St. Michael (Hildesheim)

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Dom St. Mariae und Michaeliskirche Hildesheim*
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

St Michaels Church Hildesheim.jpg
Michaeliskirche: Ansicht von Südosten
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (i)(ii)(iii)
Referenz-Nr.: 187
Region: ª Europa
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1985  (Sitzung 9)

* Der Name ist auf der Welterbe-Liste aufgeführt.
ª Die Region ist von der UNESCO klassifiziert.

Michaeliskirche – vom Kirchturm der Andreaskirche aus fotografiert
Kirche St. Michael, Zeichnung von 1662

St. Michael in Hildesheim, auch als Michaeliskirche bezeichnet, ist eine ottonische, vorromanische Kirche. Sie war bis zur Reformation die Abteikirche der gleichnamigen Benediktinerabtei. Seit 1985 zählt sie gemeinsam mit dem Hildesheimer Dom zum UNESCO Weltkulturerbe. Am 2. Januar 2010 erschien eine Jubiläumsbriefmarke (2,20 EUR) mit dem Motiv von St. Michael. Seit dem 7. Februar 2014 ist eine deutsche 2-Euro-Gedenkmünze im Umlauf, deren Rückseite die Kirche zeigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bischof Bernward von Hildesheim ließ nach seinem Amtsantritt im Jahre 993 auf dem Hügel nördlich der Domburg in Hildesheim eine Kapelle errichten. Diese Kapelle weihte er am 10. September 996 dem heiligen Kreuz, von dem er eine Partikel von Otto III. als Geschenk erhalten hatte. In einem undatierten Testament schenkte er für die Lebenshaltung der dort angesiedelten Kleriker mit ihrem Propst mehrere Güter, darunter seine Eigenkirche in Burgstemmen.[1] Im Laufe seines Episkopats erweiterte Bernward seine Stiftung zu einem großen Benediktinerkloster und vermachte diesem in einem zweiten Testament vom 1. November 1019 seine gesamten Besitztümer.

Einen Steinblock vom südwestlichen Treppenturm mit der Jahreszahl 1010 sieht man als einen von zwölf Grundsteinen für die Abteikirche an. Bernward bestimmte die Westkrypta dieser Kirche zu seiner Grablege und gab der Anlage den Namen des „Totengeleiters“ Michael. Die Krypta wurde am Michaelistag (29. September) 1015 von ihm geweiht. Am Michaelistag des Jahres 1022 erfolgte die Teilweihe der Kirche. Bernward verstarb am 20. November 1022 im Michaeliskloster und wurde in der Krypta bestattet. Die Weihe der gesamten Kirche erfolgte am Michaelistag 1033 durch Bernwards Nachfolger Godehard.

Ein Teil der Forschung geht davon aus, dass die seit 1035 am Hildesheimer Dom nachweisbaren Bronzetüren ursprünglich für St. Michael bestimmt waren, da deren Inschrift besagt, ihr Stifter Bernward habe sie im Jahr 1015 am „Engelstempel“ (templum angelicum) angebracht. Diese Annahme bekam neue Nahrung durch kultgeschichtliche Beobachtungen, denen zufolge templum angelicum als liturgische Wendung ein dezidiertes Michaelspatrozinium bezeichnet. In St. Michael hatte die Bronzetür ihren Ort wahrscheinlich am südlichen Seitenschiff im Eingang neben dem westlichen Treppenturm gehabt, wo – nicht weit vom Grundstein – auch Fundamentreste einer Vorhalle gefunden wurden.[2]. Als Anbringungsort in Betracht gezogen wird auch der Westeingang zur Krypta, wo im April 2007 vorgenommene Radaruntersuchungen eine 250 cm breite massive Strukturstörung aufdeckten (die Breite der Bronzetür ist 227 cm): Das heutige Westportal ist offenbar nicht ursprünglich.[3]

Für die im frühen 19. Jahrhundert in den Dom gebrachte bernwardinische Christussäule ist eindeutig belegt, dass sie zuvor im Osten der Kirche von St. Michael hinter dem Kreuzaltar gestanden hatte. Ihr Standort unter dem Triumphbogen[4] bestätigte sich bei der Grabung von 2006.[5] Der große Bronzekruzifix auf dieser Altarsäule wurde 1544 von Bilderstürmern gestürzt und eingeschmolzen. Seit dem 30. September 2009 steht die Säule für die Dauer der Renovierungsarbeiten des Domes (2010 bis voraussichtlich 2014) wieder in St. Michael; sie wurde im südöstlichen Querhaus aufgestellt.

Die biblischen Bildprogramme der Reliefs auf der Christussäule und den Bernwardstüren sind eng aufeinander bezogen.

Der große Radleuchter Bernwards, der früher über dem Kreuzaltar vor der Christussäule hing, zerbrach 1662 bei Bauarbeiten.

Blick in den bernwardinischen Ostchor mit der Christussäule. Rekonstruktion A. Carpiceci / B. Gallistl

Bereits im Jahr 1034 kam es zu einem Brand in der Kirche. Nach Instandsetzung erfolgte 1035 die Wiederweihe, was 1186 nach einem weiteren Brand und einem Umbau (darunter Erneuerung fast aller Langhaussäulen) unter Bischof Adelog erneut geschah. 1171 bis 1190 wurden die sehenswerten Kapitelle geschaffen. Ein bedeutendes liturgisches Zeugnis dieser Zeit ist das Ratmann-Sakramentar von 1159. Mit einer Miniatur, die auf gleicher Höhe Bernward neben dem Erzengel Michael zeigt, erbringt es den Beweis, dass die Mönche den Gründer ihres Klosters auch schon vor seiner Kanonisation im Gottesdienst als Heiligen verehrten.

1192 wurde Bernward heiliggesprochen. Von 1194 bis 1197 entstanden die Stuckreliefs der Engelschorschranken am Eingang zur Krypta. Die bemalte Holzdecke St. Michaels im Langhaus entstand um 1230. 1250 wurde der Kreuzgang (neu) gebaut, der die Kirche mit der alten Klosterkapelle der Abtei verband, die vor dem Bau der Michaeliskirche genutzt wurde.

