Michael Sata

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Michael Sata (* 1937 in Mpika) ist ein sambischer Politiker und seit dem 23. September 2011 Präsident von Sambia.

Erste Berufsjahre[Bearbeiten]

Sata arbeitete als Polizist, bei der Eisenbahn und in der Gewerkschaft, bevor er 1963 in die Politik ging. Er arbeitete sich in der United National Independence Party nach oben bis zum Gouverneur von Lusaka 1985, wo er sich den Ruf erwarb, ein Mann der Tat zu sein. Außerdem war er Abgeordneter in der Nationalversammlung.

Wendepolitiker[Bearbeiten]

Als sich das Ende der Kaunda-Diktatur abzeichnete, gründete er mit anderen das Movement for Multi-Party Democracy, in dem er ein enger Mitarbeiter von Frederick Chiluba wurde. Nach der Wahl in Sambia 1991 wurde er Minister erst für die Lokalregierungen, dann für Arbeit und dann für Gesundheit. Er reformierte das Gesundheitssystem. 1995 wurde er Minister ohne Geschäftsbereich und Organisationssekretär des MMD. Der Bruch mit dem MMD kam, als Chiluba Levy Mwanawasa als seinen Nachfolger empfahl und der sich als Präsidentschaftskandidaten des MMD für die Wahl im Jahr 2001 durchsetzen konnte.

Präsidentschaftskandidat[Bearbeiten]

Sata verließ den MMD und gründete die Patriotic Front (PF) als deren Präsidentschaftskandidat er 2001 antrat. Es wurde ein Misserfolg. Bei dieser Wahl erzielte er nur 3,4 Prozent der Stimmen und die PF errang nur ein Mandat in der Nationalversammlung.

Die Wahl im Jahr 2006 verlief für ihn völlig anders. Als Präsidentschaftskandidat der PF konnte er nicht nur 29,37 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, das zweitbeste Ergebnis, sondern auch für seine Partei 44 Mandate in der Nationalversammlung, die damit zur zweitstärksten politischen Kraft in Sambia wurde. Diesen Sieg errang Sata als Populist, der die Wirtschaftsreformen Mwanawasas und auch ihn persönlich scharf angriff. Er machte nicht nur die Armut in Sambia allgemein, sondern konkret auch die chinesischen Investitionen wie in Chambishi oder Maamba und die miserablen Arbeitsbedingungen dort zum Thema.

Am 20. September 2011 gewann Sata die Präsidentschaftswahlen in Sambia. [1]

In seiner Amtszeit ließ Sata kritische Richter absetzen und schüchterte auch andere Gegner seiner Politik ein. Außerdem pflegt er gute Beziehungen zu Simbabwes Diktator Robert Mugabe.[2]

Privatleben[Bearbeiten]

Sata ist katholisch, mit einer Ärztin verheiratet und hat mit ihr acht Kinder. Er wohnt in Lusaka Rhodes Park.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NZZ:Michael Sata will neuer Präsident von Sambia werden
  2. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90254965.html