Michelle Hunziker

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Michelle Yvonne Hunziker (* 24. Januar 1977 in Sorengo bei Lugano) ist eine eingebürgerte italienische[1] Moderatorin und Sängerin schweizerischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Hunziker 2006 in Edinburgh

Hunziker ist die Tochter einer Niederländerin und eines Schweizer Kunstmalers. 1980 zog die Familie in die Deutschschweiz und lebte unter anderem in der Berner Gemeinde Ostermundigen sowie in Zuchwil bei Solothurn. 1993 zog Hunziker mit ihrer Mutter nach Bologna, wo sie als Katalogmodel arbeitete.

Nach einer landesweiten Kampagne der Dessousfirma Roberta Intimo, auf deren Plakaten Hunziker nur mit einem Stringtanga bekleidet war, erklärte die italienische Presse sie 1995 zu „Italiens schönstem Po“. 1996 moderierte Hunziker ihre erste Fernsehshow: I cervelloni. 1998 schaffte sie es mit der Comedyshow Paperissima Sprint in die Hauptsendezeit. Es folgten weitere erfolgreiche Sendungen in Italien und der Schweiz. Für die Shows Zelig und Scherzi a parte wurde Hunziker im April 2002 mit dem italienischen Fernsehpreis ausgezeichnet. In Deutschland moderierte sie 1998 mit Thomas Gottschalk sowie 2014 mit Hape Kerkeling die Verleihung der Goldenen Kamera und im Schweizer TV3 im Jahr 1999 die Vorher-Nachher-Show Cinderella.

Von 2000 bis 2006 war Hunziker Mitglied der Sekte „Krieger des Lichts“, da sie in dieser Zeit unter Depressionen gelitten und dort Schutz gesucht haben soll.[2]

Zwischen November 2002 und Herbst 2004 moderierte sie bei RTL zusammen mit Carsten Spengemann Deutschland sucht den Superstar. Ein Höhepunkt ihrer Karriere war die Moderation der Sendung Striscia la notizia, die sich mit dem Tagesgeschehen und dem damaligen italienischen Premier Silvio Berlusconi humorvoll auseinandersetzte (von Canale 5 ausgestrahlt, das zu Berlusconis Sendergruppe Mediaset gehört). 2007 moderierte sie an der Seite von Pippo Baudo die 57. Ausgabe des Sanremo-Festivals. Nationale Schlagzeilen machte dabei eine Geste der Verehrung des italienischen Fußballers Antonio Cassano, der Hunziker 500 rote Rosen in die Garderobe bringen ließ.

Hunziker versuchte sich auch als Sängerin und veröffentlichte im Dezember 2006 ihr erstes Album Lole sowie die Single daraus, From Noon Till Midnight.

Seit dem 3. Oktober 2009[3] moderierte sie an der Seite von Thomas Gottschalk die deutschsprachige Fernsehshow Wetten, dass..? Als sich der Wettkandidat Samuel Koch während einer Sendung im Dezember 2010 schwer verletzt hatte, wurde zum ersten Mal eine laufende Show abgebrochen. Der Wettkandidat ist seit dem Vorfall gelähmt. Infolge des Unfalls beendete Gottschalk sein Engagement bei Wetten, dass..? Hunziker tat es ihm gleich, sie moderierte die Sendung am 3. Dezember 2011[4] zum letzten Mal.

Seit Januar 2012 moderiert Hunziker an der Seite von Gerry Scotti und Ezio Greggio die Satireshow Striscia la Notizia.[5] Im Mai 2012 bildete Michelle Hunziker mit Dieter Bohlen und Dana Schweiger die Jury der RTL-Unterhaltungsshow Deutschland sucht den Superstar – Kids. 2012 bildete sie mit Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk die Jury der RTL-Castingshow Das Supertalent.

Ende März 2014 wurde Die große Überraschungsshow mit Hunzinker als Moderatorin erstmals im ZDF ausgestrahlt. Nach nur einer Ausgabe der Sendung wurde das Format, in dem vor allem ehrenamtlichen Helfern Wünsche erfüllt worden waren, wieder eingestellt. Das ZDF teilte mit, weiter mit Hunzinker zusammenarbeiten zu wollen; man sei auf der Suche nach geeigneten Formaten.

Hunziker, die in Los Angeles Schauspielunterricht nahm, spielte auch in zwei Kinofilmen, die allerdings floppten: in der italienischen Komödie Voglio stare sotto al letto (etwa: „Ich will unter dem Bett liegen“, 1999) und in Ancient Warriors (2001). Außerdem hatte sie 1998 in der Serie La forza dell’ amore eine kleine Rolle neben Gianni Morandi.

Persönliches[Bearbeiten]

Hunziker spricht fünf Sprachen: Italienisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Niederländisch. Sie war mehrmals mit erotischen Fotos in Männermagazinen vertreten.

Privatleben[Bearbeiten]

1996 lernte Hunziker den italienischen Sänger Eros Ramazzotti kennen. Bereits am 5. Dezember desselben Jahres wurden sie Eltern einer Tochter - Aurora. Sie heirateten am 24. April 1998 und lebten ab 2002 getrennt; die Ehe wurde am 25. März 2009 geschieden.

Am 13. Januar 2013 gab Hunziker ihre Verlobung mit dem Trussardi-Erben Tomaso Trussardi bekannt.[6] Am 9. Oktober 2013 brachte sie die gemeinsame Tochter Sole zur Welt.[7] Am 10. Oktober 2014 heiratete sie Trussardi.[8] Die Hochzeit fand in Bergamo in Italien statt. [9] Die zweite gemeinsame Tochter, Celeste, wurde am 8. März 2015 geboren.[10]

Literatur[Bearbeiten]

  • Giulia Bongiorno und Michelle Hunziker: Con la scusa dell’amore. Longanesi, Milano 2013, ISBN 978-88-304-3607-7

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michelle Hunziker – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A cura di Aldo Grasso, Enciclopedia della televisione (terza edizione), collana Le Garzantine, Garzanti, 2008, ISBN 9788811505266, pag 373
  2. Michelle Hunzikers Sekten-Vergangenheit: „War leichte Beute für Krieger des Lichts“
  3. Michelle Hunziker künftig bei „Wetten, dass..?“ – www.nw-news.de
  4. Michelle Hunziker verabschiedet sich von „Wetten dass..?“ Abgerufen am 6. April 2014.
  5. Michelle Hunziker im Interview
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJa, ich bin verlobt! Schweizer Illustrierte, 13. Januar 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMichelle Hunziker & Tomaso Trussardi Das Baby ist da... 10. Oktober 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013.
  8. Michelle Hunziker sagt zweimal Ja auf Hochzeit mit Tomaso Trussardi, bluewin.ch, abgerufen am 12. Oktober 2014
  9. merkur-online.de: Hunziker: "Bin die glücklichste Frau der Welt", abgerufen am 14. Oktober 2014
  10. Geburt des dritten Töchterchens - Baby da! Michelle Hunziker zum dritten Mal Mama, 8. März 2015, Abendzeitung