Am 12. November 1542 wurde die Michaeliskirche nach Einführung der Reformation in Hildesheim evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Der Benediktinerkonvent blieb jedoch bis zur Säkularisation 1803 bestehen und durfte die „kleine Michaeliskirche“ im Kreuzgang sowie die Bernwardskrypta zum Gottesdienst nutzen. Die Krypta ist bis heute katholisch. Die Michaeliskirche ist damit eine der 65 Simultankirchen in Deutschland.

Die Benediktinermönche hatten Höfe in den Orten rund um Hildesheim. So gab es zum Beispiel einen Zehnthof des Klosters in Gronau (Leine); seit 1648 war ein Pater als Administrator über diesen Hof eingesetzt.[6]

1650 wurde die Ostapsis wegen Baufälligkeit niedergelegt, was zum Einsturz des östlichen Vierungsturms und der teilweisen Zerstörung der Bilderdecke führte. Zwölf Jahre später mussten der westliche Vierungsturm und das südwestliche Querhaus ebenfalls abgerissen werden; dabei wurde die südliche Engelschorschranke zerstört. Der Ostturm wurde wiederaufgebaut und erhielt 1672 eine barocke Turmhaube.

1809 wurde die Kirche geschlossen und von der seit der Säkularisation im Michaeliskloster untergebrachten Krankenanstalt genutzt. Die Kirchengemeinde zog in die Martinikirche (heute: Teil des Roemer- und Pelizaeus-Museums) um. Nach grundlegender Renovierung unter Conrad Wilhelm Hase in den Jahren 1855 bis 1857 kehrte die Gemeinde in die Kirche zurück. Aus der Martinikirche brachte die Gemeinde das 1618 geschaffene Bronze-Taufbecken, das Johannes-Retabel von 1520 und das Bothmersche Epitaph aus dem 17. Jahrhundert mit, die sich noch heute in der Kirche befinden.

Bischof Norbert Trelle mit dem Bernwardskreuz trifft Landessuperintendent Eckhard Gorka im neuen Durchgang zwischen Bernwardskrypta und Langhaus (26. Juni 2006)

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Michaeliskirche bei den Luftangriffen auf Hildesheim am 22. Februar, 3. März und 14. März 1945 zunächst beschädigt und bei dem letzten Luftangriff auf die Stadt am 22. März 1945 durch Spreng- und Brandbomben zerstört. Die Holzdecke und die anderen Kunstschätze waren auf Initiative des Provinzialkonservators Hermann Deckert ausgelagert worden und blieben unversehrt. Die Engelschorschranke war durch eine Schutzmauer gesichert worden, so dass sie nicht beschädigt wurde. Nach Kriegsende wurde die Kirche ab 1947 auf den vorromanischen Resten nach den ursprünglichen Plänen wiederaufgebaut. Am 20. August 1950 erfolgte die Wiedereinweihung des Langhauses und des westlichen Querhauses. Endgültig fertiggestellt und wiedergeweiht wurde das Gotteshaus 1960. 1985 erfolgte die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe, zu dem auch der Hildesheimer Dom, der Domschatz und der Tausendjährige Rosenstock am Dom zählen.

Im Jahr 1999 erhielt die Kirche eine neue Orgel. Orgelbauer Gerald Woehl platzierte das Instrument, das er sowohl für barocke als auch für romantische Orgelwerke auslegte, um 45 Grad gedreht unter den südlichen Bogen der westlichen Vierung.

Von 2005 bis 2010 wurde der Innenraum von St. Michael komplett restauriert. Im Zuge dieser Arbeiten wurden von Februar bis Juni 2006 archäologische Untersuchungen in der Kirche durchgeführt.[7] Bei der Erneuerung des Fußbodens wurde dieser um etwa 15 bis 18 Zentimeter abgesenkt. Kirche und Krypta haben jetzt wieder das ursprüngliche einheitliche Niveau und sind wieder durch zwei Durchgänge miteinander verbunden. Die früher in der Türfassung stehende Grabplatte aus dem 14. Jahrhundert fand einen neuen Platz auf dem hohen Chor über der Krypta. Die an die Krypta angrenzende Sakristei nutzen die katholische Magdalenengemeinde und die evangelische Michaelisgemeinde im Rahmen der nachbarschaftlichen Ökumene gemeinsam. Im Altarraum im Osten wurden im Dezember 2008 die von Thomas Duttenhoefer geschaffenen Prinzipalstücke (Kruzifix, Altar, Kanzel und Lesepult) aufgestellt, 2010 ergänzt durch einen Taufbaum aus derselben Hand.

Architektur[Bearbeiten]

Westchor mit der Bernwardskrypta
Blick aus einem Seitenschiff auf die Arkaden im typischen Niedersächsischen Stützenwechsel, um 1186 erneuert
Blick von der Orgelempore in das Mittelschiff, das südliche Seitenschiff, in das östliche Querschiff und den Ostchor

St. Michael ist eine der bedeutendsten erhaltenen Kirchen im ottonischen, also vorromanischen, Baustil.

Im Gesamtbau und in den Einzelformen wird eine neue Freiheit und Unabhängigkeit von Antikem, Frühchristlichem, Byzantinischem und auch Karolingischem erreicht. Die Gesamtansicht verdeutlicht die strenge kubische Ordnung, die den Eindruck archaischer Macht ausstrahlt. Der Grundriss zeigt ein völliges Gleichgewicht der Ost- und Westflügel. Der Gruppe von Apsis und Querhaus im Osten entspricht eine ähnliche Gruppe im Westen.

