Mieste
| Mieste
Stadt Gardelegen
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| Koordinaten: | 52° 29′ N, 11° 12′ O52.47888888888911.20305555555658Koordinaten: 52° 28′ 44″ N, 11° 12′ 11″ O |
| Höhe: | 58 m |
| Fläche: | 37,38 km² |
| Einwohner: | 2.234 (31. Dez. 2009) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 2011 |
| Postleitzahl: | 39649 |
| Vorwahl: | 039082 |
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Lage der Ortschaft Mieste in Gardelegen |
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Mieste ist eine Ortschaft sowie ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel im Nordwesten von Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Mieste liegt zwischen dem Drömling und der Colbitz-Letzlinger Heide an der Bundesstraße 188, die den Ort mit den Städten Gardelegen (14 km östlich) und Oebisfelde (17 km westlich) verbindet. Zu beiden Städten besteht auch eine Bahnverbindung. Die Mieste umgebenden landwirtschaftlichen Flächen sind mit durchschnittlich 37 Bodenpunkten nur mäßig ertragreich. Etwa 6 km südlich des Ortes verläuft der Mittellandkanal, die nächste Umschlagsstelle befindet sich in Calvörde.
[Bearbeiten] Geschichte
Mieste wurde 959 erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Otto I. den Ort, damals Mösde genannt, zum Gegenstand einer Schenkung machte. 1420 wurde Mieste unter dem wendischen Namen Myest (Damm, Dammstraße) geführt, was auf die Lage am Niederungsgebiet des Drömlings hinweist. Der Drömling war bis zu seiner Trockenlegung im 18. und 19. Jahrhundert eine unzugängliche Sumpfniederung. Vermutlich im 18. Jahrhundert entstand Miesterhorst als Kolonie von Mieste auf einem der Horste im Drömling.
Die Dorfanlage von Mieste wechselte im Lauf der Geschichte ihr Erscheinungsbild. War sie anfangs rund, wurde sie nach einem großen Brand im Jahr 1808 geradlinig aufgebaut und erweitert. Als nach dem Wiener Kongress Preußen seine Kreisverwaltung reformierte, kam Mieste 1818 in den Kreis Gardelegen. Die Einwohnerzahl stieg von 1840 bis 1910 von 785 auf 1559. 1871 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die einstmals landwirtschaftlich ausgerichtete Infrastruktur wandelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts in einen Ort mit vielen Handwerks- und Gewerbefirmen. War 1954 die Zahl der Bewohner auf 785 zurückgegangen, stieg sie bis zum Jahr 2000 wieder auf über 2.000 an. Für einige Jahre war Mieste Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mieste mit 10 Gemeinden, ehe 2005 die VWG in die neugebildete VG Südliche Altmark aufging. Zum 1. Januar 2011 wurden die Gemeinde Mieste und die 17 weiteren der VWG Südliche Altmark aufgelöst und nach Gardelegen eingemeindet.[1]
[Bearbeiten] Politik
1990 bis 1994 war Horst Hacke Bürgermeister vom Mieste. Letzter Bürgermeister von Mieste war Kai-Michael Neubüser (CDU).
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.
[Bearbeiten] Gedenkstätte
- Grabanlage mit Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof für 80 KZ-Häftlinge, die im April 1945 bei einem Todesmarsch aus den Außenlagern des KZ Dora-Mittelbau von SS-Männern ermordet wurden.
[Bearbeiten] Personen
In Mieste sind geboren :
- Bartholomaeus Rieseberg (1492–1566), evangelischer Theologe, Schüler Martin Luthers und Reformator in der Altmark
- Karl Ludolf Friedrich Lachmann (1756–1823), Pädagoge und Theologe, wichtiger Vertreter der Industrieschulbewegung
- Adolf Matthias Hildebrandt (1844–1918), deutscher Genealoge, Heraldiker und Publizist.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Dorfkirche Mieste mit Denkmal für Bartholomaeus Rieseberg.
- Neoklassizistisches Schulgebäude von 1956
- Dorfkirche Wernitz
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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