Mickey Rooney

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Mickey Rooney 1986

Mickey Rooney (* 23. September 1920 in Brooklyn, New York als Joe Yule junior) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Er fing als Kinderstar an und ist seit 1926 im Filmgeschäft tätig. 1983 erhielt er den Oscar für sein Lebenswerk.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Mickey Rooney stammt aus einer Artistenfamilie und stand bereits im Alter von 15 Monaten auf der Bühne. 1926 wirkte er erstmals beim Film mit und war unter dem Künstlernamen Mickey Rooney von Anfang an erfolgreich: Zwischen 1927 und 1934 war er Hauptdarsteller der Reihe Mickey McGuire, einer Serie von Kurzfilm-Komödien, die sich an den Kleinen Strolchen orientierten und den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm meisterten. Zur selben Zeit sprach er die Zeichentrickfigur Oswald the Lucky Rabbit für die Filme der Walter Lantz-Produktion. Seine Darstellung des Puck in der Verfilmung von Shakespeares Ein Sommernachtstraum wurde 1935 ein großer Erfolg. Rooneys markantes, sommersprossiges Gesicht, seine roten Haare und sein respektloses und lockeres Auftreten wurden zu seinen Markenzeichen und begeisterten sowohl das Publikum als auch die Kritiker.

Ende der 1930er Jahre wurde Rooney von MGM unter Vertrag genommen. A Family Affair war der Auftakt zu einer Serie von romantisch-komödiantischen Familienfilmen um die Erlebnisse der Hardy Family, wobei sich der Fokus schnell auf die von Rooney dargestellte Rolle des Andy Hardy verschob. Von der bald so genannten Andy Hardy-Serie produzierte MGM zwischen 1937 und 1947 (und einmalig 1958) insgesamt siebzehn Spielfilme. Im Film Love Finds Andy Hardy (1938), der im Jahr 2000 Eingang in das United States National Film Registry der Library of Congress fand, spielte Rooney erstmals mit Judy Garland zusammen. Im selben Jahr wirkte er neben Spencer Tracy auch in dem Film Teufelskerle mit und erhielt für seine Darstellung den Juvenile Award, den Kinder-Oscar. 1939 war er Hauptdarsteller von Die Abenteuer des Huckleberry Finn und ab demselben Jahr mit Garland als Partnerin Star diverser Musicals (bspw. Babes in Arms, Heiße Rhythmen in Chicago und Girl Crazy). In Kleines Mädchen, großes Herz (1944) spielte er neben der zwölfjährigen Elizabeth Taylor.

Mickey Rooney mit Judy Garland und Studioboss Louis B. Mayer (um 1940)

Nach dem Krieg und der Einstellung der Andy Hardy-Serie tat sich der mittlerweile fast 30-jährige Rooney schwer, weiterhin Arbeit zu finden. Eine Zeit lang vermittelte er kleineren Filmstars Rollen und betreute sie auch als Agent. 2003 behauptete er in einem Interview mit dem Fernsehkanal Premiere, er habe Norma Jeane Baker 1948 ihren Künstlernamen Marilyn Monroe gegeben (zusammengesetzt aus dem Vornamen des Filmstars Marilyn Miller und dem Nachnamen Monroe, da dies der Geburtsname von Norma Jeanes Mutter war).

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang Rooney in den 1950er Jahren schließlich der Einstieg in die seriöse Schauspielerei. Zu seinen bekannteren Rollen gehören der Gangster Babyface Nelson in So enden sie alle (1957), die Karikatur eines Japaners in Frühstück bei Tiffany (1961) und der Boxtrainer in Die Faust im Gesicht (1962). In Anerkennung seiner Verdienste als populärer Komödiendarsteller der 1930er und 1940er Jahre wirkte Rooney als unfreiwilliger Bruchpilot auch in Eine total, total verrückte Welt (1963) mit. 1958 gab es den Versuch einer Wiederbelebung von Andy Hardy, doch es blieb bei einem Film.

