A. Reflections (AOR), Like I Said (Stolenfish)
  • 2004: My Own Best Enemy (Richard Marx)
  • 2006: Live (Michael Landau Group, Doppel-CD)
  • 2012: Organic Instrumentals (The Michael Landau Group)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.robbenford.com/renegadePage.html
  2. http://www.theringerslive.com
  3. http://www.fender.com/en-DE/guitars/stratocaster/michael-landau-signature-1963-relic-stratocaster-round-laminated-rosewood-fiesta-red-over-3-color-sunburst
  4. Mike Landaus Website Abgerufen am 28. Mai 2010

Weblinks[Bearbeiten]