Es ist eine doppelchörige Basilika mit zwei Querhäusern und einem quadratischen Turm über jeder Vierung. Die Querhäuser werden von je zwei im unteren Teil achteckigen, im oberen Teil (ab Beginn der Dachschräge) runden, kleineren Treppentürmen flankiert. Auf den ersten Blick scheint der gesamte Bau einer aus gleich großen Quadraten entwickelten geometrischen Konzeption zu folgen, bei der das Vierungsquadrat zur Grundeinheit für die Gesamtkonstruktion genommen wurde: Den Durchdringungsraum von Mittelschiff und Querhaus, die Vierung, empfindet man als die Maßeinheit, nach der das gesamte Bauwerk proportioniert ist. In den vier Querhausarmen erscheint dieses Quadrat je einmal, im Mittelschiff dreimal, schließlich im Westchor zwischen Querhaus und Apsis noch einmal. Tatsächlich ist der Bau aber durch ein subtiles Raster regulärer Polygone sowie durch platonische Körper dimensioniert, was sich dem freien Auge verbirgt, wohl aber dem messenden und rechnenden Verstand erschließt; die dazu benötigte Mathematik hat im Ottonenreich noch nicht zur Verfügung gestanden, weshalb man an einen byzantinischen Mathematiker am Hofe der aus Byzanz stammenden Kaiserin Theophanu denken sollte.[8]

Der Außenbau zeigt einen vollkommenen Ausgleich von vertikalen (Turmgruppen) und horizontalen Bauteilen (Mittelschiff, Querhäuser). Die statische Geschlossenheit der Anlage bewirken die beiden gleichgewichtigen Turmgruppen, würfelförmige Zentraltürme mit Pyramidendächern und Treppentürme, in Ost und West, die die Bewegung des Langhauses fest begrenzen. Die spitzbogigen Fenster im Seitenschiff sind in der Gotik hinzugekommen.

Der Innenraum wird durch eine hölzerne Flachdecke aus dem 13. Jahrhundert abgeschlossen, auf ihr ist der Jessebaum, der Stammbaum Christi dargestellt. Die Wand ist als Fläche erhalten, in die die rundbogigen Fenster eingeschnitten sind. Ein schmales Gesims trennt die Arkaden von der Hochwand. Ohne aus der Wandflucht hervorzuspringen, stehen je zwei Säulen und ein Pfeiler im Stützwechsel. Die beiden ausgeschiedenen Vierungen im Osten und Westen sind nach allen vier Seiten gleich hohe mächtige Rundbogen hervorgehoben. Ihnen fällt zum einen die Aufgabe zu, die Raumstruktur überschaubar zu machen, zum anderen als konstruktive Elemente die schweren Vierungstürme zu tragen. Dem klaren, massiven Raumgefüge entspricht die Schmucklosigkeit der einzelnen Bauteile.

Nach einer Idee Bernwards wurden die Arkaden des Langhauses im niedersächsischen Stützenwechsel gebaut, wobei sich vier Eckpfeiler mit paarweise gekoppelten, Würfelkapitelle tragenden Rundstützen abwechseln. Das Langhaus ist dreischiffig und dreijochig und wird im Mittelschiff von einer Holzdecke überdacht. Der Wandaufbau ist zweizonig. Über den Arkaden erstreckt sich die Mauer mit Rundbogenfenstern, durch die das Licht ins Mittelschiff einfällt. Weiteres Licht kommt durch die – gotischen – Spitzbogenfenster im südlichen Seitenschiff. Die Fenster im nördlichen Seitenschiff wurden bei der Wiederherstellung der Außenwand durch Conrad Wilhelm Hase 1855 bis 1857 im romanischen Stil ausgeführt.

Chorfenster[Bearbeiten]

Der Gesamteindruck des (heutigen) Innenraums ist durch den Lichteinfall von allen Seiten geprägt. Dabei kommen den Fenstern im Ost- und Westchor große Bedeutung zu.

Die fünf von Charles Crodel 1965 geschaffenen Fenster im Westchor mit den Engelsdarstellungen erinnern mit ihrer Farbigkeit an mittelalterliche Buch- und Glasmalerei. Die gesamtarchitektonische Wirkung wird durch die aus der Bildtradition der Deckenmalerei entwickelten modernen Bildsprache erreicht. Der farbige Aufbau der Glasmalerei betont zudem die Rundung der Apsis und des hohen Chores gegenüber dem Kirchenschiff und vergegenwärtigt zugleich das Patrozinium der dem „Schutz des Erzengels Michael, der im mittleren Fenster mit zerbrochener Lanze als Bezwinger des Satans in Form des tot darnieder liegenden Drachens dargestellt wird, und der ganzen himmlischen Heerschar“ unterstellten Kirche. Unterhalb des Fensters mit Michael befindet sich an der Außenseite des Westchores im Scheitelpunkt des Chorumganges die Nische, in der der Michalisaltar aufgestellt war. Die vier anderen Fenster des Westchores bilden nach links (Süden) den Erzengel Raphael und einen Cherub sowie nach rechts (Norden) Maria mit dem Verkündungsengel und einen Seraph ab und weisen so darauf hin, dass St. Michael von Bernward als Engelsburg erbaut wurde.

Die 1966 vom Hamburger Künstler Gerhard Hausmann geschaffenen Fenster mit stilisierten Lebensbäumen in der Apsis des Ostchors zeichnen sich dagegen durch ihre Schlichtheit aus. Sie symbolisieren – wie die ganze Kirche – das himmlische Jerusalem (Offb 21 EU). Hausmann schuf 1971 ebenfalls die Glasfenster der östlichen Nebenapsiden. Die Fenster in der unteren Apsis des nordöstlichen Querhauses, das als Taufkapelle genutzt wird, widmen sich mit den Darstellungen Sintflut als Wasser des Gerichts (Gen 7–8 EU), Christus als Morgenstern (Offb 22,16–17 EU) und Wasser (des Lebens) aus dem Felsen(Ex 17,2–7 EU) diesem Thema, während die Fenster in der unteren Apsis des südöstlichen Querhauses mit der siebenfachen Ähre (Gen 41,5–7 EU), Christus als Kelch in der Kelter (Jes 63,3 EU) und Manna als Brot vom Himmel (Ex 16,2–5,13–18 EU) die Eucharistie als Bezugspunkt haben.

