Middlebury (Vermont)

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Middlebury
Main Street mit der Congregational Church
Main Street mit der Congregational Church
Lage in Vermont
Middlebury (Vermont)
Middlebury
Middlebury
Basisdaten
Gründung: 2. November 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Addison County

Koordinaten: 44° 0′ N, 73° 9′ W44.001819-73.144877134Koordinaten: 44° 0′ N, 73° 9′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 8496 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Fläche: 101,4 km² (ca. 39 mi²)
davon 101,1 km² (ca. 39 mi²) Land
Höhe: 134 m
Postleitzahl: 05753
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-44350

GNIS-ID: 1462146
Webpräsenz: middlebury.govoffice.com
Middlebury VT - Middlebury Falls.jpg
Die Middlebury Falls des Otter Creeks inmitten des Ortes

Middlebury[1] ist eine Gemeinde im Bundesstaat Vermont in den Vereinigten Staaten mit 8.496 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Die town ist der Verwaltungssitz (County Seat) des Addison County. Es liegt an einem der drei Wasserfälle im Verlauf des Otter Creek an den Westhängen der Green Mountains. Es ist Zentrum des Handels und der Bildung für einen weiten Umkreis.

Die Landnahme des Gebietes erfolgte mit der Ausrufung durch Benning Wentworth 1761 als eines seiner New Hampshire Grants. Die Besiedelung erfolgte ab 1767, vier Jahre nach dem Ende der Indianer- und Franzosenkriege in dieser Gegend. Während des Unabhängigkeitskrieges wurde die Siedlung am 6. November 1778 niedergebrannt und zeitweise von den Bewohnern aufgegeben; erst nach dem Ende des Krieges 1783 wurde sie systematisch wiederaufgebaut. Bereits 1800 war die Stadt so weit ausgebaut, dass hier eine Hochschule für Verwaltungsanwärter, das heutige Middlebury College, gegründet werden konnte.

Während die Stadt ursprünglich als leicht auf dem Flussweg erreichbares Handelszentrum der Umgebung fungierte, brachten Marmorfunde und der Bau der Bahnstrecke Bellows Falls–Burlington Ende der 1840er Jahre die Industrie in diese Gegend. Hölzerne Brückenbauten über den Otter Creek, die für die regionale Infrastruktur von immenser Wichtigkeit waren, wurden mehrfach durch Feuer und Eisgang zerstört, bis schließlich zwischen 1892 und 1893 die heutige steinerne Flussbrücke direkt über den Wasserfällen erbaut wurde. Sie prägt, zusammen mit der nahen Congretional Church, das Stadtbild Middleburys.

Nach der Schließung der Marmorbrüche wurde das Middlebury College zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Stadt; den 8.500 Einwohnern der town stehen mehr als 2.300 Studenten gegenüber. In Middlebury sind außerdem alle Schulformen bis zur High School vertreten, darunter auch St. Mary's, eine katholische Schule.

Eine Reihe von Kirchengemeinden sind im Ort angesiedelt: eine römisch-katholische, eine episkopale, eine unitarische, eine methodistische, sowie eine Gemeinde der United Church of Christ. Auch eine jüdische Gemeinde ist im Ort angesiedelt.

Schließlich ist Middlebury auch der Standort des Henry Sheldon Museum of Vermont History und des Middlebury College Museum of Art sowie des Vermont Experimental Cold-Hardy Cactus Garden, eines Botanischen Gartens.

Zusätzlich zur U.S. Route 7 und der bereits erwähnten Eisenbahnverbindung nach der Ostküste mit New York City und in Richtung Westen mit Washington D.C. ist der Middlebury State Airport ein wichtiger Verkehrsschwerpunkt der Umgebung.

Fotos[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 395
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 1.263 2.138 2.535 3.468 3.162 3.517 2.879 3.080 2.993 2.793
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 3.045 2.848 2.914 2.968 3.175 4.778 5.305 6.532 7.574 8.034
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 8.183 8.496

Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Middlebury im Geographic Names Information System des United States Geological Survey. Abgerufen am 18. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder