Michael Schmidt (Fotograf)

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Michael Schmidt (* 6. Oktober 1945 in Berlin[1]; † 24. Mai 2014 ebenda[2]) war ein deutscher Fotograf.

Leben[Bearbeiten]

Michael Schmidt begann im Alter von 20 Jahren mit der Fotografie. Auf diesem Gebiet war er Autodidakt und arbeitete bevorzugt in Serien und in Buchprojekten sowie konsequent in Schwarz-Weiß.

Die wichtigsten seiner Sequenzen, die er für jede Ausstellung neu zusammenstellte:

  • Berlin Kreuzberg, 1984
  • Waffenruhe, 1988
  • EIN-HEIT, 1991, auch im Jahre 2005 als U-NI-TY in den USA im Museum of Modern Art, New York zu sehen
  • Frauen, 2000
  • Irgendwo, 2005
  • Lebensmittel, 2012
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Schmidt galt als Repräsentant der modernen sozialdokumentarischen Fotografie in Deutschland. Seine Fotografien sind realitätsbezogen und stilistisch sachlich-nüchtern. Dies trifft gleichermaßen auf Gegenstände – und im weiteren Sinne auch Häuser, Stadtensembles und Landschaften – und dargestellte Personen zu.

Der 2005 begonnene Fotozyklus „Irgendwo“ umfasst über 80 Bilder und zeigt im Stil der Architekturfotografie „Nicht-Orte“ oder „Zwischenflächen“ in Schwarz-Weiß. Die Motive sind alltäglicher Natur und ihnen fehlt jeder Bezug zu einem realen Ort. Beispiele sind eine Hofeinfahrt mit Verkehrsschild, eine beliebig aussehende Autobahnböschung und die einbetonierte menschenleere Landschaft einer Autobahnbrücke. Damit sollen Landschaft, Häuser und Menschen als ein Verlust von Heimat, von „Zuhause als Ort von Identität“ thematisiert werden.

Einer der bekanntesten Schüler von Schmidt war Andreas Gursky. Schmidt lebte in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1973: Berlin-Museum, Berlin: „Kreuzberger Motive“
  • 1974: U-Bahnhof Möckernbrücke, Berlin: „Das Alter“
  • 1975: Rathaus Kreuzberg, Berlin: „Die berufstätige Frau“
  • 1975: Galerie Springer, Berlin: „Michael Schmidt – Fotografien“
  • 1981: Museum Folkwang, Essen: „Stadtlandschaften“
  • 1988: Museum Folkwang, Essen
    • The Museum of Modern Art (MoMA), New York: „Waffenruhe“
  • 1990: Büro Orange, München
  • 1991: Galerie Eleni Koroneou, Athen
  • 1991: Kunstverein Göttingen: „Michael Schmidt – Mauern“
  • 1996: The Photographer’s Gallery, London: „Michael Schmidt – Fotografien seit 1965“
  • 1996: Sprengel Museum, Hannover: „Ein-heit“
  • The Museum of Modern Art, New York: „U-ni-ty“
  • 1997: Staatliche Kunstsammlung Dresden
  • 2000: Kunstverein Düsseldorf: „Frauen“
  • 2003: Städtische Galerie Wolfsburg: „Yet Untitled“
  • 2005: Arp Museum Bahnhof Rolandseck: „Irgendwo“
  • 2005: Museum of Modern Art, New York: Michael Schmidt – U-ni-ty
  • 2006: 4. Berlin Biennale
  • 2009: Temporäre Kunsthalle Berlin
  • 2010: Galerie Nordenhake
  • 2010: Berlin Biennale
  • 2010: Haus der Kunst, München: Michael Schmidt – Grau als Farbe. Fotografien bis 2009
  • 2012: Museum Morsbroich, Leverkusen; 2013 Martin-Gropius-Bau, Berlin: Michael Schmidt – Lebensmittel

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten]

  • 1979: „In Deutschland“, Rheinisches Landesmuseum, Bonn
  • 1980: „Fotografie 1919–1979 – Made in Germany“, Fotomuseum im Stadtmuseum, München
  • 1981: „Photographies en Allmagne 1920–1982“, Association Art et Photographie, Besançon (Sixième festival photographique)
  • 1982: „Arbeiten 1981“, Werkstatt für Photographie der VHS Kreuzberg, Berlin
  • 1983: „Photographie in Deutschland: Heute“ (Wanderausstellung) u. a. Koninklijke Akademie voor Schone Kunsten, Gent
  • 1983: „Fotografie 1983“, Fotoforum Stadtpark, Graz
  • 1985: „Das fotografische Selbstporträt“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
  • 1986: „Reste des Authentischen“, Museum Folkwang, Essen
  • 1987: „Fotobiennale“, Goethe Institut, Nancy
  • 1988: „Industrieregion Eisenerz“, Ostbahnhof, Graz
  • 1989: „Photography now“, Victoria and Albert Museum, London
  • 1989: „Kunst als Fotografie – Fotografie als Kunst“, Berlinische Galerie, Berlin
  • 1990: „Photography Until Now“, Cleveland Museum of Art
  • 1990: „The Past and the Present of Photography“, Museum of Modern Art, Tokio und Museum of Modern Art, Kyoto
  • 1991: „Interferenzen: Kunst aus West-Berlin 1960–1990“, Kunsthalle Riga und Kunstmuseum St. Petersburg
  • 1993: „Industriefotografie heute“, Staatsgalerie moderner Kunst, Neue Pinakothek, München
  • 1993: „Pictures from a real world“, Lillehammer Art Museum
  • 1994: „Industriefotografie heute“ (Het Siemens Fotoprojekt) Nederlands Fotoinstituut, Rotterdam
  • 1995: 3. Internationale Foto-Triennale, Esslingen
  • 2000: Sprengel Museum Hannover: „How you look at it“ (Große Gruppenausstellung)
  • 2004: Pinakothek der Moderne, München: „Jede Fotografie ein Bild“ (Siemens Fotosammlung)
  • 2010: 6. Berlin Biennale

Publikationen[Bearbeiten]

  • Berlin Kreuzberg. Bezirksamt Kreuzberg, Berlin 1973.
  • Bezirksamt Wedding von Berlin (Hrsg.): Michael Schmidt – Berlin-Wedding. Berlin 1978.
  • Stadtlandschaften 1981. Berlin 1981.
  • Bilder 1979–1986. Hannover 1987.
  • Waffenruhe. Dirk Nishen Verlag, Berlin 1987.
  • Ein-heit. Scalo-Verlag, Zürich 1996.
  • Frauen. Buchhandlung Walther König, Köln 2000.
  • Irgendwo/Anywhere. Snoeck-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-936859-18-3.
  • 89/90. Snoeck-Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-940953-43-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Akademie der Künste
  2. http://www.monopol-magazin.de/artikel/20108511/Fotograf-Michael-Schmidt-gestorben.html