Christussäule[Bearbeiten]

Hauptartikel: Christussäule

Die Christussäule ist ein Bronzehohlguss aus dem ersten Drittel des 11. Jahrhunderts, auf der in 28 Bildern das öffentliche Leben Jesu Christi dargestellt ist. Sie stand bis zum 17. Jahrhundert unter dem westlichen Triumphbogen der östlichen Vierung. Mit der durch die Reformation verbundenen Umgestaltung der Kirche verlor sie dort ihre liturgische Bedeutung und wurde von der evangelischen Gemeinde in das umgestaltete südöstliche Querhaus gebracht. Im 19. Jahrhundert gelangte sie in den Hildesheimer Dom. Von September 2009 bis August 2014 stand sie für die Dauer der Domsanierung für knapp fünf Jahre wieder in St. Michael, im südöstlichen Querhaus.[9] Dabei wies die erste Szene – die Taufe Jesu im Jordan (Lk 3,21–22 EU) – nach Norden und damit liturgisch in Richtung des in der Ostvierung befindlichen Altars sowie des im nordöstlichen Querhaus aufgestellten Taufbeckens.

Bemalte Holzdecke[Bearbeiten]

Die Deckenbilder im heutigen Zustand
Bemalte Holzdecke der Michaeliskirche
Detail: Sündenfall im Paradies

Die bemalte Holzdecke im Mittelschiff des Langhauses, die im 13. Jahrhundert entstand, ist einzigartig nördlich der Alpen. Johannes Sommer datierte 1966 die Deckenmalerei zeitgleich mit den Westchor-Erweiterungen in die Jahre gegen 1200 und begründet dies hauptsächlich damit, dass es nach dem 1204 resignierten Abt Theoderich II. im Kloster keine Persönlichkeit mehr gab, die zu solchen Leistungen fähig gewesen wäre.[10] Die Untersuchungen im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung der Decke im Jahre 1999 weisen jedoch auf ein Fälldatum der für die Decke verwendeten Eichen zwischen 1190 und 1220 hin.[11][12]

Neben den Deckengemälden in St. Martin in Zillis (Schweiz) und in Dädesjö (Schweden) ist diese Deckenmalerei das einzige monumentale Tafelgemälde des hohen Mittelalters, das bis in unsere Zeit erhalten geblieben ist. Sie misst 27,6 x 8,7 Meter und besteht aus 1300 Eichenbohlen, die aus dem Holzstamm gespalten wurden; gesägte Bretter konnten noch nicht hergestellt werden. Dadurch ergibt sich eine strukturierte Darstellung im Vergleich zu den später beim Austausch schadhafter Bohlen eingesetzten Brettern.

Abgebildet ist der sogenannte Jessebaum, der die Abstammung Jesu darstellt. Die Malerei besteht aus acht Hauptfeldern.

Das erste Hauptfeld zeigt den Sündenfall im Paradies. In dieser für den Jessebaum ungewöhnlichen Darstellung stehen Adam und Eva neben dem Baum der Erkenntnis. In der Krone des daneben stehenden Baumes ist der segnende Christus zu erkennen. Das zweite Hauptbild zeigt Jesse, aus dessen Lende ein Baum entspringt, der sich durch die folgenden Hauptbilder rankt (Jessebaum). Die weiteren Felder sind sozusagen die Etagen dieses Baumes. Sie zeigen mit David, Salomo, Hiskia und Josia Könige Israels; sie umgeben jeweils vier weitere nicht benannte Könige. Das siebte Feld zeigt Maria umgeben von den vier Kardinaltugenden. Sie hält eine Spindel mit rotem Garn in der Hand. Nach dem Protevangelium des Jakobus gehörte sie zu den sieben Jungfrauen, die den Tempelvorhang anfertigten. Ihre Handhaltung erinnert an die der Eva im ersten Hauptbild; dies unterstreicht ihre Stellung als neue Eva. Das achte Hauptfeld wurde 1650 bei einem Einsturz des östlichen Vierungsturms zerstört. Seit dem Wiedereinbau der Holzdecke 1960 wurde es durch ein Bild Christi als Weltenrichter auf dem Thron ersetzt, das nach einer Vorlage aus dem 19. Jahrhundert entstand.

Das Paradiesbild ist von den vier Paradiesflüssen sowie den Evangelisten Markus und Lukas umgeben. Das Christusbild wird umrahmt von den Erzengeln Raphael, Uriel, Gabriel und Michael sowie den Evangelisten Matthäus und Johannes. Jedes der anderen Hauptbilder ist auf jeder Seite von zwei rechteckigen Darstellungen (hauptsächlich Propheten) flankiert; neben Maria befinden sich rechts der Verkündungsengel und Jesaja, oben links Johannes der Täufer; das vierte Bild kann nicht eindeutig identifiziert werden (Aaron oder Zacharias). In den vier Eckbildern werden die Symbole der Evangelisten dargestellt.

Weiterhin befinden sich an der Decke 42 Medaillons mit den Vorfahren Christi. Nach dem Matthäusevangelium sind dies die Generationen von Abraham (der sich in einem der Medaillons befindet, aber keine Sonderstellung einnimmt) bis Jesus (Mt 1,17 EU). Die Darstellung der Vorfahren ist jedoch dem Lukasevangelium entnommen, das 78 Vorfahren erwähnt und von David nicht über Salomo sondern dessen Bruder Natan (2 Sam 5,14 EU) – nicht zu verwechseln mit dem Propheten – weiterführt (Lk 2,23–38 EU). Damit sind sowohl die königliche als auch die genealogische Abstammung dokumentiert.

Ursprünglich befand sich unter dem obersten Hauptbild der Kreuzaltar mit dem Bernwardskreuz, direkt dahinter stand die Christussäule.

Die Decke wurde 1943 ausgebaut und an verschiedenen Orten eingelagert. Die nach dem Einsturz des östlichen Vierungsturms ersetzten Bretter verblieben in der Kirche. Die ursprünglich verwendeten Bohlen überdauerten so den Zweiten Weltkrieg. Vor dem Wiedereinbau im Jahr 1960 sind alle Teile der Malerei sorgfältig gereinigt und restauriert worden.

Nördliche Chorschranke[Bearbeiten]

Auch die nördliche Chorschranke (Engelschorschranke) in der Vierung vor dem Westchor beweist die Farbenfreudigkeit des hohen Mittelalters. Sie wurde 1194 bis 1197 nach der Heiligsprechung Bernwards bei der Erweiterung der Krypta und der damit verbundenen Verlängerung des Hohen Chor hier angebracht. Das Gegenstück im Süden wurde 1662 zerstört.

