Mickhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mickhausen
Mickhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mickhausen hervorgehoben
48.24361111111110.64540Koordinaten: 48° 15′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stauden
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 15,48 km²
Einwohner: 1371 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86866
Vorwahl: 08204
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 178
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klosterweg 2
86866 Mickhausen
Webpräsenz: www.mickhausen.de
Bürgermeister: Hans Biechele (CSU/Unabh.Wgem./Listen)
Lage der Gemeinde Mickhausen im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild
Mickhausen (Juni 2007)
Mickhausen von Nordwesten

Mickhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stauden mit Sitz in Langenneufnach.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südwesten des Landkreises Augsburg inmitten der „Stauden“. Die Stauden bilden den Hauptteil des Naturparks Augsburg Westliche Wälder.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Augsburger Patrizierfamilie Stolzhirsch war im 13. und 14. Jahrhundert hier Grundherr, ihr folgten die Herren von Freiberg, die vom 14. bis 16. Jahrhundert Grundherren im Gemeindegebiet waren. Die Grafen Fugger waren vom 16. bis 19. Jahrhundert im Besitz des Ortes und des Schlosses. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört das Gebiet zu zum Kurfürstentum Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Mickhausen entstand am 1. Mai 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform, als die 1818 selbstständigen Gemeinden Münster und Grimoldsried nach Mickhausen eingemeindet wurden. Teile der aufgelösten Gemeinde Reinhartshofen mit damals etwa 50 Einwohnern (Laiber, Rieger und Zirken) kamen ebenfalls hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,5 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

CSU/Unabhängige Wählergemeinschaft 4 Sitze  (37,3 %)
Liste Münster 5 Sitze (35,3 %)
Liste Grimoldsried 3 Sitze (27,4 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1982 bis 2008 war Anton Müller (CSU/UWG/GH) Bürgermeister von Mickhausen, seit 2008 ist Hans Biechele Bürgermeister.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss
An der Hauptstraße befindet sich das Renaissance-Schloss Mickhausen. Ursprünglich befand sich das Schloss im Besitz der Edlen von Reck. Über die Familie von Argon und später Heinrich von Freiberg kam das Schloss 1528 in den Besitz des böhmischen Königs und späteren Kaisers Ferdinand I. Danach ging es als Lehensgabe an Jakob Fugger. Dessen Ziehsohn, Raymund Fugger ließ das Schloss von Narziß Krebs 1535–1536 erweitern. 1691–1695 wurde das Schloss von Paul Graf Fugger stark umgebaut. Im Jahr 1842 wurde es erneut umgebaut und ist bis heute in diesem Stadium erhalten. 1843 verkaufte es der verschuldete Graf Karl Anton Fugger-Nordendorf an den Grafen von Rechberg-Rothenlöwen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss als Krankenhaus genutzt und bis 1967 als Altenkrankenheim. Danach befand sich das Schloss in Privatbesitz und soll verkauft werden.[3]
  • Katholische Pfarrkirche St. Wolfgang: Anton Fugger ließ das Kirchlein von 1535 bis 1538 anstelle einer abgerissenen Schlosskapelle Kaiser Maximilians I. errichten.
  • Katholische Kapelle Herrgottsruh: Die Kapelle Herrgottsruh liegt rund 300 Meter nordöstlich der Pfarrkirche St. Wolfgang auf einem Hügel. Sie wurde 1685 durch Paul Fugger errichtet; der Entwurf stammt von Johann Schmuzer.
  • Altes Bauernhaus 2. Hälfte 16. Jahrhundert: Hauptstraße 52, mit unter Denkmalschutz stehendem Türstock als Kleeblatt – Gewölbe um die Haustüre, vorhanden ist auch der komplett erhaltene Dachstuhl mit Andreaskreuzen.

Literatur[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Ortsteil Münster startete von 1964 bis 1985 und wieder seit 2001 das Bergrennen Mickhausen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.
  3. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Objektexposé Schloss Mickhausen, abgerufen 22. Juni 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mickhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien