Michael Timm (Boxtrainer)

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Michael Timm (* 13. November 1962 in Hagenow) ist ein deutscher Boxtrainer und ehemaliger Amateurboxer.

Michael Timm
Timm beim 13. Chemiepokal 1984
(hintere Reihe, 3. von links)
u.a. mit Torsten Schmitz, Henry Maske, Andreas Zülow, Teófilo Stevenson
Timm bei seinem Sieg beim 16. Berliner TSC-Boxturnier 1985

Amateurkarriere[Bearbeiten]

Als Amateurboxer wurde Timm 1979 DDR-Jugendmeister und 1980 Juniorenmeister. Bei den Senioren gewann er 1981 und 1982 den Meistertitel im Weltergewicht und 1983 im Halbmittelgewicht. Sein Trainer war Fritz Sdunek. In den Jahren 1984 und 1985 gewann Michael Timm den Chemiepokal in Halle. Außerdem belegte er 1985 beim Weltcup in Seoul einen dritten Platz und wurde in Budapest Europameister im Halbmittelgewicht. Wenig später beendete er seine Boxkarriere.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

1986 wurde Timm Trainer beim Schweriner SC. Von 1987 bis zu ihrer Auflösung 1990 trainierte er zusätzlich die Juniorennationalmannschaft der DDR. Unter seiner Führung wurden Enrico Berger 1989 und Torsten Bengston 1990 Juniorenweltmeister, sowie Jan Schwank 1990 Junioreneuropameister. Ab 1991 trainierte er die Landesauswahl Mecklenburg-Vorpommerns.

Von 1997 bis 2012 war Michael Timm angestellter Trainer beim Hamburger Profi-Boxstall Universum Box-Promotion; seit 2010 als Nachfolger Fritz Sduneks in der Funktion des Cheftrainers. Zu den von ihm betreuten Boxern gehörten unter anderem Jürgen Brähmer, Serhij Dsindsiruk, Andreas Kotelnik, Ina Menzer, Wladimir Sidorenko, Dieter und Egon Roth, Lukas Wilaschek, Felix Sturm, Ruslan Tschagajew, Stipe Drviš, Luan Krasniqi, Thomas Ulrich, Juan Carlos Gómez, Daisy Lang und Bert Schenk. Ab August 2012 ist Timm als Nachfolger von Willi Ramin Leiter des Bundesstützpunktes des Deutschen Boxsport-Verbandes in Schwerin.[1][2] Seine Trainingsgruppe umfasst 16 Boxer zwischen 17 und 23 Jahren.

Sonstiges[Bearbeiten]

Michael Timm ist verheiratet, hat zwei Töchter (* 1983/1986) und lebt in Schwerin. 1984 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und 1986 in Silber ausgezeichnet.[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Boxtrainer Michael Timm verlässt Universum zum 1. August Hamburger Abendblatt, vom 3. Juli 2012
  2. http://www.box-sport.de/news/das-neue-leben-des-michael-timm
  3. Neues Deutschland, 1./2. September 1984, S. 4
  4. Neues Deutschland, 15. Oktober 1986, S. 7