Die Schmuckformen sind durch und durch Stuckaturen. Diese Technik der Gestaltung von Skulpturen und Reliefs war in Niedersachsen verbreitet und zu hoher Kunstfertigkeit entwickelt.

Auf der Innenseite (nach Süden) stehen sich über dem Friesen mit Fabelwesen 13 Engelsfiguren; einige trugen Spruchbänder.

An der der Außenseite der Chorschranke sind noch die drei ursprünglich zur Krypta geöffneten Rundbögen zu erkennen. Die sieben Bögen darüber stellen das himmlische Jerusalem dar. In ihnen stehen Heiligenfiguren, in der Mitte als Hauptfigur Maria mit dem Kind, nach rechts (Osten) Petrus, Jakobus und Benedikt, nach links (Westen) Paulus, Johannes und Bernward (mit der Michaeliskirche in der Hand). Die Figuren treten stark von der Wandfläche hervor und werden an einigen Stellen fast vollrund.

Seligpreisungen[Bearbeiten]

Im südlichen Seitenschiff befinden sich in den Arkadenzwickeln zum Mittelschiff acht Frauenfiguren aus Stuck. Sie sind älter als die Chorschranke. Auf den Spruchbändern der Frauen waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts noch die Seligpreisungen aus der Bergpredigt (Mt 5,3–10 EU) zu lesen. Die Plastiken wurden bei der Zerstörung der Kirche bei Kriegsende zum Teil stark beschädigt. Nur auf zwei Figuren konnten beim Wiederaufbau die Originalköpfe wieder aufgesetzt werden.[13]

Johannes-Retabel[Bearbeiten]

Johannesaltar von 1520
Bronzetaufbecken von 1618

Der Altar auf dem Hohen Chor im Westen ist um das Jahr 1520 entstanden und war ursprünglich in der Kirche des Johannisstifts am Dammtor aufgestellt. Vorn dort gelangte er im Zuge der Reformation in die nunmehr evangelische Martinikirche, der ehemaligen Kirche des Franziskanerklosters. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche profaniert und als Museum, heute Roemer- und Pelizaeus-Museum genutzt. Die Gemeinde zog 1857 (wieder) in die Michaeliskirche und brachte den Altar – evtl. als Ersatz für den während der Säkularisation in die Magdalenenkirche verbrachten Elfenaltar – mit. Die beiden äußeren, beidseitig bemalten Flügel wurden jedoch an den Museumsverein verkauft und befinden sich heute im Besitz des Stadtmuseums.

Der Altar ist fast immer geöffnet, so dass im Altarinneren sieben in goldene Gewänder gekleidete Heilige zu sehen sind. Im Mittelpunkt steht Maria mit dem Jesuskind – daher wird auch der Begriff Marienaltar verwendet. Ihr zur Seite stehen links der Evangelist Johannes (mit dem Kelch) und rechts Johannes der Täufer (mit dem Lamm). Auf der Innenseite des linken Flügels sind Barbara und Jakobus, auf der Innenseite des rechten Flügels Andreas und Elisabeth von Thüringen zu sehen. Auf den beiden bemalten Außenseiten befinden sich die Heimsuchung (Lk 1,39–45 EU) (links) und die Geburt Jesu (Lk 2,1–7 EU) (rechts).

Die beiden äußeren im Stadtmuseum befindlichen Flügel zeigen Abbildungen der Verkündigung (Lk 1,26–38 EU) (links innen), der Anbetung der Könige (Mt 3,9–11 EU) (rechts innen), die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Lk 3,21–22 EU) (links außen) und den Evangelisten Johannes auf der Insel Patmos (rechts außen).

Taufbecken[Bearbeiten]

Bereits im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts wurde für den Hildesheimer Dom ein Bronzetaufbecken gegossen, welches auf vier wasserschüttenden Männerfiguren ruht, sie symbolisieren – wie auch an der Basis der Christussäule und an der bemalten Holzdecke – die vier Paradiesflüsse. Diese Tradition wurde auch nach Einführung der Reformation in Hildesheim mit dem Messingtaufbecken von 1547 für die Andreaskirche fortgesetzt, allerdings in typisch protestantischem Stil. In Hildesheim und Umgebung entstanden insgesamt sechs Nachfolgewerke, so etwa 1592 für die katholische Heilig-Kreuz-Kirche.

Das letzte dieser Taufbecken ist das 1618 von Dietrich Mente für die Martini-Kirche gegossene Bronzetaufbecken, welches sich seit 1857 in der Michaeliskirche befindet. Es steht in dem als Taufkapelle genutzten nordwestlichen Querhaus.

Das Becken und der Deckel zeigen jeweils sechs biblische Szenen. Auf dem Schaft sind in zwei Reihen die 12 Apostel dargestellt. Die Bodenplatte wird von vier Putten getragen, die nur noch entfernt an die Wasserschütter an der Taufe im Dom erinnern. Inschriften weisen auf die Stifter und den Gießer hin, die Kartusche auf dem Deckel mit dem Heiligen Martin verweist auf den ursprünglichen Standort. Der Deckel wird von einer Halterung mit einer Darstellung der Dreieinigkeit bekrönt.

Woehl-Orgel (1999)[Bearbeiten]

Die Orgel in der Michaeliskirche ist frei gestaltet. Sie nimmt dabei die Grundform des Gebäudes – das Quadrat – auf und ist aus der Mittelachse heraus gerückt. Sie steht gegenüber der nördlichen Chorschranke um 45 Grad gedreht auf einer relativ kleine Grundfläche. Die 32′-Pfeifen liegen außerhalb des Instruments auf der ersten Empore im südwestlichen Querhaus. Das Glockenspiel hängt auf der darüberliegenden Empore. Das Instrument hat 68 Register und ein Effektregister auf drei Manualwerken und Pedal.[14]

