Michael Meeks

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Basketballspieler
Michael Meeks
Spielerinformationen
Voller Name Michael Alexander Meeks
Geburtstag 23. Februar 1972
Geburtsort Kingston, Jamaika
Größe 207 cm
Position Power Forward /
Center
College Canisius
NBA Draft ungedraftet (1996)
Vereinsinformationen
Verein BG Göttingen
Liga BBL
Vereine als Aktiver
1993–1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Canisius Golden Griffins
1996–1997 TurkeiTürkei Darûşşafaka S.K. Istanbul
1997–1998 DeutschlandDeutschland Brandt Hagen
1998–2000 FrankreichFrankreich Besançon BCD
2000–2001 RusslandRussland UNICS Kazan
2001–2002 ItalienItalien Fabriano Basket
2002–2004 KroatienKroatien KK Zadar
2004–2005 ItalienItalien Viola Reggio Calabria
2005–2006 DeutschlandDeutschland Telekom Baskets Bonn
2006 0 0 00TschechienTschechien ČEZ Nymburk
2007–2009 BelgienBelgien Euphony Bree
2009–2011 DeutschlandDeutschland BG Göttingen
Nationalmannschaft
1995–2002 Kanada
Vereine als Trainer
2011–2012 DeutschlandDeutschland BG Göttingen
2012–2014 DeutschlandDeutschland s.Oliver Baskets (Ass.-Coach)

Michael Meeks (* 23. Februar 1972 in Kingston, Jamaika) ist ein ehemaliger kanadischer Basketballspieler und heutiger Basketball-Trainer, der seit einigen Jahren auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.[1]

College[Bearbeiten]

Meeks spielte am College in Buffalo und gehörte zu den erfolgreichsten Punktesammlern in der Geschichte des Canisius College.[2] In seinem letzten Jahr am College gewann man die Meisterschaft der Metro Atlantic Athletic Conference, bei der Meeks zum „Most Valuable Player“ des Finalturniers gewählt wurde, und er konnte sich mit der Mannschaft für die NCAA-Endrunde qualifizieren, in der Geschichte des College zum ersten Mal seit den fünfziger Jahren wieder.[3] Für seine Leistungen wurde er Ende 2006 in die „Sports Hall of Fame“ (deutsch : Ruhmeshalle des Sports) seines Colleges berufen.[4]

Trotz seiner guten Leistungen im College wurde er im NBA-Draft 1996 nicht berücksichtigt und teilt damit das Schicksal des späteren NBA All-Stars Ben Wallace. In diesem Draft war aber auch besonders starke Konkurrenz, neben seinem Landsmann Steve Nash wurden neun weitere All-Stars in diesem Jahrgang ausgewählt.

Europa[Bearbeiten]

Außer in der spanischen Liga ACB und der griechischen A1 Ethniki hat Meeks im Laufe seiner Karriere eigentlich in allen bedeutenderen europäischen Basketballligen gespielt. Seine erste Station in der deutschen Bundesliga war in der Saison 1997/98 Brandt Hagen. Der Verein musste sechs Jahre später Insolvenz anmelden. Ein ähnliches Schicksal erlitt später sein ehemaliger italienischer Verein Fabriano Basket in 2008. In der Saison 2005/06 war Telekom Baskets Bonn seine zweite deutsche Station, wo er gleich zum neuen Mannschaftskapitän ernannt wurde.[5] Unrühmlicher Höhepunkt seines Jahres in Bonn war ein unsportliches Foul am Bamberger Uvis Helmanis in einem hitzigen Play-Off-Viertelfinale, was ihm am Ende seiner Bonner Zeit sechs Spiele Sperre einbrachte.[6] Im November 2009 erhielt Meeks beim Bundesligisten BG Göttingen im Alter von 37 Jahren zunächst einen Drei-Monats-Vertrag, der dann bis zum Ende der Saison verlängert wurde.[1] Mitte November 2010 kehrte er zur BG Göttingen zurück, nachdem er zunächst keinen neuen Vertrag für die Saison 2010/2011 erhalten hatte. Er soll als Routinier helfen, das junge Team durch die Saison zu führen.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Zur Saison 2011/2012 beendete Meeks seine aktive Karriere und wurde Co-Trainer bei seinem vorherigen Verein BG Göttingen. Nach einem schwachen Saisonstart wurde Meeks Nachfolger von Stefan Mienack als Headcoach der BG Göttingen.[7] Doch auch unter Meeks konnte der Abstieg nicht verhindert werden. Nachdem lange Zeit unklar war, ob die Göttinger aufgrund finanzieller Probleme 2012/2013 in der Pro A starten können wurde im Juni 2012 grünes Licht von Seiten des Vereins und der Liga gegeben. Um einen kompletten Neustart zu schaffen entschloss sich der Club aber in der zweiten Liga einen neuen Headcoach zu verpflichten und nicht weiter mit Michael Meeks zusammen zu arbeiten.

