Michelfeld

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Dieser Artikel behandelt die württembergische Gemeinde Michelfeld, zu weiteren Bezeichnungen siehe Michelfeld (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Michelfeld
Michelfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Michelfeld hervorgehoben
49.1005555555569.6816666666667361Koordinaten: 49° 6′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 35,22 km²
Einwohner: 3679 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74545
Vorwahl: 0791
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haller Straße 35
74545 Michelfeld
Webpräsenz: www.michelfeld.de
Bürgermeister: Wolfgang Binnig
Lage der Gemeinde Michelfeld im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
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Michelfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Michelfeld liegt in 354 bis 509 Meter Höhe rund fünf Kilometer westlich der Kreisstadt Schwäbisch Hall. Die Gemeinde hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[2]

Der namengebende Hauptort liegt im flachen Grund und auf dem linken Hang des Tals des Bibers, die hier in Südsüdostlauf aus den Waldenburger Bergen in die Hügellandschaft des Rosengartens heraustritt. Dorf und Tal werden von der aus Schwäbisch Hall kommenden Bundesstraße 14 durchquert, die anschließend über die sogenannte Rote Steige die Hochebene des Mainhardter Waldes im Westen erklimmt. Eine recht große Bevölkerung hat auch noch das Dorf Gnadental weiter oben im noch engen Biberstal. Der größte Teil des Gemeindegebietes liegt nördlich und nordwestlich von Michelfeld auf den rauhen und waldreichen Hochebenen der Waldenburger Berge beidseits des Taleinschnitts, über die viele kleine Weiler und Gehöfte verstreut sind.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Michelfeld grenzt im Osten an das Stadtgebiet von Schwäbisch Hall, im Südwesten an Mainhardt und im Nordwesten an Pfedelbach und die Stadt Waldenburg, beide im Hohenlohekreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Michelfeld gehören 33 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Gnadental gehören das Dorf Gnadental, die Weiler Büchelberg, die Höfe Eichelberg, Forsthaus, Vorderziegelhalden und das Haus Winterrain sowie die abgegangenen Ortschaften Jagdhaus und Ziegelhalde. Zur Gemeinde Michelfeld im Gebietsstand vom 30. Juni 1971 gehören Dorf Michelfeld, die Weiler Blindheim, Eichholz, Erlin, Forst, Hahnenbusch, Kiesberg, Koppelinshof, Lemberg, Leoweiler, Lindachshof, Neunkirchen, Rinnen, Schöpperg, Wagrain und Witzmannsweiler, die Höfe Baierbach, Baumgarten, Bürkhof, Mäurershäusle, Messersmühle, Molkenstein (Burgstall Molkenstein), Pfeiffershäusle, Rote Steige und die Häuser Buchernhof, Landturm und Lemberghaus sowie die abgegangenen Ortschaften Egelsee, Einsiedelei, Schneidemühle und Sezershof.[3]
Die Gemeinde ist zudem in die drei Wohnbezirke Michelfeld mit den Orten Michelfeld, Baumgarten, Buchernhof, Bürkhof, Forst, Gewerbegebiet Kerz, Koppelinshof, Landturm, Leoweiler, Lindachshof, Molkenstein und Rote Steige, Gnadental mit den Orten Gnadental, Büchelberg, Eichelberg, Forsthaus, Vorderziegelhalden und Winterrain und Neunkirchen/Rinnen mit den Orten Baierbach, Blindheim, Eichholz, Erlin, Hahnenbusch, Lemberg, Lemberghaus, Messersmühle, Neunkirchen, Rinnen (Burgstall Rinnen), Schöpperg, Wagrain und Witzmannsweiler unterteilt.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich dem Ortsadel derer von Michelfeld gehörend, kam der Ort mit der Zeit in den Besitz des Benediktinerklosters Comburg, das ihn aus Finanznot 1521 an die Stadt Schwäbisch Hall verkaufte.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die zuvor selbständige Gemeinde Gnadental wurde am 1. Juli 1971 nach Michelfeld eingemeindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Ehemalige Klosterkirche in Gnadental.
  • Pfarrkirche Peter und Paul in Michelfeld (1282)
  • Ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster in Gnadental (1243), siehe Artikel Kloster Gnadental

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft wird durch die Nähe zur Kreisstadt bestimmt. Trotzdem ist Michelfeld keine reine Wohngemeinde. 800 Einwohner sind in Arbeitsstätten in der Gemeinde beschäftigt, überwiegend im Dienstleistungsbereich, 1200 Michelfelder verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb. Auch die Landwirtschaft spielt eine Rolle, es gibt noch etwa 25 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 552–555
  4. Gemeindeverfassung der Gemeinde Michelfeld abgerufen am 11. April 2008