Mickey Mantle

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Mickey Mantle
Mickey Mantle 1953.jpg
Center Fielder
Geboren am: 20. Oktober 1931
Spavinaw, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Gestorben am: 13. August 1995
Dallas, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schlug: Switch Warf: Rechts 
Debüt in der Major League Baseball
17. April 1951 bei den New York Yankees
Letzter MLB-Einsatz
28. September 1968 bei den New York Yankees
Batting Average     ,298
Home Runs     536
Hits     2.415
RBI     1.509
Teams
Auszeichnungen
Mitglied der
☆☆☆Baseball Hall of Fame☆☆☆
Aufgenommen      1974
Quote     88,2 % (first ballot)

Mickey Charles Mantle (* 20. Oktober 1931 in Spavinaw, Oklahoma; † 13. August 1995 in Dallas, Texas) auch The Commerce Comet oder The Mick genannt, war ein US-amerikanischer Baseballspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Er spielte 18 Jahre für die New York Yankees, und ersetzte keinen Geringeren als den legendären Joe DiMaggio in der Position des Center Fielders (Mitte des Außenfeldes). Seine Karriere war von vielen Verletzungen geprägt.

Er galt als einer der beliebtesten Spieler der 1950er und 1960er Jahre. 1956 gewann er die Triple-Crown-Trophäe (die meisten Home Runs, die meisten RBIs und den höchsten Schlagdurchschnitt in einer Saison). Mantle erzielte zudem in zehn Jahren jeweils einen Batting Average von wenigstens 300 (also 30 %) und teils klar darüber, was eine phänomenale Leistung ist und ihn in dieser Hinsicht klar in die Spitze der ewigen Statistik stellt. Er gilt mit seiner Riesenausbeute an Home Runs und RBIs auch noch immer als einer der zwei oder drei weitaus besten Switch Hitter (Batter, der links- und rechtshändig schlagen kann) aller Zeiten.

Der Name Mickey Mantle ist auch mit einer Reihe der gewaltigsten Home Run-Schläge in der Geschichte des Baseballs verbunden. Der bekannteste Fall ist wohl das Geschoss, welches am 22. Mai 1963 (gegen die Kansas City Athletics – später Oakland Athletics) fast über das Tribünendach im Yankee Stadium geflogen wäre. Der Ball krachte jedoch nur wenig tiefer gegen eine unter der Dachkante angebrachte schmale Blende. Baseballbegeisterte Fachleute haben lange gestritten, wie weit der Ball geflogen wäre, hätte er das Dach passiert. Da so gut wie alle Augenzeugen versicherten, der Ball sei noch im Steigen gewesen, ist man heute weitgehend einig, dass eine Flugstrecke von ca. 730 Fuß, also fast 225 Metern, erreicht worden wäre. Zudem gibt es eine Reihe von angesehenen Gewährspersonen – darunter auch gegnerische Spieler – die mindestens zwei Fälle bezeugen, in denen Mickey beim Training (batting practice genannt) Bälle tatsächlich aus dem Yankee Stadium hinaus schlug. Außerdem konnten alle Zuschauer sehen, wie Mantle wiederholt auswärts Bälle über Tribünendächer beförderte, so mehrmals im Tiger Stadium in Detroit.

Schon als Jugendlicher hatte er sich beim Footballspiel in der High School eine Beinverletzung zugezogen, aus welcher sich eine Osteomyelitis entwickelte. Um eine Amputation kam er wohl nur deshalb herum, weil gerade eine neue „Wundermedizin“ namens Penicillin bekannt wurde. Das betroffene Bein plagte ihn jedoch sein Leben lang immer wieder. Zudem trat er schon 1951 bei dem Versuch, einen (übrigens von dem späteren „Hall of FamerWillie Mays) sehr weit geschlagenen Flugball zu fangen, mit seinen Spikes derart unglücklich in die Abdeckung eines Drainagegullys, dass sich sein rechtes Bein regelrecht in sich verdrehte, wovon eine Schädigung des Knies zurückblieb, die ihn zusätzlich dauerhaft behinderte.

Gegen Ende seiner Karriere verfiel er immer mehr dem Alkohol, was sich nach seinem Abtreten 1969 zur Sucht entwickelte, wegen derer er sich mehrmals in das bekannte Betty Ford Center zur Behandlung begeben musste. Es wurde ihm deshalb 1995 eine neue Leber transplantiert, was seine Lebensspanne jedoch nicht mehr viel verlängern konnte, hatte man doch bei dem Eingriff Krebs im nicht mehr heilbaren Stadium diagnostiziert, dem er wenig später erlag. Mickey Mantles Grab befindet sich auf dem Sparkman-Hillcrest Memorial Park Cemetery in Dallas.[1]

Mickey Mantle trug als Spieler das Trikot mit der Rückennummer 7. Wie bei einigen anderen, verdienten bzw. berühmten Spielern auch, haben die New York Yankees diese Rückennummer „retired“ („pensioniert“), d. h. es wird kein Spieler der Yankees mit dieser Rückennummer im regulären Spielbetrieb mehr auflaufen.

Erfolge[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In New York City gibt es seit über 20 Jahren die legendäre Mickey Mantle Sports Bar. Gezeigt werden Devotionalien aus dem Leben von Mickey Mantle sowie anderen berühmten Sportlern der Staaten.
  • In dem Filmthriller French Connection II (1975) nimmt die Hauptfigur, der Drogenpolizist Jimmy „Popeye“ Doyle, gespielt von Gene Hackman, direkt Bezug auf Mickey Mantle. Doyle (der Charakter basiert auf einer realen Figur) habe in seiner Jugend Baseballspieler werden wollen und in derselben Mannschaft gespielt wie der junge Mickey Mantle. Als er erkennen musste, dass seine spielerischen Fähigkeiten weit unter denen von Mantle lagen, sei er bei der Polizei eingetreten. Doyle spricht während einer brutalen Drogenentziehungskur, während der er seine Beherrschung verliert, den eigentlich beleidigenden Satz "Mickey Mantle sucks!" Mantle, ein Fan des Schauspielers Hackman, hat den Produzenten gegenüber persönlich sein Einverständnis gegeben, dass dieser Satz im Film gesprochen werden darf.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mickey Mantle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. findagrave.com: Das Grab von Mickey Mantle (englisch)