Michelangelo Celesia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Michelangelo Celesia

Michelangelo Kardinal Celesia OSB, bürgerlich Pietro Geremia Celesia (* 13. Januar 1814 in Palermo; † 15. April 1904 ebd.) war Erzbischof von Palermo.

Leben[Bearbeiten]

Celesia stammte aus dem altadeligen Geschlecht der Marchese di Sant’Antonio. Er trat in die Cassinensische Kongregation des Benediktinerordens ein, legte am 15. Januar 1835 im Kloster San Martino in Palermo seine Profess ab und wurde am 24. Juli 1836 zum Priester geweiht.

1840 wurde er Dozent für Philosophie, 1841 Dekan und 1843 Professor für Dogmatik. 1846 wurde er Prior des Klosters in Messina und war dann Prior in Militello, bis er am 25. März 1850 durch päpstliches Dekret zum Abt des Klosters Montecassino bestimmt wurde.

Celesia kam 1858 als Generalprokurator seines Ordens und Abt von Farfa nach Rom. Am 18. März 1860 wurde er von Pius IX. zum Bischof von Patti in Sizilien (bis 1871) und 1863 zum apostolischen Delegaten bei der Republik El Salvador ernannt.

Am 20. September 1871 wurde er Erzbischof von Palermo und am 10. November 1884 zum Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Prisca; am 25. November 1887 optierte er auf die Titelkirche San Marco.

Am Konklave von 1903 nahm er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teil. Er starb am 15. April 1904 in Palermo und wurde in den dortigen Katakomben des Kapuzinerordens beigesetzt. Sein Leichnam gilt aufgrund der innovativen Konservierungsmethode des Chemikers Alfredo Salafia als eine bedeutende Mumie des 20. Jahrhunderts und war fünf Jahre lang in den Katakomben zu sehen, ehe sie in die Kathedrale von Palermo überführt wurde.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Koudounaris, The Immaculate Corpses of Dr Alfredo Salafia at the Palermo Catacombs (Palermo, Sicily, Italy), Zugriff am 5. November 2012
Vorgänger Amt Nachfolger
Giovanni Battista Naselli Morso e Montaperto Erzbischof von Palermo
1871–1904
Alessandro Kardinal Lualdi