Midoun

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33.80777777777810.991944444444Koordinaten: 33° 48′ N, 11° 0′ O

Karte: Tunesien
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Midoun
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Tunesien

Midoun (arabischميدون‎, DMG Mīdūn) ist eine Stadt der tunesischen Insel Djerba.

Die Gemeinde hat eine Bevölkerung von 50.459 Einwohnern (Zählung von 2004)[1]. Während die Umgebung 30.481 Einwohner zählt, wohnen in der eigentlichen Stadt 14.137 Menschen. Damit ist Midoun nach Houmt Souk die zweitgrößte Stadt der Insel Djerba.

Geographie[Bearbeiten]

Midoun liegt im Nordosten der Insel Djerba etwa 15 km von der Hauptstadt Houmt Souk entfernt inmitten von Dattel- und Obsthainen. Typisch für die Stadt sind festungsähnliche Wohnananlagen, die durch dicke Mauern von der Straße abgeschirmt sind. Im Mittelpunkt der Stadt befindet sich der Place Meninx, auf dem die regelmäßigen Märkte stattfinden. Unter diesem Platz befindet sich heute noch eine Ölmühle (Maasera), die man an ihrer kleinen weißen Kuppel erkennt. Durch Busse ist Midoun mit Houmt Souk und der Hotelzone verbunden.

  • Koordinaten : 33,81° N., 10,59° O.
  • Uhrzeit : GMT+1h

Geschichte[Bearbeiten]

Midoun war früher ein Umschlagplatz für Sklaven aus Afrika. Sie wurden durch die Sahara bis zu dieser kleinen Ortschaft gebracht und dort nach Nord- oder Mitteltunesien verkauft. Noch heute leben in der Stadt einige Nachkommen derjenigen Sklaven, die direkt in Midoun neue Herren gefunden hatten. [2]

Stadtbild[Bearbeiten]

In Midoun befindet sich eine kleine Fußgängerzone mit Restaurants, Cafés und kleinen Supermärkten. Auf dem großen Marktplatz findet jede Woche freitags der große Markt statt, auf dem einheimische Kunst, Souvenirs, Lebensmittel wie Obst und Fisch sowie gefälschte Markenprodukte angepriesen werden. Durch die Nähe zur Hotelzone der Insel gilt Midoun als Touristenstadt; zu Marktzeiten drängen sich viele Urlauber durch die engen Gassen. Die Straßen und Plätze sind in sehr modernem Zustand.

Etwa vier Kilometer nördlich, an der Straße nach Houmt Souk, liegt die Fadhloun-Moschee. Da sie nicht mehr für Gebete und Gottesdienste genutzt wird, können auch Nichtmuslime sie besichtigen.

Galerie[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2004 - Statistisches Nationalinstitut Tunesien (Recensement de 2004 (Institut national de la statistique Tunisien))
  2. Wissen.de Reiseinformation Tunesien

Weblinks[Bearbeiten]