Microsoft Windows 7
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| Windows 7 | |
| Entwickler | Microsoft |
| Version | 6.1.7600 (13. Juli 2009) |
| Abstammung | \ Windows NT |
| Chronik | Windows NT 3.1 Windows NT 3.5 |
| Architekturen | IA-32, AMD64/Intel 64 |
| Lizenz | Microsoft-EULA (Closed Source) |
| Website | Windows-7-Startseite |
Microsoft Windows 7 ist ein in der Entwicklung befindliches Betriebssystem von Microsoft und der geplante Nachfolger von Windows Vista. Windows 7 wird auf einer gemeinsamen Code-Basis zusammen mit Windows Server 2008 R2 entwickelt (NT 6.1), ähnlich wie Windows Vista seit SP1 gemeinsam mit Windows Server 2008, welches selbst gleich auf dem SP1 Entwicklungsstand am Markt veröffentlicht wurde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entwicklung
Ursprünglich hatte Microsoft vor, nach Windows XP und Windows Server 2003 eine neue Version mit dem Codenamen Blackcomb zu entwickeln.
Für Blackcomb waren umfangreiche Funktionen eingeplant, wie zum Beispiel eine assoziative Dateiverwaltung (Datenbankaufsatz für das Dateisystem) namens WinFS; indes aber wurde eine Zwischenversion mit dem Codenamen Longhorn für 2003 eingeplant, die später als Windows Vista veröffentlicht wurde. Dabei übernahm Vista einige Funktionen, die zunächst für Blackcomb gedacht waren.
Anfang 2006 wurde Blackcombs Codename in Vienna geändert. Nach der Veröffentlichung von Vista gab Microsoft allerdings bekannt, dass der Nachfolger Vistas offiziell Windows 7 heißen wird. Die interne Versionsnummer wird trotzdem 6.1 sein.[1]
[Bearbeiten] Funktionen
[Bearbeiten] Oberfläche
Optische Änderungen betreffen unter anderem die Taskleiste und den Desktop. Die Taskleiste ist höher (größer) als bei früheren Windows-Versionen und zeigt nicht nur offene Fenster an, sondern kann auch benutzt werden, um Anwendungen darauf abzulegen. Die Funktion der bisherigen Schnellstartleiste wird somit in die Taskleiste integriert. Die Symbole in der Taskleiste sind wesentlich schmaler geworden, da die Beschriftung, die den Anfang des Fenstertitels anzeigt, standardmäßig nicht angezeigt wird.
Zudem können diese Anwendungen bei Rechtsklick eine sogenannte jump list anzeigen, ein Menü, das beispielsweise die zuletzt geöffneten Dateien auflistet oder beim Windows Media Player häufig gehörte Musik zum Abspielen anbietet. Die Vorschauen der Fenster zeigen nun alle Fenster der Anwendung und beispielsweise beim Windows Internet Explorer alle geöffneten Tabs an. Einzelne Fenster bzw. Programme können direkt in der Vorschau geschlossen werden.
Rechts auf der Taskleiste befindet sich eine neue Schaltfläche, die alle Fenster durchsichtig erscheinen lässt, und somit Desktop anzeigen ersetzt. Auf dem Desktop kann nun eine Diashow angezeigt werden.
[Bearbeiten] Windows Explorer
Der Windows Explorer wurde um neue virtuelle Ordner namens libraries ergänzt, die Mediendateien aus beliebigen physischen Ordnern des Dateisystems als Art Bibliotheken oder Sammlungen zusammenfassen. So gibt es beispielsweise die Bibliotheken „Musik“ und „Bilder“, die dementsprechend Audio- beziehungsweise Bilddateien von der ganzen Festplatte oder auch vom Heimnetzwerk beinhalten.
Zudem kann die Explorer-Suche durch eigene Datenquellen, wie Webservices und Datenbanken, erweitert werden (federated search). Diese können genauso wie Dateien Vorschauen und Miniaturansichten besitzen.[2]
Die mit Vista eingeführte Sidebar wurde wieder entfernt, deren Gadgets (Minianwendungen) können nun als Teil des Desktops frei platziert werden.
[Bearbeiten] Sicherheit
Das Sicherheitscenter wurde in Wartungscenter umbenannt und umstrukturiert. Die Dialoge der Benutzerkontensteuerung sind nun in mehreren Stufen regulierbar.
