Michel-Joseph Gebauer

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Michel-Joseph Gebauer (* 1763 in La Fère, Département Aisne; † Dezember 1812 in Russland) war ein französischer Komponist und Oboist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Michel-Joseph Gebauer war der Sohn eines aus Deutschland stammenden Militärmusikers. Er war der Älteste der vier Brüder François René Gebauer (1773–1845), Pierre-Paul Gebauer und Etienne-François Gebauer, die alle musizierten, komponierten und auch zusammen im Quartett auftraten.

Seinen ersten Musik- und Instrumentalunterricht erhielt er von seinem Vater. Bereits mit 14 Jahren trat er in die Kapelle der Garde suisse in Versailles als Oboist ein. 1790 wechselte er als Oboist in das Orchester der Musique de la garde nationale de Paris. Von 1795 bis 1802 war er Professor am Conservatoire de Paris. Danach wurde er Musikmeister der Garde des 1. Konsuls und später der kaiserlichen Garde. Er verstand es geschickt, den durch Jean Paul Egide Martini in Frankreich eingeführten deutschen Geschmack mit dem französischen, wie er von François-Joseph Gossec und Charles-Simon Catel verkörpert wurde, zu verbinden. Seine Militärmärsche waren hochgeschätzt.

Werke[Bearbeiten]

Werke für Blasorchester[Bearbeiten]

  • Pas de manoeuvre
  • Marche militaire

Kammermusik[Bearbeiten]

  • Grande étude opus 9, für Flöte Solo
  • Douze Duos à l'usage des Commençants pour deux violons... opus 10
  • Trois Duos opus 17, für Flöte und Fagott
  • Petite pièce für Alt-Blockflöte
  • Polonaise für Flöte und Gitarre
  • 12 Ländler für 2 Flöten (oder: Flöte und Violine)
  • Sechs Duos für zwei Klarinetten

Weblinks[Bearbeiten]