Micranthocereus polyanthus

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Micranthocereus polyanthus
Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cereeae
Gattung: Micranthocereus
Art: Micranthocereus polyanthus
Wissenschaftlicher Name
Micranthocereus polyanthus
(Werderm.) Backeb.

Micranthocereus polyanthus ist eine Pflanzenart aus der Gattung Micranthocereus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton beschreibt die "vielen Blüten".

Beschreibung[Bearbeiten]

Micranthocereus polyanthus wächst von der Basis verzweigend mit säulenförmigen, bläulich grünen Trieben und erreicht Wuchshöhen von bis 1,25 Metern. Die Triebe weisen Durchmesser von 3,5 bis 6 Zentimetern auf. Es sind 15 bis 22 (selten 12) niedrige Rippen vorhanden. Die 1 bis 2 Zentimeter voneinander entfernt stehenden Areolen sind mit weißer Wolle besetzt. Die 3 bis 7 goldgelben bis rötlichen Mitteldornen sind bis 3 Zentimeter lang. Die 20 bis 30 nadeligen, weißlichen bis goldgelben Randdornen sind 5 bis 12 Millimeter lang. Das unauffällige Cephalium befindet sich in der Nähe der Triebspitze.

Die röhrenförmigen rosaroten bis etwas rosafarbenen Blüten erscheinen sehr zahlreich. Sie sind 1,6 bis 1,8 Zentimeter lang. Die Früchte sind rosarot.

Systematik, Verbreitung und Gefährdung[Bearbeiten]

Micranthocereus polyanthus ist im brasilianischen Bundesstaat Bahia verbreitet. Die Erstbeschreibung als Cephalocereus polyanthus erfolgte 1932 durch Erich Werdermann.[1] Curt Backeberg stellte sie 1938 in die Gattung Micranthocereus.[2]

Micranthocereus polyanthus wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „Endangered (EN)“, d.h. stark gefährdet, eingestuft.[3]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Repertorium Specierum Novarum Regni Vegetabilis. Sonderbeiheft C. Lieferung 11, Teil 43, Berlin-Dahlem 1932.
  2. Blätter für Kakteenforschung. Volksdorf 1938.
  3. Micranthocereus polyanthus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: Taylor, N.P., 2002. Abgerufen am 13. April 2010