[Bearbeiten] Multimedia
Das Media Center wurde leicht überarbeitet. Erstmals enthält eine Windows-Version eine größere Anzahl an vorinstallierten Codecs, unter anderem H.264, MPEG-2, MPEG-4 (zum Beispiel DivX und Xvid) oder AAC. Des Weiteren werden die Containerformate MKV und MP4 jetzt von Haus aus unterstützt. Neue Farbtiefen mit 30 und 48 Bit sowie Farbprofile werden unterstützt.
Für Kritik sorgt die Tatsache, dass Microsoft Dekodierer von Drittanbietern aus dem Windows Media Player und dem Windows Media Center ausgesperrt hat. Dies gilt allerdings nur für die Formate, für die Microsoft einen eigenen Dekodierer bereit stellt.[3][4]
[Bearbeiten] Eingabemethoden und Geräte
Windows 7 wird Multi-Touch unterstützen. Dazu passend kann die überarbeitete Grafikanwendung Paint mit mehreren Fingern bedient werden.[5]
Eine neue Funktionalität für Geräte sind die device stages: Zum Gerät passend wird ein Fenster angezeigt, das häufige Aktionen für das Gerät (bei einem Mobiltelefon beispielsweise Organisation von Kontakten und Synchronisierung von Mediendateien) an einem zentralen Ort anbietet.
[Bearbeiten] Anwendungen
Einige bisher in Windows integrierte Anwendungen wie Windows Fotogalerie, Windows Movie Maker und Windows Mail werden in das optional herunterladbare Windows Live Essentials ausgelagert.
Windows 7 wird außerhalb Europas mit dem Internet Explorer 8 ausgeliefert. In Europa wird Windows 7 ohne den Internet Explorer ausgeliefert, so dass PC-Hersteller einen Browser nach Belieben installieren können. Dies ist die Folge eines Rechtstreites von Microsoft mit der Europäischen Union.[6] Wie bereits bei Windows Vista wird in Europa auch eine Variante des Betriebssystems ohne Windows Media Player („Windows 7 N“) erscheinen.
Einige Anwendungen wie Paint und WordPad wurden erneuert: Diese wurden mit der Ribbon-Oberfläche wie in Office 2007 ausgestattet. Ferner kann WordPad jetzt in den Formaten OpenXML und ODF öffnen und speichern.[7] Der Taschenrechner wurde umgestaltet und unterstützt jetzt Maßeinheiten und finanzielle Berechnungen.
[Bearbeiten] DirectX 11
Mit Windows 7 wird eine neue Version der Programmierschnittstelle DirectX veröffentlicht. Diese liegt nun in der Version 11 vor.
[Bearbeiten] Ressourcenverbrauch
Die am 9. Januar 2009 erschienene Beta benötigt weniger Ressourcen als Windows Vista. Ohne zusätzliche Programme belegt Windows 7 mit aktivierter Aero-Oberfläche etwa 430 MB Arbeitsspeicher, ohne Aero etwa 360 MB Arbeitsspeicher. Windows 7 läuft in der Beta-Version auch auf älteren Computern mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher flüssiger als Windows Vista.[8]
Nach Angaben von Microsoft soll Windows 7 auf Netbooks besser nutzbar sein, wenn diese mindestens über einen Ein-GHz-Prozessor sowie 1 GB Arbeitsspeicher verfügen. Dazu soll eine eigene Edition für Netbooks und ähnliche Geräte erscheinen.[9]
| Empfohlen | Minimal | |
|---|---|---|
| Prozessor | 1 GHz (32-Bit oder 64-Bit) | 800 MHz (32-Bit) |
| Arbeitsspeicher | 1 GB | 512 MB |
| Grafikkarte | DirectX 9.0 für Windows Aero (ohne DirectX nur eingeschränkte Grafik und Videofunktion) | |
| Grafikspeicher | 128 MB (für Windows Aero) | 32 MB (kein Windows Aero) |
| Festplatte | 16 GB | |
| Andere Geräte | DVD-ROM, Soundkarte | |
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
Eine erste Vorab-Version wurde am 28. Oktober 2008 an die Teilnehmer der PDC verteilt.[10]
Anlässlich der Consumer Electronics Show 2009, die am 7. Januar begann, wurde eine Beta-Version offiziell für MSDN- und TechNet-Mitglieder zugänglich gemacht und anschließend am 9. Januar für die Allgemeinheit zum Download bereitgestellt (Build 7000).
