Michael Rawson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Michael Arthur Rawson (* 26. Mai 1934 in Hall Green, Birmingham; † 26. Oktober 2000 in Birmingham) war ein englischer Leichtathlet. Bei einer Körpergröße von 1,78 m betrug sein Wettkampfgewicht 72 kg.

Karriere[Bearbeiten]

Als 19-Jähriger hatte Michael Rawson über 880 Yards nur bescheidene 2:30 Min. zu verzeichnen. Er steigerte sich jedoch und gewann 1956 in 1:51,3 Min. die AAA-Meisterschaft. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne startete er im 800-Meter-Lauf. Er schied als Fünfter seines Halbfinales in 1:50,4 Minuten aus.

1958 gewann Rawsons Landsmann Brian Hewson die AAA-Meisterschaft der britischen über 880 Yards vor Michael Rawson und dem Australier Herb Elliott. Ende Juli bei den British Empire and Commonwealth Games in Cardiff gewann Elliott in 1:49,32 Minuten vor Hewson in 1:49,47 Minuten und Rawson in 1:50,94 Minuten.

Bei den Europameisterschaften Mitte August in Stockholm war Elliott als Australier nicht am Start und Hewson trat im 1500-Meter-Lauf an, den er auch gewann. Rawson gewann seinen Vorlauf in 1:50,4 Minuten. Im Halbfinale wurde er in 1:50,1 Minuten nur Vierter hinter dem Deutschen Paul Schmidt, dem Ungarn Lajos Szentgali und dem Norweger Audun Boysen. Das Finale entwickelte sich als sehr schnelles Rennen und Rawson gewann in 1:47,8 Minuten mit einer Zehntelsekunde Vorsprung auf Boysen und Schmidt, die er beide auf den letzten Metern überspurtet hatte. Nach dem Zieleinlauf wurde Rawson wegen eines Remplers in der ersten Kurve disqualifiziert. Er musste zwei Stunden warten, bis die Jury die Disqualifikation aufhob und Rawson zum Europameister erklärte.

Michael Rawson lief seine Bestzeit von 1:47,0 Minuten ebenfalls 1958 beim Länderkampf gegen Frankreich als Zweiter hinter Hewson. Er gehörte den Birchfield Harriers an. Er wurde nach seinem Titel von 1956 über 880 Yards Zweiter in den Jahren 1957 bis 1959. Seinen letzten Wettkampf bestritt er 1965, als er in 49,6 Sek. die AAA-Hallenmeisterschaft über 440 Yards gewann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Matthews (Ed): Athletics 2001. Worcester 2001 ISBN 1-899807-11-X
  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896-1996 Track and Field Athletics. Berlin 1999, publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.
  • Bob Phillips: Honour of Empire Glory of Sport - The History of Athletics at The Commonwealth Games. Manchester 2000 ISBN 1-903158-09-5

Weblink[Bearbeiten]

http://www.sporting-heroes.net/athletics-heroes/displayhero.asp?HeroID=506