I Hauptwerk C–a3
Prinzipal 16′
Bordun 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Flûte harmonique 8′
Gambe 8′
Oktave 4′
Spitzflöte 4′
Quinte 22/3
Octave 2′
Sesquialter II
Cornet V
Großmixtur V–VII
Mixtur V
Fagott 16′
Trompete 8′
Tuba 8′
Clarine 4′
II Oberwerk C–a3
Gambe 16′
Prinzipal 8′
Saliconal 8′
Hohlflöte 8′
Unda maris 8′
Gedackt 8′
Prestant 4′
Flaute douce 4′
Nasard 22/3
Octave 2′
Flöte 2′
Terz 13/5
Flageolet 1′
Cornet V
Carillon III
Mixtur V
Trompete 8′
Krummhorn 8′
Tremulant (schwach)
III Schwellwerk C–a3
Quintatön 16′
Diapason 8′
Cor de Nuit 8′
Flûte traversière 8′
Viole de Gamba 8′
Flûte octaviante 4′
Dulciana 4′
Quinte 22/3
Octavin 2′
Grand cornet V–VII
Bombarde 16′
Trompette harmonique 8′
Basson Hautbois 8′
Klarinette 8′
Voix humaine 8′
Clairon harmonique 4′
Tremulant (stark)
Glocken
Pedal C–f1
Untersatz 32′
Großbordun 32′
Prinzipal 16′
Subbass 16′
Violon 16′
Bordun 16′
Oktavbass 8′
Violoncello 8′
Bordun 8′
Octave 4′
Mixtur V
Großposaune 32′
Posaune 16′
Trompete 8′
Tuba 8′
Clarine 4′
Glocken
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
    • Bass-Oktavkoppeln: I/I, III/I, III/II

Deutung[Bearbeiten]

St. Michael wird gern als Gottesburg bezeichnet. In der Tat macht der Bau durch seine Lage, durch die massiven Mauern und wehrhaften Türme einen burgartigen Eindruck. Treffender ist die Leitidee jedoch mit Gottesstadt wiedergegeben. Zwar war die mittelalterliche befestigte Stadt immer zugleich Burg, doch steht hier nicht der kriegerisch-abwehrende, sondern der Wohnung und Gemeinschaft stiftende Aspekt im Vordergrund. Es handelt sich um ein Abbild der vollkommenen, endzeitlichen „Stadt auf dem Berg“, die keinen Tempel mehr braucht, weil sie insgesamt Tempel – Wohnung Gottes mit den Menschen – ist. Die geometrische Konstruktion erinnert an die Maßangaben des Tempels in Ez 40f wie an den quadratischen Grundriss der Gottesstadt nach Offb 21,16. Sie ist gesichert gegen das Dunkle und Böse (Michael, der Drachenbezwinger), hat aber weit geöffnete Tore für das Gottesvolk von allen Enden der Erde (Jes 2).

Die Michaeliskirche als architektonisches Vorbild[Bearbeiten]

Die Michaeliskirche hat als architektonisches Vorbild bis zum Ende der Romanik vielfach weitergewirkt, so schon ein Jahrzehnt später in der Basilika von Aquileia.

Für den romantischen Historismus des 19. Jahrhunderts war St. Michael eines der Hauptsymbole der religiösen Reichsidee und wirkte auf zahlreiche Kirchbauten dieser Zeit ein. Eine idealisierte Kopie, ergänzt durch den Turm des Soester Patroklusdoms, ist die Antoniusbasilika in Rheine.

Größen/Anzahlen[Bearbeiten]

Briefmarke der Deutschen Bundespost (1960) zum 1000. Geburtstag der Bischöfe Bernward und Godehard
Deutsche Sondermarke von 2010 zum Jubiläum 1000 Jahre St. Michaelis
Gesamtlänge 74,75 m
Gesamtlänge der Querhäuser 40,01 m
Gesamtbreite der Querhäuser 11,38 m
Länge der Krypta 18,36 m
Breite des Langhauses 22,75 m
Länge des Mittelschiffs zwischen den Querhäusern 27,34 m
Breite des Mittelschiffs zwischen den Arkaden 8,60 m
Höhe des Mittelschiffs 16,70 m
Stärke des Mauerwerkes 1,63 m
Anzahl der Glocken 10

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

St. Michael liegt am nordwestlichen Rand des Stadtkerns von Hildesheim auf dem sog. Michaelishügel. Über die Südseite wird das Langhaus durch das Hauptportal betreten. Hinter der Kirche schließt ein Garten an, der Klostergarten. Über den alten Kreuzgang, der auch über diesen Garten zu erreichen ist, gelangt man in die modernen Gebäude der Umgebung mit dem Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik und der Landessuperintendentur. Nach Osten und Süden erreicht man über Seitenstraßen das Stadtzentrum. Unweit westlich der Michaeliskirche befindet sich der barocke Magdalenengarten, und im Norden schließt das Gymnasium Andreanum an.

Evangelisches Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik[Bearbeiten]

Das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik an der Michaeliskirche wurde im August 2004 eingeweiht, es ist eine rechtlich unselbstständige Einrichtung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das Zentrum besteht aus dem Arbeitsbereich Gottesdienst und Kirchenmusik, dem Posaunenwerk und einer Tagungsstätte. Dem Arbeitsbereich Gottesdienst und Kirchenmusik, der zusammen mit dem Posaunenwerk vom Haus kirchlicher Dienste Hannover an das Michaeliskloster abgegeben wurde,[15] sind der Bereich Kindergottesdienst und das 2009 gemeinsam mit der EKD errichtete Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst der EKD zugeordnet. Im Zentrum sind ausserdem der Lektorendienst und weitere Einrichtungen und Verbände wie der Niedersächsische Kirchenchorverband oder der Kirchenmusikerverband untergebracht und werden zentral verwaltet.[16]Das Haus kirchlicher Dienste übernimmt weiter Aufgaben der Verwaltung für das Zentrum.