Aufgrund des großen Interesses musste Microsoft den Download wegen Serverüberlastung zwischenzeitlich stilllegen, um die technische Infrastruktur zu erweitern. Nachdem der Download wieder funktionierte, gab Microsoft zunächst bekannt, dass das Download-Limit von 2,5 Millionen Downloads aufgrund der hohen Nachfrage aufgehoben wurde und Nutzer die Software bis zum 24. Januar herunterladen könnten.[11] Jedoch wurde der Zeitraum einen Tag vor Ablauf nochmals verlängert,[12] somit konnte der Beta-Download bis 10. Februar begonnen und bis 12. Februar 2009 beendet werden.
Zum Download über die Microsoft-Website wurde in der ersten Windows-7-Beta-Phase nur die Ultimate-Edition angeboten. Diese entspricht ungefähr der Vista-Ultimate-Edition. Microsoft bietet ein Kundenvorschauprogramm für Windows 7 Beta[13] an. MSDN-Subscription-Inhaber und Microsoft-Connect-Mitglieder haben auch Zugang[14] zu anderen Beta-Versionen, beispielsweise Home und Professional. Die maximale Laufzeit einer (aktivierten) Beta-Version ist begrenzt bis zum 1. August 2009.[15] Nach der Beta 1 soll keine weitere Beta-Version folgen.
Es folgte der Release Candidate, Build-Nummer 7100, welcher am 30. April für TechNet- und MSDN-Abonnenten und am 5. Mai 2009 für die Öffentlichkeit erschien. Die maximale Laufzeit eines (aktivierten) Release Candidate ist begrenzt bis 1. März 2010. Anschließend fährt sich das Betriebssystem alle zwei Stunden automatisch herunter. Anfang Juni 2010 verweigert der Release Candidate den Start dann endgültig.[16][17][18]
Am 15. Juli 2009 wurde das Betriebssystem in einer Vorverkaufsaktion zu einem Sonderpreis in stark limitierter Zahl angeboten, es war in Deutschland innerhalb weniger Stunden vergriffen.[19]
[Bearbeiten] Versionen
Windows 7 wird vermutlich in sieben verschiedenen Editionen erhältlich sein, die sich im Versionsumfang und Preis unterscheiden: als Starter Edition (für Wachstumsmärkte und Mini-Notebooks), Home Basic (lediglich für Schwellenländer), Home Premium (inklusive Media Center – für den breiten Markt gedacht), Professional (Business-Version für Privatpersonen), Enterprise (Volumenlizenzen für Geschäftskunden) und als Ultimate (vereint alle Funktionen der anderen Versionen)[20][21] Außerdem wird es ein Upgrade von Windows XP geben, das jedoch die Daten und Einstellungen nicht übernimmt.[22] In Europa wird es diese Versionen allerdings nur als sogenannte „E“-Variante, das heißt ohne den Internet Explorer 8, geben, ansonsten gibt es keine weiteren Unterschiede.
| Version | Beschreibung |
|---|---|
| Windows 7 Starter | Ähnlich wie Windows XP Starter und Windows Vista Starter ist diese Version stark eingeschränkt. Starter ist vor allem als OEM-Lizenz erhältlich. Sie ist die einzige Version, die nur eine 32-Bit-Unterstützung enthält. Außerdem wird es unter anderem keine Aero-Oberflächen, kein Multi-Touch und keinen Windows Media Player geben. |
| Windows 7 Home Basic | Home Basic stellt eine abgespeckte Version für den Hausgebrauch dar. Der erweiterte Grafikmodus Aero Glass zählt nicht zum offiziellen Funktionsumfang der Home Basic-Version, kann aber enthalten sein. Basic bietet Basisfunktionen und ist nicht für einen erweiterten Multimediagebrauch geplant, da der Windows Media Player und das Windows Media Center fehlen. Genau wie in Starter und Home Premium kann man nicht den Windows Virtual XP Modus nutzen. |
| Windows 7 Home Premium | Diese erweiterte Version von Windows 7 Home Basic ist für den privaten Markt konzipiert. Sie hat einige zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel die Unterstützung von HDTV und das Schreiben von DVDs. Home Basic und alle anderen Versionen außer Starter unterstützen mehrere Monitore und auch das Hintergrundbild ist änderbar. Auch einige Spiele sind ab Home Premium enthalten. |
