Michael Meyenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lucas Cranach der Jüngere: Epitaph für Michael Meyenburg in Nordhausen, dat. 1558. Im Vordergrund Meyenburg mit Familie, dahinter die Auferweckung des Lazarus sowie Personen der Reformation

Michael Meyenburg, auch Michel Meienburg, (* um 1491 in Steinau an der Straße; † 13. November 1555 in Nordhausen) war ein der Reformation nahestehender Bürgermeister der freien Reichsstadt Nordhausen.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Erfurt in den Jahren 1506–1509 wurde Meyenburg Stadtschreiber in Nordhausen und stieg dort bis zum Bürgermeister auf. Schon frühzeitig schloss er sich den Ideen Martin Luthers an und schloss Freundschaften zu Justus Jonas und Philipp Melanchthon.

In seiner amtlichen Tätigkeit genoss er auch das Vertrauen der Vertreter der umliegenden Reichsstädte Mühlhausen und Goslar, die er auf Kreis-, Reichs- und Städtetagen und bei mehreren Prozessen vor dem Reichskammergericht vertrat. Persönlich zu finanziellem Reichtum gelangt, konnte er mehrere Geldanleihen tätigen, so etwa an die Grafen zu Stolberg.

Meyenburg war Gesellschafter der gräflich-mansfeldischen Kupferhütte an der Steinach und hatte einen Anteil an diesem Unternehmen, der bei seinem Tod auf 27.880 Gulden berechnet wurde.

Er hinterließ die Söhne Caspar, Christoph, Hans und Michael. Seine Tochter Ursula heiratete Thomas Matthias.

Ehrungen[Bearbeiten]

Das nach Michael Meyenburg benannte Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen
  • Kunsthaus Meyenburg Nordhausen, zuvor Meyenburg-Museum Nordhausen

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]