Schmelz (Saar)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Saarland | |
| Landkreis: | Saarlouis | |
| Höhe: | 249 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,64 km² | |
| Einwohner: |
16.697 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 285 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 66832–66839 | |
| Vorwahlen: | 06887 (Schmelz, Hüttersdorf und Limbach), 06888 (Dorf), 06881 (Primsweiler), 06874 (Michelbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLS | |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 44 117 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 66839 Schmelz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Armin Emanuel (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Schmelz im Landkreis Saarlouis | ||
Schmelz ist eine Gemeinde im saarländischen Landkreis Saarlouis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Schmelz liegt im nordsaarländischen Berg- und Hügelland (ca. 200 bis 430 m ü. NN). Der Ort liegt an der Prims. Schmelz ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des nördlichen Saarlandes (~ 17.500 Einwohner).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde Schmelz besteht erst seit dem 1. April 1937.[2] Der Ort gliedert sich in Schmelz (Außen und Bettingen mit Goldbach), Hüttersdorf (mit Buprich), Limbach, Michelbach, Primsweiler und Dorf im Bohnental.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat mit 33 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:
- CDU: 42,2 % – 14 Sitze
- SPD: 37,3 % – 13 Sitze
- Linke 7,1 % – 2 Sitze
- FW 6,9 % – 2 Sitze
- Grüne 3,4 % – 1 Sitz
- FDP 3,2 % – 1 Sitz
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung lautet: „In Silber ein durchgehendes gekerbtes rotes Kreuz, überdeckt mit einem Herzschild, darin in Silber auf grünem Boden ein silbergefugter schwarzer Schmelzofen mit rotem Abstich und oben herausgeschlagener roter Flamme.“
[Bearbeiten] Partnerschaften
- Mitry-Mory, Frankreich (seit 1972)
- Astfeld, Südtirol (Seit Ende 1971)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch die Gemeinde Schmelz verläuft die Bundesstraße 268, welche unter anderem die Hauptstadt des Saarlandes (Saarbrücken) mit dem in Rheinland-Pfalz gelegenen Trier verbindet. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren weitreichende Arbeiten am Straßenverkehrsnetz getätigt, wodurch Schmelz mittlerweile über drei Hauptverkehrskreisel und einen neugestalteten Ortskern verfügt. Außerdem ist die Großgemeinde an das Nahverkehrsnetz des Regionalbus Saar-Westpfalz angebunden, womit den Ortsansässigen Verbindungen in alle größeren Städte der Umgebung zur Verfügung stehen.
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
Fünf Kindergärten, vier Grundschulen, eine Erweiterte Realschule, Katholische Erwachsenenbildung, Musikschule Schmelz, freie Kunstschule Schmelz
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Sehenswürdigkeiten
- Das Kulturdenkmal Bettinger Mühle ist ein Mühlenensemble mit Mühlengebäude, Wohnhaus, Werkstatt, Backhaus und Scheune, das vom Verein zur Erhaltung der Bettinger Mühle als Kulturzentrum wieder hergestellt wird.
- Der Mühlenberg bei Bettingen ist vermutlich der Rest einer mittelalterlichen Turmhügelburg.
- Der Außener Glockenturm ist ein Chorturm einer früheren, möglicherweise romanischen Kirche, aus dem 12. Jahrhundert. Er wurde restauriert und wird nun für religiöse Zwecke genutzt (Standort: Schmelz, Robert-Koch-Straße).
- Das Naturdenkmal Dicke Eiche ist eine ca. 380 Jahre alte Eiche im Großen Horst. Der Baum ist ein Relikt der Mittelwaldwirtschaft, die bis ca. 1850 betrieben wurde.
- Die Alte Kirche in Limbach[3] besteht aus vier Bauteilen, die zu verschiedenen Zeiten errichtet worden sind. Der älteste dieser vier Teile ist der spätromanische Turm. Neben einem ähnlichen Turm in der nahegelegenen Gemeinde Siersburg existiert im ganzen Kreis Saarlouis kein Bauwerk irgendwelcher Art, welches ein ähnlich hohes Alter erreicht. Im Buch Die Kunstdenkmäler des Kreises Saarlouis und des Kreises Ottweiler wird das 13. Jahrhundert als Entstehungszeit angegeben. Im 15. Jahrhundert wurde der Turm mit einem gotischen Fenster versehen und im Innern um ein gotisches Gewölbe erweitert. An der Innenwand sind Reste alter Bilder erhalten, die das Martyrium des hl. Sebastian darstellen.
Turm und Kirche haben den Dreißigjährigen Krieg überstanden. Der an den Turm angebaute Chor der Alten Kirche stammt wahrscheinlich noch aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg.
- Die Birg bei Limbach ist eine keltische Wallanlage, die sich auf einer Erhebung eines Ausläufers des Großen Horstes befindet.[4]
- Die Hüttersdorfer Kapelle (Kapellenweg)
- Die Kapelle auf Marienfried (Renges) wurde 1949 erbaut und 1950 eingeweiht. Gebaut wurde die Kapelle aus Dankbarkeit, da es keine Verletzten bei einem Fliegerangriff auf einen voll besetzten Personenzug gab.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schmelz
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 1048 mm und liegt damit im oberen Drittel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 87% zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,6mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. In 67% aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Karl Baus, katholischer Kirchenhistoriker und Patrologe
- Roland Merten, Erziehungswissenschaftler und Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
- Herman Rarebell, ehemaliger Schlagzeuger der Scorpions, geboren in Hüttersdorf-Buprich
- Erwin Sinnwell, ehemaliger Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft des Saarlandes im Kabinett Röder V
[Bearbeiten] Literatur
- Schmelz – Vergangenheit und Gegenwart. Ein Heimatbuch. Eigenverlag 1973
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Schmelz
- Literatur über Schmelz (Saar) in der Saarländischen Bibliographie
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Saarland.de – Fläche, Bevölkerung in den Gemeinden am 31.12.2010 nach Geschlecht, Einwohner je km² und Anteil an der Gesamtbevölkerung (PDF) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 278
- ↑ Bild vom Turm der Alten Kirche in Limbach
- ↑ Pläne und Bilder von der Birg bei Limbach
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