| Windows 7 Professional | Ähnlich wie Windows Vista Business zielt diese Version auf den Unternehmensbereich. Sie unterstützt Windows Server Domains. Ein maximaler Arbeitsspeicher von 192 GB wird erkannt. Das Booten von virtuellen Festplatten (VHD) ist allerdings erst ab Enterprise möglich. Der XP-Modus erlaubt die Ausführung von Programmen die unter Windows 7 sonst nicht funktionieren würden. |
| Windows 7 Enterprise | Diese auf Windows 7 Professional basierende Version ist vor allem für Großkunden gedacht und bietet zusätzlich unter anderem die Festplattenverschlüsselung BitLocker. Diese Version wird in einer sogenannten Volumen-Lizenz an Großkunden verkauft. Genau wie bei Vista müssen Volumenlizenzen erst aktiviert werden. Es ist auch möglich, eine mehrsprachige Benutzeroberfläche zu haben. |
| Windows 7 Ultimate | Ultimate vereinigt die Funktionen der anderen Versionen und richtet sich laut Microsoft an Kleinunternehmer, die ihren PC privat und geschäftlich nutzen, sowie an Privatanwender, die ihren Rechner sowohl zu Hause als auch im Unternehmensnetzwerk betreiben. Ultimate bietet zusätzlich unter anderem die Festplattenverschlüsselung BitLocker und ermöglicht es dem Anwender, jederzeit die Systemsprache frei zu wählen. |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://windowsteamblog.com/blogs/windowsvista/archive/2008/10/14/why-7.aspx
- ↑ http://www.neowin.net/news/main/09/01/06/windows-7-federated-search
- ↑ c't: Windows 7 blockiert Codecs von Drittanbietern
- ↑ G'bye 3rd Party ASP/AVC Filters in WMP/MCE on Win7
- ↑ http://windowsteamblog.com/blogs/windowsvista/archive/2008/05/27/microsoft-demonstrates-multi-touch.aspx
- ↑ http://www.heise.de/newsticker/EU-vs-Microsoft-Windows-7-in-Europa-ohne-Webbrowser--/meldung/140304
- ↑ http://notes2self.net/archive/2008/10/29/openxml-and-odf-in-windows-7-wordpad.aspx
- ↑ http://www.pcfreunde.de/artikel/a425/windows-7-die-offizielle-beta-auf-dem-pruefstand/2/
- ↑ http://crave.cnet.co.uk/laptops/0,39029450,49300490,00.htm
- ↑ PC Professionell: Windows 7: Offiziell am 28. Oktober
- ↑ Heise: Windows 7 Beta 1 als allgemeiner Download verfügbar, 9. Januar 2009
- ↑ General availability for the Windows 7 Beta to end
- ↑ Öffentlich frei zugänglicher Download Windows 7‘
- ↑ MSDN Subscription-Kunden: Windows 7 Beta-Download
- ↑ http://windowsteamblog.com/blogs/windows7/archive/2009/01/07/information-on-downloading-and-installing-windows-7-beta.aspx
- ↑ http://blogs.msdn.com/e7/archive/2009/01/30/our-next-engineering-milestone.aspx
- ↑ http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_software_microsoft_veroeffentlicht_versehentlich_downloadseite_fuer_windows_7_rc_story-39001022-41002269-1.htm
- ↑ http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_software_microsoft_windows_7_release_candidate_kommt_am_5__mai_story-39001022-41003333-1.htm
- ↑ heise-online: Run auf vergünstigtes Windows 7: Nach wenigen Minuten ausverkauft, 15. Juli 2009
- ↑ Windows 7 Lineup Offers Clear Choice for Consumers and Businesses
- ↑ Bestätigt: Sechs Windows 7 Versionen
- ↑ http://www.computerworld.com/action/article.do?command=viewArticleBasic&taxonomyName=Windows&articleId=9127262&taxonomyId=125&pageNumber=1
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Internetseite von Windows 7
- „Was ist neu in Windows 7“ − offizielles Microsoft-Video (benötigt Microsoft Silverlight)
- Windows Team Blog (englisch)
- Einige Änderungen der Beta zum Release Candidate (englisch)
| MS-DOS-Linie: | 1.0 • 2.x • 3.x • 95 • 98 (SE) • ME |
|---|---|
| NT-Linie: | NT 3.1 • NT 3.5/ 3.51 • NT 4.0 • 2000 • XP • Server 2003 • Home Server • WinFLP • Vista • Server 2008 |
| CE-Linie: | CE • Mobile |
| Zukünftig: | 7 • Azure |

