Michael Parenti
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Michael Parenti (* 1933) ist ein marxistischer US-amerikanischer Politologe, Historiker und Autor von 19 Büchern und 250 Artikeln. Er bekam den Doktor-Titel in Politik 1962 von der Yale-Universität verliehen und lehrte später auf mehreren Universitäten und Colleges. Heute ist er in politischen Talkshows auf Radiosendern zu hören. Seine Werke sind weltweit bekannt.
Für sein Buch The Assassination of Julius Caesar wurde er für den Pulitzer-Preis nominiert.
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[Bearbeiten] Kritik
Michael Parenti wandte sich gegen die Reformen von Michail Gorbatschow, weil sie in seinen Augen einer Einführung des Kapitalismus gleichkamen. Er kritisiert die allgemeinen Geschichtsbücher über den sowjetischen Diktator Josef Stalin.
Im Buch Blackshirts and Reds schätzt er die Opfer der kommunistischen Regierung von 1921 bis 1955, die exekutiert worden sind, auf 799.455. Seine Quelle ist dabei Prof. J. Arch Getty. In dem Buch wird auch beschrieben, dass die meisten GULAG-Insassen wegen unpolitischer Verbrechen wie z. B. Vergewaltigung oder Mord einsaßen.
Parenti betont in seinem Buch auch die Fortschritte auf den Feldern Literatur, Lohn, Gesundheit und Frauenrechte unter der Herrschaft von Josef Stalin.
Michael Parenti ist ein scharfer Kritiker von Leo Trotzki. Nach seiner Meinung wäre er der autoritärere „bolschewistische“ Diktator gewesen.
Man wirft ihm vor, ein Apologet Josef Stalins zu sein, auch wenn in seinem Buch eindeutig gesagt wird, dass es in der UdSSR politische Repression und politischen Mord gab und man nicht eine zu positive Sicht auf die UdSSR haben solle.
In To Kill A Nation beschrieb er die Kriegsverbrechen der Gegner von Slobodan Milošević. Er kritisierte auch die Einführung des Kapitalismus im ehemaligen Jugoslawien. Man wirft ihm (ähnlich wie Peter Handke) Sympathien für Slobodan Milošević vor. Michael Parenti leugnet allerdings die Verbrechen serbischer Soldaten keineswegs.
[Bearbeiten] Bibliografie
- 1969 - The Anticommunist Impulse
- 1971 - Trends and Tragedies in American Foreign Policy
- 1974 - Democracy for the Few (8. Auflage 2007)
- 1975 - Ethnic and Political Attitudes
- 1978 - Power and the Powerless
- 1989 - The Sword and the Dollar: Imperialism, Revolution, and the Arms Race
- 1992 - Make-Believe Media: The Politics of Entertainment
- 1993 - Inventing Reality: Politics of News Media
- 1994 - Land of Idols: Political Mythology in America
- 1995 - Against Empire
- 1996 - Dirty Truths
- 1997 - Blackshirts and Reds, Rational Fascism and the Overthrow of Communism
- 1998 - America Besieged
- 1999 - History as Mystery
- 2001 - To Kill A Nation, The Attack on Yugoslavia
- 2002 - The Terrorism Trap, September 11 and Beyond
- 2003 - The Assassination of Julius Caesar, A People's History of Ancient Rome
- 2004 - Superpatriotism
- 2006 - The Culture Struggle
- 2007 - Contrary Notions: The Michael Parenti Reader
[Bearbeiten] Literatur
- Michael Klundt (Hg.): Kapitalismus versus Barbarei? Die Geschichtsschreibung der neuen Weltordnung. Köln: PapyRossa, 2007. Mit Beiträgen von Domenico Losurdo, Eric Hobsbawm, Jacques Pauwels und Arno Klönne. - ISBN 978-3-89438-363-3 (Vorabdruck: Michael Parenti: »Wir wollen alles« - Weltmachtpolitik der USA nach dem »Ende der Geschichte«, "Junge Welt", 1. Oktober 2007)
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Parenti, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | marxistischer US-amerikanischer Politologe, Historiker und Autor |
| GEBURTSDATUM | 1933 |