Michael Meeks wurde daraufhin neuer Assistant-Coach der s.Oliver Baskets aus Würzburg. Er erhielt dort zunächst einen Vertrag bis 2013, welcher im Sommer 2013 bis ins Jahr 2014 verlängert wurde. Im November 2013 wurde Meeks zum Interims-Headcoach befördert, nachdem Marcel Schröder nach einem schwachen Saisonstart entlassen wurde. Nach dem sportlichen Abstieg 2014 erhielt Meeks zur Saison 2014/2015 keinen neuen Vertrag als Assistant-Coach in Würzburg.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Michael Meeks spielte einige Jahre für die kanadische Nationalmannschaft. An Endrunden konnte er dabei an den Basketball-Amerikameisterschaften 1995, 1997, 1999 (Silber) & 2001 (Bronze), an den Basketball-Weltmeisterschaften 1998 und 2002 sowie an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney teilnehmen.

Erfolge[Bearbeiten]

  • 2000: Siebter Platz Olympia 2000
  • 2001: Russischer Vizemeister 2001 und Halbfinale Saporta-Cup
  • 2003: Adria-Liga-Sieger, Kroatischer Pokalsieger und Halbfinale Meisterschaft
  • 2004: Vize Kroatische Meisterschaft und Pokal
  • 2008: Vize Belgische Meisterschaft und Halbfinale Pokal
  • 2010: Sieger der EuroChallenge mit der BG Göttingen

Sonstiges[Bearbeiten]

In seiner Freizeit spielt Meeks gerne Gitarre und betätigt sich als Fotograf.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Björn-Lars Blank: Mit Meeks die makellose Heimbilanz wahren - Michael Meeks verstärkt die Veilchen – Dienstag: MEG Göttingen empfängt Telekom Baskets Bonn. MEG Göttingen, 16. November 2009, abgerufen am 16. März 2012 (Pressemitteilung).
  2. 2011-12 Canisius College Men's Basketball Media Guide. ISSUU.com, 10. November 2011, S. 70ff., abgerufen am 16. März 2012 (englisch).
  3. 2011-12 Canisius College Men's Basketball Media Guide. ISSUU.com, 10. November 2011, S. 97/98, abgerufen am 16. März 2012 (englisch).
  4. Canisius Selects Six to Join Sports Hall of Fame. Canisius College Athletics, 18. Dezember 2006, abgerufen am 30. November 2009 (englisch, Pressemitteilung).
  5. a b Spielerprofil Telekom Bonn 2005: http://www.telekom-baskets-bonn.de/team/meeks.htm abgerufen am 30. November 2009
  6. Pressemitteilung Telekom Baskets Bonn, 6. Mai 2006: http://www.telekom-baskets-bonn.de/news/artikel.php?id=165589 abgerufen am 30. November 2009
  7. Michael Meeks ab sofort Headcoach bei der BG Göttingen. BG 74 Göttingen, 1. Dezember 2011, abgerufen am 16. März 2012 (Pressemitteilung).