Michael Urie

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Michael Lorenzo Urie (* 8. August 1980 in Dallas, Texas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Michael Urie wurde 1980 in Texas geboren und wuchs in Plano, einem Vorort von Dallas auf. Er besuchte die Plano Senior High School, wo er sich im Redeclub hervortat und an schuleigenen Produktionen und Stücken des Gemeindetheaters mitwirkte. So spielte er den Blechmann in Der Zauberer von Oz, war als Baron von Trapp in The Sound of Music zu sehen oder mimte den Danny Zuko in dem Musical Grease[1]. Nach dem Schulabschluss zog Urie nach New York und besuchte dort die renommierte Juilliard School, wo unter anderem so bekannte Akteure wie William Hurt, Elizabeth McGovern oder Robin Williams ihre Ausbildung absolviert hatten. 2002 gewann er den begehrten John Houseman Prize für seine Darbietungen in klassischen Theaterstücken. Im selben Jahr spielte Urie in einer Folge der sechsten Staffel der Fernsehserie Undressed – Wer mit wem? mit. Das vom Musiksender MTV produzierte, offene Konzept hatte die hetero- und auch homosexuellen Beziehungen von Jugendlichen, oft High-School-Schülern und College-Studenten, zum Thema.

2003 schloss Michael Urie sein Schauspielstudium mit einem Bachelor of Fine Arts (BFA) ab und agierte seitdem in zahlreichen Bühneninszenierungen in den USA, häufig mit Nebenrollen in klassischen Theaterstücken besetzt. So war er 2003 als Boyet in der Judith Shakespeare Company-Inszenierung von Verlorene Liebesmüh zu sehen, denen unter anderem der Mercutio in Romeo und Julia (Folger Theatre, 2005) und der Lussurioso in Cyril Tourneurs Tragödie der Rächer (Culture Projekt, 2005) folgten. Parallel zu seiner Arbeit am Theater feierte Urie 2003 sein Kinodebüt mit einem unbetitelten Part in Uptown Girls – Eine Zicke kommt selten allein und war ein Jahr später in dem Fernsehfilm Kat Plus One (2004) neben Marisa Coughlan und Christina Pickles zu sehen. Seine erste Kinohauptrolle folgte 2005 in Brian Sloans Independentfilm WTC View, in der Urie einen jungen Homosexuellen spielt, der vor dem Hintergrund der Terroranschläge vom 11. September 2001 eine Anzeige aufgibt, um so einen Mitbewohner für seine Wohnung mit Blick auf das World Trade Center zu finden. Urie hatte bereits 2003 in der Theaterinszenierung von WTC View in New York mitgewirkt[2].

2006 spielte Michael Urie für 200 US-Dollar pro Woche die Rolle eines verheirateten Geologen in dem von der Kritik verschmähten Off-Off-Broadway-Theaterstück Phenomenon, das über den Ausbruch des Mount St. Helens handelte[3][4], als er mit Erfolg für die Rolle des Marc St. James in der Fernsehserie Alles Betty! vorsprach. Der Part des intriganten, homosexuellen Assistenten von Vanessa Williams, der ursprünglich keine reguläre Serienfigur darstellte, machte ihn einem internationalen Publikum bekannt und er erhielt 2007 mit den übrigen Darstellerensemble um America Ferrera und Eric Mabius eine Nominierung für den Screen Actors Guild Award. Nach Beendigung der Dreharbeiten zur ersten Staffel kehrte Urie zum Theater zurück und war als Horatio in der South-Coast-Repertory-Inszenierung von Hamlet auf dem San Diego Summer Shakespeare Festival zu sehen[1]. Ebenso arbeitet er zurzeit an einer Kurzfilmdokumentation namens Two Down, die über Rede- und Debattenwettbewerbe an US-amerikanischen High Schools handelt.

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Theaterstücke (Auswahl)

  • 2003: Verlorene Liebesmüh (Love's Labour's Lost, als Boyet)
  • 2004: The Roaring Girl (als Sebastian)
  • 2004: Like The Mountains (als Erich)
  • 2005: Romeo und Julia (Romeo and Juliet, als Mercutio)
  • 2005: The King Stag (als Cigolotti/Pantalone)
  • 2005: Tragödie der Rächer (The Revenger's Tragedy, als Lussurioso)
  • 2006: Phenomenon (als Mark)
  • 2006: Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night's Dream, als Flute/Thisby)
  • 2006: Othello (als Roderigo)
  • 2006: Titus Andronicus (als Chiron)
  • 2007: Hamlet (als Horatio)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. a b vgl. USA-Today-Artikel All the world's a stage for Michael Urie (englisch)
  2. vgl. Kurzprofil bei quadctheatre.org (englisch)
  3. vgl. Riley, Jenelle: Comedy isn't pretty: Becki Newton and Michael Urie are at their bestplaying bad on Ugly Betty. In: Back Stage West 13 (2006), Nr. 50, S. 42-A(2)
  4. vgl. Hoban, Phoebe: Rattled Nerves and an Angry Volcano : Theater Review 'Phenomenon' . In: The New York Times on the Web, 8. März 2006
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