Michael Lauber
Michael «Mike» Christoph Lauber (* 12. Dezember 1965 in Olten;[1] heimatberechtigt in Winterthur und Luzern[2]) ist ein Schweizer Jurist. Seit 2012 ist er Bundesanwalt der Schweizerischen Eidgenossenschaft und somit Amtsleiter der Schweizerischen Bundesanwaltschaft für die Amtsperiode von 2012 bis 2015.
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Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]
1992 schloss Michael Lauber das Rechtsstudium an der Universität Bern ab und erlangte das Anwaltspatent.[3]
Von 1992 bis 1993 war er Untersuchungsrichter im Kanton Bern, anschliessend bis 1995 Chef der Spezialfahndung I der Berner Kriminalpolizei. Danach leitete er während fünf Jahren bis 2000 die Zentralstelle Organisierte Kriminalität im Bundesamt für Polizei.[4] Von 2000 bis 2001 arbeitete er als Rechtsanwalt in Zürich und war Geschäftsführer von PolyReg[5], einer Selbstregulierungsorganisation von Finanzintermediären.[6][3]
Ab 2001 war Lauber im Fürstentum Liechtenstein tätig. Bis 2004 war er Leiter der Meldestelle für Geldwäscherei Financial Intelligence Unit (FIU) und zwischen 2004 und 2010 Geschäftsführer des Liechtensteinischen Bankenverbandes (LBV). Von Anfang 2010 bis Ende 2011 war er Präsident des Aufsichtsrates der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA).[4][3]
Am 28. September 2011 wählte ihn die Vereinigte Bundesversammlung mit 203 von 206 gültigen Stimmen auf Vorschlag der Gerichtskommission der eidgenössischen Räte[7] zum Bundesanwalt für die Amtsperiode von 2012 bis 2015. Er löste damit Erwin Beyeler ab, der im Juni 2011 nicht wiedergewählt wurde.[4]
Frühere Tätigkeiten[Bearbeiten]
Lauber war Geldwäschereievaluator für Russland, Zypern, Oman, Luxemburg und Monaco, Experte für schwere Wirtschaftskriminalität, organisierte Kriminalität und Geldwäscherei in verschiedenen Projekten des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Zentralasien. Er war Referent bei verschiedenen nationalen und internationalen Gremien und Foren zum Thema Geldwäscherei und Lehrbeauftragter an der Universität Liechtenstein.[2]
Lauber ist Sohn eines Pfarrers und einer Mathematikerin und stammt aus dem Kanton Solothurn.[8] Er ist parteilos[7] und lebt mit seinem Partner in Zürich.[9]
Weblinks[Bearbeiten]
- Michael Lauber auf der Website der Bundesanwaltschaft
- Günther Meier: Der Sanierer des Finanzplatzes. In: Neue Zürcher Zeitung vom 26. August 2011
- Thomas Knellwolf: Der smarte Mafiajäger und Majestätskritiker. In: Tages-Anzeiger vom 24. September 2011
- Leo Müller: Bundesanwaltschaft: Mutmacher. In: Bilanz 8/2012 vom 25. April 2012
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Michael Lauber, Internationales Biographisches Archiv 32/2012 vom 7. August 2012, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 28. September 2012
- ↑ a b 11.213 b Bundesanwältin/Bundesanwalt. Wahl für die Amtsdauer 2012–2015. Bericht der Gerichtskommission vom 24. August 2011
- ↑ a b c Michael Lauber. Lebenslauf in: Finanzmarktaufsicht Liechtensteins (FMA), abgerufen am 29. September 2011 (PDF-Datei, Archiv-Version)
- ↑ a b c Die Bundesversammlung wählt Michael Lauber zum Bundesanwalt. In: Swissinfo vom 28. September 2011 (Archiv-Version)
- ↑ Website von PolyReg
- ↑ Hubert Mooser: Ein später Sieg über Valentin Roschacher. In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 25. August 2011
- ↑ a b Michael Lauber soll neuer Bundesanwalt werden. In: Schweizer Fernsehen vom 24. August 2011
- ↑ Sandro Brotz: «Beim Yoga denke ich an Geldwäscherei». Interview in: Der Sonntag vom 31. März 2012 (Archiv-Version)
- ↑ Catherine Boss: «Ich werde entscheiden, welche Ressourcen nötig sind». Interview in: SonntagsZeitung vom 2. Oktober 2011 (Archiv-Version)
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Erwin Beyeler | Bundesanwalt der Schweizerischen Eidgenossenschaft 2012— |
— |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lauber, Michael |
| ALTERNATIVNAMEN | Lauber, Michael Christoph (vollständiger Name); Lauber, Mike (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Jurist und Bundesanwalt |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1965 |
| GEBURTSORT | Olten |