Michael Weiss (Radsportler)

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Michael Weiss (* 17. Januar 1981 in Wien) ist ein österreichischer Mountainbikefahrer und Triathlet. Er ist Ironman-Sieger (2010, 2013), Weltmeister Cross-Triathlon (2011) und amtierender Staatsmeister auf der Triathlon-Halbdistanz (2014).

Werdegang[Bearbeiten]

Mountainbike bis 2004[Bearbeiten]

Michael Weiss besuchte das Sportgymnasium Maria Enzersdorf/Niederösterreich. Von 1999 bis 2008 startete Michael Weiss für das Österreichische Mountainbike-Nationalteam.
2003 wurde Michael Europameister-Unter 23/Cross Country in Thal bei Graz. Im Jahr 2004 erreichte Weiss trotz einer Reifenpanne bei den olympischen Spielen in Athen den 32. Rang. Er wurde 2004 in Windhaag bei Perg österreichischer Mountainbikemeister im Cross Country und gewann den Grand Prix Rijeka in Kroatien. [1] In Les Gets (Frankreich) schaffte Michael bei der WM-2004 den 10. Platz. Bei 5 Weltcuprennen schob sich der Gumpoldskirchner in die Top 10. In der Saison 2006 fuhr er für das Continental Team Aposport Krone Linz und 2007 für das Bikin'Cyprus International MTB Team. Nach verpasster Qualifikation für Peking 2008 fuhr Weiss erst einige Straßenradrennen und wandte sich dann dem Triathlon zu. Sein Spitzname ist Wiki-Miki.

Triathlon ab 2008[Bearbeiten]

Bei der XTerra-Weltmeisterschaft auf Maui wurde Michael Weiss 2008 Zweiter im Offroad-Triathlon (1,5 km Schwimmen, 32 km Mountainbike und 12 km Crosslauf).
Seit September 2008 wird er von Mario Huys trainiert.
Beim Ironman 70.3 Monaco qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft 2009. Beim Ironman Hawaii erreichte er im Oktober 2009 als bester Österreicher den 25. Rang. Er benötigte für die Langdistanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,195 km Laufen) 8:55:11 Stunden.[2]

Michael Weiss erzielte bei seinem zweiten Start über die Triathlon-Langdistanz am 1. Mai 2010 in St. George als erster Österreicher einen Ironman-Sieg. Vor ihm siegte zuletzt die für Österreich startende Australierin Kate Allen 2005 auf der Langdistanz beim Ironman Austria.

Beim Ironman Austria erzielte Weiss im Juli 2011 mit seinem zweiten Rang als erster österreichischer Athlet eine Ironman-Zeit unter acht Stunden (07:57:39 Stunden) und hält damit die österreichische Bestzeit.[3] Bei der Weltmeisterschaft auf der Mitteldistanz in Nevada/USA erreichte Weiss im September 2011 den vierten Platz.

Im Oktober 2011 gewann er auf Mauii die Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon (XTerra), nachdem er sich hier in den beiden Vorjahren die Bronze-Medaille geholt hatte.

Dopingsperre 2011[Bearbeiten]

Erstmals in die Dopingschlagzeilen kam Weiss im August 2007, als er als aktiver Mountainbiker eine Schutzsperre wegen eines zu hohen Hämatokrit-Wert absitzen musste.[4]
Der wegen Dopings gesperrte Ex-Radprofi Bernhard Kohl erhob 2009 Doping-Vorwürfe gegen Michael Weiss.[5] Wegen des Verdachts auf Doping eröffnete die Nationale Anti-Doping Agentur Austria (NADA) im April 2010 ein Ermittlungsverfahren[6] gegen Weiss, welches dann im September 2010 von der Rechtskommission der NADA mit einem vorläufigen Freispruch beendet wurde. Die Rechtskommission stellte jedoch auch 2010 basierend auf der Zeugenaussage von Bernhard Kohl fest, dass Weiss zu Dopingzwecken bei Humanplasma gewesen sei. Weil Kohl seine früheren Aussagen in dem Verfahren aber nicht wiederholen wollte, erfolgte ein Freispruch.[7]

Michael Weiss wurde im November 2011 von der Schiedskommission der NADA, der letzten Berufungsinstanz des österreichischen Sports, wegen angeblicher Anwendung einer verbotenen Methode im Herbst 2005 bestraft. Weiss wird also für zwei Jahre bis 29. November 2013 für alle Wettkämpfe gesperrt sein.[8][9]
Da die World Triathlon Corporation (WTC), seine Sponsoren und sämtliche Trainer weiter hinter Weiss stehen, trainiert er voll in den USA für ein wahrscheinliches Comeback weiter, macht jedoch in Colorado Springs auch eine Berufsausbildung.

Comeback 2013[Bearbeiten]

Im Dezember 2013 gewann er den Ironman Mexico. In Österreich startet er für den Verein Tri Runners Baden. Bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl wurde er im August 2014 Österreichischer Staatsmeister auf der Triathlon-Halbdistanz.

Privates[Bearbeiten]

Seit Ende 2009 lebt Michael Weiss in Colorado Springs. Im August 2011 heiratete er in Kennebunk/Maine Rachel Cole, die ebendort herstammt und ein Studium abgeschlossen hat. Derzeit arbeitet sie in Colorado Springs bei "SRM", einem der treuesten und effektivsten Sponsoren ihres Ehemannes. Der Vater von Rachel Weiss, Jeff Cole, führt in der Heimat den mitgliederstarken "Kennebunk-Beach-Triathlon-Club". Rachel und Michael Weiss zählen auch ihren Hund Kona zu ihrer Familie.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Porträt Michael Weiss
  2. Michi Weiss wird bester Österreicher auf Hawaii
  3. Ironman: Weltrekord von Vanhoenacker in Kärnten
  4. Two riders deemed ‘unfit’ for MTB world’s (7. September 2007)
  5. Kohl belastet Triathlet Weiss (12. Oktober 2009)
  6. "Radsport-Dopingfälle 2008" auf cycling4fans.de
  7. Freispruch vom Vorwurf des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen Pressemitteilung vom 27. September 2010 (PDF; 693 kB)
  8. Schiedskommission sperrte Ex-Mountainbiker Weiss (29. November 2011)
  9. Knalleffekt: NADA sperrt Michi Weiss (29. November 2011)
  10. IRONMAN 70.3 St. Pölten: Die Jubiläumsausgabe steckt in den Startlöchern
  11. Challenge Walchsee 2010: Michael Weiss gewinnt mit stärkstem Radsplit
  12. Michi Weiss siegt in Neufeld mit neuem Streckenrekord
  13. Start-Ziel-Sieg, Axel Zeebroek gewinnt Monaco IRONMAN 70.3 Triathlon
  14. Andreas Raelert gewinnt Ironman 70.3 Monaco
  15. Weiss bei IRONMAN Melbourne am Start (19. März 2014)
  16. 1st Austrian Ironman-victory for Michi Weiss at Inaugural Ford Ironman St. George (Version vom 26. August 2011 im Internet Archive), Ironmanaustria.at, 2. Mai 2010
  17. Das war der Ironman Hawaii 2009
  18. MTB Weltmeisterschaften