Michael Sela

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Michael Sela (eigentlich Mieczyslaw Solomonowicz ; * 2. März 1924 in Tomaszów Mazowiecki) ist ein israelischer Biochemiker und Immunologe.

Sela studierte am Weizmann Institut, wo er auch promoviert wurde bei Ephraim Katchalski. Als Post-Doktorand war er bei Christian B. Anfinsen an dessen Labor an den National Institutes of Health. 1957 war er wieder am Weizmann Institut, wo er sich der Immunologie zuwandte und Professor für Immunologie wurde. 1963 bis 1975 war er Vorstand der Abteilung für Immunologie. 1970/71 war er Vizepräsident und 1975 bis 1985 Präsident des Weizmann Instituts und 1970 bis 1973 Dekan der Fakultät für Biologie. Zurzeit ist er dort W. Garfield Weston Professor für Immunologie.

Er ist bekannt für Forschungen zum Immunsystem mit synthetischen Antigenen, die unter anderem zum besseren Verständnis der genetischen Kontrolle des Immunsystems führten und Ansätzen zur Entwicklung von Medikamenten mit künstlichen Antigenen. Er forscht an der Behandlung der EAE mit künstlichen Antigenen, die Molekülen der Myelinschicht ähneln.

1998 erhielt er den Wolf-Preis in Medizin mit Ruth Arnon. 1959 erhielt er den Israel-Preis und 1968 den Rothschild Preis. 1973 erhielt er den Emil Behring Preis, 1980 den Gairdner Foundation International Award, den Preis des französischen Institut de la Vie und 1995 die Albert Einstein Goldmedaille der UNESCO. Er ist Offizier der Ehrenlegion und Träger des Großen Verdienstkreuzes (Halskreuz) des Bundesverdienstkreuzes. Er ist unter anderem Mitglied der Israelischen Akademie der Wissenschaften und der National Academy of Sciences und seit 1989 der Leopoldina.

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