Michael Sars

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Michael Sars

Michael Sars (* 30. August 1805 in Bergen, Norwegen; † 22. Oktober 1869 in Christiania, Norwegen) war ein norwegischer Geistlicher und Biologe.

Er verfasste zahlreiche Erstbeschreibungen von Hydrozoen und anderen Meerestieren, und war einer der ersten Zoologen, die neben den äußeren Merkmalen auch die Lebensweise der Tiere beobachtete und festhielt. 1850 widerlegte er durch Dredschzüge in norwegischen Fjorden und vor den Lofoten die Abyssus-Theorie des englischen Zoologen Edward Forbes (1815–1854), der zufolge unterhalb einer Wassertiefe von etwa 500 Metern kein Leben möglich sei.[1]

Er ist der Vater des Meeresbiologen Georg Ossian Sars und des Historikers Ernst Sars. Seine Tochter Eva Sars (1858–1907) war die Ehefrau Fridtjof Nansens.

Sars war seit dem 26. Juli 1855 korrespondierendes Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Michael Sars: Fauna littoralis Norwegiae. Johann Dahl, Christiana 1846.
  • Michael Sars und Georg Ossian Sars: Bidrag til kundskab om Christianiafjordens fauna. Johann Dahl, Christiania 1868 (Bd. 1), 1870 (Bd. 2), 1873 (Bd. 3) (dänisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ludwig Darmstaedter (Hrsg.): Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik, Springer, Berlin 1908, S. 521
  2. Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin aus dem Jahre 1867. Berlin 1868, S. XXV

Weblinks[Bearbeiten]