Micheldorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Micheldorf in Kärnten, es existieren auch ein Micheldorf in Oberösterreich und ein Ortsteil der Stadt Bad Berneck im Fichtelgebirge, Bayern.
Micheldorf
Wappen von Micheldorf
Micheldorf (Österreich)
Micheldorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 17,02 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 14° 26′ O46.91388888888914.427777777778622Koordinaten: 46° 54′ 50″ N, 14° 25′ 40″ O
Höhe: 622 m ü. A.
Einwohner: 1.032 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9322
Vorwahl: 0 42 68
Gemeindekennziffer: 2 05 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 28
9322 Micheldorf
Website: www.micheldorf-hirt.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Wagner (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
8 SPÖ, 6 BZÖ, 1 ÖVP
Lage der Gemeinde Micheldorf im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Althofen Brückl Deutsch-Griffen Eberstein Frauenstein Friesach Glödnitz Gurk Guttaring Hüttenberg (Kärnten) Kappel am Krappfeld Klein Sankt Paul Liebenfels Metnitz Micheldorf Mölbling Sankt Georgen am Längsee Sankt Veit an der Glan Straßburg Weitensfeld im Gurktal KärntenLage der Gemeinde Micheldorf im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Kirche von Micheldorf
Ehemaliger Hochofen

Micheldorf ist eine Gemeinde mit 1032 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich der Stadt Friesach im südlichen Friesacher Feld an der Metnitz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Micheldorf ist in die beiden Katastralgemeinden Micheldorf und Lorenzenberg gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Gasteige (43)
  • Gaudritz (0)
  • Gulitzen (168)
  • Hirt (37)
  • Lorenzenberg (36)
  • Micheldorf (708)
  • Ostrog (0)
  • Ruhsdorf (11)
  • Schödendorf (37)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche von Micheldorf wurde 783/785 erstmals urkundlich erwähnt, die Filialkirche auf dem Lorenzenberg 1043.

Bei der Bildung von Ortsgemeinden in Kärnten wurden die Katastralgemeinden Micheldorf und Lorenzenberg 1850 zunächst Friesach zugeteilt. 1893 trennte sich Micheldorf von Friesach als eigenständige Ortsgemeinde ab. Im Rahmen einer Gemeindestrukturreform wurde Micheldorf 1973 Friesach angeschlossen, ist aber nach einem Volksentscheid 1992 wieder selbstständige Gemeinde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Micheldorf 1.201 Einwohner, davon sind 95,6 % österreichische und 2,8 % bosnische Staatsbürger. 84,3 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, 3,3 % zur evangelischen Kirche und 2,8 % sind islamischen Glaubens. 8,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Micheldorf
  • Die Pfarrkirche hl. Veit in Micheldorf, urkundlich 784/785 erwähnt, ist ein mittelgroßer, im Langhaus ursprünglich romanischer Bau, der im 18. und 19. Jahrhundert verändert wurde. Der Turmanbau an der Westseite im gotischen Stil ist mit dem Jahr 1447 bezeichnet.
  • Die Filialkirche hl. Laurentius auf dem Lorenzenberg, 1043 erstmals urkundlich erwähnt, ist ein auf einem Felskegel errichteter frühgotischer Bau.
  • Von der 1873 stillgelegten Eisenhütte in Hirt ist ein 1806 errichteter Hochofen erhalten geblieben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Leitbetrieb und zugleich das bekannteste Unternehmen der Gemeinde ist die Privatbrauerei Hirt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[2]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Heinz Wagner (SPÖ).[3]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Micheldorf hat folgende Blasonierung: „In Grün ein schräglinker goldener, schwarzunterlegter Rost, oben von einer goldenen Hopfenrebe mit einem Blatt und zwei Dolden, unten von einer zum Rost parallel wachsenden goldenen Ähre begleitet.“[4]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 6. Dezember 1994 verliehen. Die Fahne ist Grün-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Der Rost symbolisiert den Pfarrpatron Laurentius, der der Legende nach auf einem Rost den Märtyrertod erlitten haben soll. Aus dem Wappen, das die Gemeinde Micheldorf von 1963 bis zur Eingemeindung nach Friesach 1973 führte, ist der Hopfendolden, der auf die traditionsreiche Brauerei anspielt, übernommen worden. Die Getreideähre steht sowohl für den Anbau im Gemeindegebiet als auch für den Kurbetrieb im Agathenhof, wo unter anderem die Mayr-Kur mit Getreideprodukten angewandt wird.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften mit folgenden Gemeinden:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
  3. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 192

Weblinks[Bearbeiten]