Nachdem der Schauspieler in den Jahren 1954/55 33 Folgen der Mickey Rooney Show im amerikanischen Fernsehen präsentiert hatte, wandte er sich ab Ende der Dekade verstärkt diesem Medium zu, ohne dass seine Kinokarriere je zum Erliegen kam: 1977 erinnerte man sich bei Disney an Rooney und übertrug ihm die Rolle des Leuchtturmwärters Lampie im Film Elliot, das Schmunzelmonster. 1981 steuerte er auch die Stimme von Fuchs Cap im Zeichentrickfilm Cap und Capper bei. 1979 spielte er den reaktivierten Pferderenntrainer in Der schwarze Hengst, 1989 den Großvater von Erik, dem Wikinger und 2006 einen der Nachtwächter in Nachts im Museum.

Heute ist Rooney mit seiner über 80-jährigen Karriere der am längsten tätige lebende Filmschauspieler. Bereits 1983 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk, obwohl er seitdem etliche weitere Kino- und Fernsehfilme gedreht hat. Einen regulären Oscar bekam er nie, obwohl er viermal nominiert war: 1939 für Musik ist unsere Welt, 1943 für The Human Comedy, 1956 für The Bold and the Brave und 1979 für Der schwarze Hengst.

Für Aufsehen sorgte sein überschwänglicher Lebensstil. Mickey Rooney war achtmal verheiratet – seine kürzeste Ehe dauerte 100 Tage – und ist Vater von insgesamt neun Kindern. Seine erste Frau war Ava Gardner, seine dritte Martha Vickers. Seit 1978 ist er mit Jan Chamberlin liiert. Auf die Frage, ob er jede seiner Frauen noch einmal heiraten würde, sagte er: Absolutely. I loved every one of them. (Absolut! Ich habe jede von ihnen geliebt.)

Rooney hat vier Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame.

Zitate [Bearbeiten]

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  • I was a 14-year-old boy for 30 years. (Ich war 30 Jahre lang ein 14-jähriger Junge.)
  • I don't regret anything I've ever done. I only wish I could have done more. (Ich bereue nichts, was ich je getan habe. Ich wünsche mir nur, ich hätte mehr tun können.)

Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]

  • 1926: Not to Be Trusted
  • 1927–1934: 62 Mickey McGuire-Filme
  • 1932: Mein Freund, der König (My Pal, the King)
  • 1933: The Big Cage
  • 1933: The Big Chance
  • 1934: Hide-Out
  • 1934: Manhattan Melodrama
  • 1935: Riffraff
  • 1935: Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream)
  • 1935: Stürme der Jugend (Ah, Wilderness!)
  • 1936: Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy)
  • 1937: Manuel, nach Rudyard Kipling: Captains Courageous (1896)
  • 1937: A Family Affair
  • 1938: Teufelskerle (Boys Town)
  • 1939: Huckleberry Finn (The Adventures of Huckleberry Finn)
  • 1939: Musik ist unsere Welt (Babes in Arms)
  • 1939: Judge Hardy and Son
  • 1940: Der junge Edison (Young Tom Edison)
  • 1940: Andy Hardy Meets Debutante
  • 1940: Heiße Rhythmen in Chicago (Strike Up the Band)
  • 1941: Andy Hardy’s Private Secretary
  • 1941: Das sind Kerle (Men of Boys Town)
  • 1941: Life Begins for Andy Hardy
  • 1942: The Courtship of Andy Hardy
  • 1942: Andy Hardy’s Double Life
  • 1943: Und das Leben geht weiter (The Human Comedy)
  • 1943: Girl Crazy
  • 1944: Andy Hardy’s Blonde Trouble
  • 1944: Kleines Mädchen, großes Herz (National Velvet)
  • 1945: Mickey the Great
  • 1946: Love Laughs at Andy Hardy
  • 1947: Killer McCoy
  • 1948: Summer Holiday

Auszeichnungen [Bearbeiten]

  • 1940: Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Musik ist unsere Welt
  • 1944: Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Und das Leben geht weiter
  • 1957: Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller für Ein Fetzen Leben
  • 1980: Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller für Der schwarze Hengst

Weblinks [Bearbeiten]