Seit August 2004 ist Jochen Arnold Direktor der Einrichtung, ein Beirat begleitet die Arbeit. Die Aufsicht führt ein vom Landeskirchenamt Hannover gebildetes Kuratorium, dem ein geistlicher und ein rechtskundiger Vertreter des Landeskirchenamtes, der Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim, ein von der EKD entsandtes Mitglied sowie der Landeskirchenmusikdirektor der Landeskirche angehören. Der Direktor und der Theologische Leiter des Zentrums für Qualitätsentwicklung sind mit beratender Stimme vertreten.[17]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Adam: Vorromanik und Romanik. Frankfurt 1968, S. 56.
  • Cord Alphei: Die Hildesheimer Michaeliskirche im Wiederaufbau 1945–1960. Georg Olms Verlag, Hildesheim 1993, ISBN 3-487-09812-1.
  • Lottlisa Behling: Die Pflanzenwelt der mittelalterlichen Kathedralen. Köln 1964, Abb. XVb, XVI, XVII, XXI.
  • Hartwig Beseler, Hans Roggenkamp: Die Michaeliskirche in Hildesheim. Berlin 1954.
  • Manfred Lausmann, Peter Königfeld: Das romanische Deckenbild der Ev. Pfarrkirche St. Michael in Hildesheim, in: Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Restaurierung von Kulturdenkmalen. Beispiele aus der niedersächsischen Denkmalpflege (= Berichte zur Denkmalpflege, Beiheft 2), Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Hameln: Niemeyer, 1989, ISBN 3-87585-152-8, S. 197–201
  • Michael Brandt(Hrsg.): Der vergrabene Engel. Die Chorschranken der Hildesheimer Michaeliskirche. Funde und Befunde. Ausst. Kat. Hildesheim 1995, ISBN 3-8053-1826-X.
  • Michael Brandt: Bernwards Säule – Schätze aus dem Dom zu Hildesheim. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7954-2046-8.
  • Michael Brandt/Arne Eggebrecht (Hrsg.): Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen, Katalog der Ausstellung 1993, Band 1. Bernward Verlag, Hildesheim 1993, ISBN 3-87065-736-7, S. 369–391.
  • Michael Brandt/Arne Eggebrecht (Hrsg.): Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen, Katalog der Ausstellung 1993, Band 2. Bernward Verlag, Hildesheim 1993, ISBN 3-87065-736-7, S. 521–590.
  • Rainer Budde: Deutsche Romanische Skulptur 1050–1250. München 1979, Abb. 242–248.
  • André Corboz, Henri Stierlin (Hrsg.): Frühes Mittelalter (= Architektur der Welt, Bd. 14). S. 140–145, 164–170.
  • Patricia Engel: Strategia podejmowania decyzji konserwatorskich w procesie identyfikacji i konserwacji historycznych śladów uauwania pisma (tekstu) w rękopisach (I–XV wiek) – Na przykładzie konserwacji – restauracji „Ratmann Sakramentary“ z kolekcji Skarbów. Hildesheim. Diss. Warschau 2007.
  • Kurd Fleige: Kirchenkunst, Kapitellsymbolik und profane Bauten: Ausgewählte Aufsätze zur Bau- und Kunstgeschichte Hildesheims und seiner Umgebung. Bernward-Verlag GmbH, Hildesheim 1993, ISBN 3-87065-793-6.
  • Bernhard Gallistl: Die Bernwardsäule und die Michaeliskirche zu Hildesheim. Georg-Olms-Verlag, Hildesheim 1993, ISBN 3-487-09755-9.
  • Bernhard Gallistl: Unbekannte Dokumente zum Ostchor der Michaeliskirche aus der Dombibliothek. In: Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart 72, 2004, S. 259–289.
  • Bernhard Gallistl: In Faciem Angelici Templi. Kultgeschichtliche Bemerkungen zu Inschrift und ursprünglicher Platzierung der Bernwardstür. In: Jahrbuch für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim 75./76. Jahrgang 2007/2008 ISSN 0341-9975, S. 59–92.
  • Bernhard Gallistl: Bischof Bernwards Stiftung St.Michael in Hildesheim: Liturgie und Legende, In: concilium medii aevi 14, 2011, S. 239–287 (Online)
  • Rolf-Jürgen Grote/Vera Kellner: Die Bilderdecke der Hildesheimer Michaeliskirche, Erforschung eines Weltkulturerbes. Deutscher Kunstverlag, Copyright: 2002 Wenger-Stiftung für Denkmalpflege, ISBN 3-422-06401-X.
  • Marko Jelusić: „Ein Löwe in seinem Fach“, Wie Joseph Bohland die Deckenmalerei von St. Michaelis vor der sicheren Zerstörung rettete. In: H. Kemmerer (Hrsg.), St. Michaelis zu Hildesheim. Geschichte und Geschichten aus 1000 Jahren, Veröffentlichungen der Hildesheimer Volkshochschule zur Stadtgeschichte Hildesheims 15 (Hildesheim 2010) 108-113. ISBN 978-3-8067-8736-8 (Online auf academia.edu)
  • Ivo Kircheis/Eckart Sackmann: Die Tote von St. Michaelis. comicplus+, Hildesheim 2004.
  • Gerhard Lutz: Die Michaeliskirche Hildesheim. Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7954-2248-6
  • Ulrike Matthies: Die protestantischen Taufbecken Niedersachsens von der Reformation bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 1998, ISBN 3-7954-1155-6.
  • Monika Müller (Hrsg.): Für himmlischen Lohn und irdische Weisheit – mittelalterliche Bücherschätze aus Hildesheim. Ausstellungskatalog Wolfenbüttel 2010
  • Manfred Overesch: St. Michaelis – Das Weltkulturerbe in Hildesheim, eine christlich-jüdische Partnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Verlag Schnell&Steiner GmbH, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-1509-8
  • Manfred Overesch: Von Hildesheim in die USA, Christ und Jude im Dialog über den Wiederaufbau des Weltkulturerbes St. Michaelis 1946–1949. Georg-Olms-Verlag AG, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12656-7
  • Manfred Overesch: St. Michael – Gottes Stadt und Bernwards Burg in Hildesheim, Georg-Olms-Verlag AG, Hildesheim 2010, ISBN 978-3-487-14472-6
  • Manfred Overesch/Alfhart Günther: Himmlisches Jerusalem in Hildesheim – St. Michael und das Geheimnis der sakralen Mathematik vor 1000 Jahren, Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-55004-5
  • Ursula Schädler-Saub: Mittelalterliche Kirchen in Niedersachsen – Wege der Erhaltung und Restaurierung. (= Schriften des Hornemann Instituts, Bd. 4), Petersberg 2000, ISBN 3-932526-85-6, S. 16–41
  • Wolfgang Christian Schneider: Bernward von Hildesheim. Georg-Olms-Verlag AG, Hildesheim 2010, ISBN 978-3-487-14268-5
  • Christoph Schulz-Mons: Die Chorschrankenreliefs der Michaeliskirche zu Hildesheim und ihre Beziehungen zur bambergisch-magdeburgischen Bauhütte. Bernward, Hildesheim 1979
  • Christoph Schulz-Mons: Das Michaeliskloster in Hildesheim. Untersuchungen zur Gründung durch Bischof Bernward 993-1022. 2 Bde, Hildesheim 2010 (Quellen und Dokumentationen zur Stadtgeschichte Hildesheims; 20,1 und 20,2), ISBN 978-3-8067-8738-2
  • Christiane Segers-Glocke, Angela Weyer (Hrsg.): Der Kreuzgang von St. Michael in Hildesheim: 1000 Jahre Kulturgeschichte in Stein. 1. Aufl. – Hameln: Niemeyer, 2000, = Schriften des Hornemann Instituts; 2 u. Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 20, ISBN 3-8271-8020-1
  • Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): St. Michael in Hildesheim: Forschungsergebnisse zur bauarchäologischen Untersuchung im Jahr 2006. CW Niemeyer Buchverlage GmbH, Hameln 2008, Copyright: 2008 Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (= Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 34) ISBN 978-3-8271-8034-6
  • Johannes Sommer: St. Michael zu Hildesheim. 3., durchges. Aufl. Königstein i. Ts. 1993 (= Die Blauen Bücher), ISBN 3-7845-4662-5
  • Johannes Sommer: Das Deckenbild der Michaeliskirche zu Hildesheim. Ergänzter Reprint der Erstauflage Hildesheim 1966 nebst einer kritischen Übersicht über die seitherigen Forschungen 1999. Königstein i. Ts. 2000, ISBN 3-7845-7410-6
  • Volkshochschule Hildesheim gGmbH (Hrsg.): St. Michaelis zu Hildesheim – Geschichte und Geschichten aus 1000 Jahren. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2010, ISBN 978-3-8067-8736-8
  • Elizabeth C. Teviotdale: The Stammheim Missal. J. Paul Getty Museum, Los Angeles 2001. ISBN 978-0-89236-615-6
  • Jürgen Thies: Die Symbole der Romanik und das Böse – Die Externsteine ind die Werke Bernwards in Hildesheim Band 1-. Verlag und Galerie für Kunst und Kunsttherapie GmbH, Nürtingen 2007, ISBN 978-3-9801451-8-3
  • Francis J. Tschan: Saint Bernward of Hildesheim. 1. His Life and Times. Publications in Mediaeval Studies, 6. Notre Dame, Ind.: University of Notre Dame, 1942
  • Francis J. Tschan: Saint Bernward of Hildesheim. 2. His Works of Art. Publications in Mediaeval Studies, 12. Notre Dame, Ind.: University of Notre Dame, 1951
  • Francis J. Tschan: Saint Bernward of Hildesheim. 3. Album. Publications in Mediaeval Studies, 13. Notre Dame, Ind.: University of Notre Dame, 1952
  • Peter Turek/Carola Schüritz: Die „Seligpreisungen im südlichen Seitenschiff von St. Michael in Hildesheim“ in Matthias Exner/Ursula Schädler-Saub (Hrsg.): Die Restaurierung der Restaurierung? - Zum Umgang mit Wandmalereien und Architekturfassungen des Mittelalters im 19. und 20. Jahrhundert. (= Schriften des Hornemann Instituts, Bd. 5; = ICOMOS – Hefte des Deutschen Nationalkomitees, Bd. XXXVII), München 2002, ISBN 3-87490-681-7, S. 191–196
  • Angela Weyer/Gerhard Lutz (Hg.): 1000 Jahre St. Michael in Hildesheim. Kirche-Kloster-Stifter. Petersberg 2012 (Schriften des Hornemann Instituts, Band 14). ISBN 978-3-86568-767-8

