Michael Stürmer

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Michael Stürmer (* 29. September 1938 in Kassel) ist ein deutscher Historiker. Er lehrte von 1973 bis 2003 als Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Leben[Bearbeiten]

Stürmer studierte Geschichte, Philosophie und Sprachen an der London School of Economics and Political Science, an der FU Berlin und der Universität Marburg. Seine 1965 fertiggestellte Dissertation, die Erich Matthias betreute, befasst sich mit dem Verhältnis von Koalition und Opposition in der Weimarer Republik.[1]

Stürmer war in den 1980er Jahren politischer Berater des Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU). Er war maßgeblich beteiligt am Historikerstreit.[2] Von 1988 bis 1998 war er Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, damals Forschungsinstitut für Internationale Politik und Sicherheit in Schäftlarn-Ebenhausen. Seit September 1989 ist er Chefkorrespondent der Zeitung Die Welt.

Außerdem ist er Autor von Beiträgen im Deutschlandfunk für Deutschlandradio Kultur.

Er ist verheiratet mit der israelischen Repräsentantin der Hebräischen Universität Jerusalem in Berlin Dorit Brandwein-Stürmer.[3]

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Kunst des Gleichgewichts. Propyläen, Berlin 2001, ISBN 3-54907-138-8
  • Die Grenzen der Macht. Begegnung der Deutschen mit der Geschichte. Siedler, Berlin 1992, ISBN 3-88680-134-9. (Essay; mit einer Auflistung der zitierten und weiterführenden Literatur und einem Bildverzeichnis)
  • Das Jahrhundert der Deutschen. Goldmann, München 2002, ISBN 3-44215-145-7
  • Welt ohne Weltordnung. Wer wird die Erde erben? Murmann, Hamburg 2006, ISBN 3-938017-61-9

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Stürmer: Koalition und Opposition in der Weimarer Republik. 1924–1928 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 36), Droste, Düsseldorf 1967.
  2. Seine Position im Historikerstreit, SWR/3sat, 18. Mai 2006.
  3. Fania Oz-Salzberger: Israelis in Berlin