Michel de La Barre

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Vermutlich Michel de La Barre darstellendes Porträt

Michel de La Barre (* vor 1675 in Paris; † 15. März 1745 ebenda) war ein französischer Flötist und Komponist.

Über das Leben von Michel de La Barre sind nur wenige Details bekannt. Geboren als Sohn eines Weinhändlers, veröffentlichte er 1694 mit „Pièces en trio“ für 2 Violinen, Flöten oder Oboen und Basso continuo seine erste Komposition. Etwa seit 1695 wirkte er am Hof von Ludwig XIV. als Flötenvirtuose und bekleidete dort von 1703 bis 1730 eine offizielle Position in der Musique de l’Écurie et de la Chambre du Roi. Sein 1702 veröffentlichtes op. 4, die „Pièces pour la flûte traversière avec la basse continue“, gilt als erstes ausdrücklich für Travers- bzw. Querflöte komponiertes Solowerk überhaupt. Neben zahlreichen Instrumentalwerken komponierte er auch Lieder sowie zwei Opern („Le Triomphe des Arts“, uraufgeführt 1700 sowie „La Vénitienne“, uraufgeführt 1705).

Literatur[Bearbeiten]

  • Ursula Pešek, Željko Pešek: Flötenmusik aus drei Jahrhunderten. Komponisten, Werke, Anregungen. Bärenreiter, Kassel u. a. 1990, ISBN 3-7618-0985-9, S. 12.
  • Marie-Hélène Sillanolli: La Vie et l’œuvre de Michel de La Barre, flûtiste de la Chambre et compositeur du roi. Paris, thèse de 3ie cycle de Sorbonne, 1984, 755 S.

Weblinks[Bearbeiten]