Quellen[Bearbeiten]

  1. Burgstemmen. Auf: findcity.de, am 17. Juli 2006.
  2. Gallistl 2007/2008, S. 65f; Tschan, Bd. 2, S. 415–419; Bd. 3, Abb. 252–255
  3. Overesch/Günther, S. 201–204 und Fig. 33
  4. Lit. Gallistl, 1993, S. 32
  5. Harenberg, in: Lit. Christiane Segers-Glocke, S. 153
  6. Margret Zimmermann, Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land. Verlag Lax Hildesheim, S. 56.
  7. siehe hierzu: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): St. Michael in Hildesheim: Forschungsergebnisse zur bauarchäologischen Untersuchung im Jahr 2006
  8. Overesch/Günter, 7. Kap.
  9. Christussäule kehrt in den Dom zurück
  10. Johannes Sommer: Das Deckenbild der Michaeliskirche zu Hildesheim, 1999, S. 34. Eine Übersicht der weiteren Datierungen des Deckenbildes befindet sich auf S. 20 des Schlusskapitels.
  11. vgl. Ulfrid Müller: Ein schwieriger und langer Weg vom Baum im Wald bis zur fertig bemalten Decke. In: Die Bilderdecke der Hildesheimer Michaeliskirche. S. 78 f.
  12. Peter Klein: Dendrochronologische Untersuchungen an Bohlen der Holzdecke in St. Michael. In: Die Bilderdecke der Hildesheimer Michaeliskirche. S. 80
  13. Peter Turek/Carola Schüritz: Die Seligpreisungen im südlichen Seitenschiff von St. Michael in Hildesheim. In Matthias Exner/Ursula Schädler-Saub (Hrsg.): Die Restaurierung der Restaurierung? S. 194
  14. Informationen zur Orgel auf den Seiten der Kirchgemeinde
  15. vgl. Kirchliche-Dienste.de
  16. vgl. Michaeliskloster.de
  17. Ordnung für das Michaeliskloster Hildesheim vom 23. März 2004 (PDF)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Michael (Hildesheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.1527777777789.9436111111111Koordinaten: 52° 9′ 10″ N, 9° 56′ 37″ O