Mignon (Batterie)

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Zeichnung einer Batterie der Baugröße Mignon (AA, LR 6/AM-3)
Zwei Mignonzellen der Marke Energizer
Vier LSD-Akkus der Marke eneloop in einem Akkuladegerät

Mignon, Mignonzelle, AA, AA-Zelle oder R6 sind gängige Bezeichnungen für eine genormte, weit verbreitete Baugröße einer Batteriezelle oder Akkumulatorzelle (nicht zu verwechseln mit Micro bzw. AAA). Die Bezeichnung „Mignon“ kommt aus dem Französischen und bedeutet dort „niedlich“. Es handelt sich dabei um zylindrische Rundzellen mit einem Durchmesser von 13,5 bis 14,5 mm und einer Höhe von 49,2 bis 50,5 mm (laut IEC-Norm). Daraus ergibt sich ein Volumen von etwa 7,5 bis 8,0 cm³. Mignonzellen werden mit verschiedenen elektrochemischen Systemen hergestellt, die sich in Nennspannung, Kapazität und Belastbarkeit deutlich unterscheiden können. Die Kapazitäten von AA-Akkus liegen im Bereich von ca. 800 bis 3.000 mAh, gängig sind z. B. im Jahr 2014 1.900 bis 2.500 mAh. Je nach System werden weitere, oft herstellerspezifische Bezeichnungen für nichtwiederaufladbare und wiederaufladbare Mignonzellen verwendet.

Aufgrund der geringen Zellspannung von 1,2 bis 1,5 Volt werden meist mehrere Zellen zu einer Batterie zusammengeschaltet. Umgangssprachlich wird auch eine einzelne Zelle oft als „Batterie“ bezeichnet.

Typenübersicht[Bearbeiten]

Elektrochemisches System V IEC ANSI Sonstige Ah Wh
Nicht wiederaufladbare Mignonzellen (Primärzellen) – („Batterie“)
Alkali-Mangan 1,5 V LR6 15A, 15AC AM3, AM-3, MN1500, MX1500, E91, X91, EN91, 4006, 4106, 4206, 4706, 4906 ca 1,7[1] 2,2
Zink-Kohle 1,5 V R6 15D, 15CD, 15D, 15F UM3, UM-3, 2006, 3006, BA-58/U ca 1,2 1,8
Lithium-Eisensulfid 1,5 V FR6 15LF L91 ca 3,0[2] 4,5
Nickel-Oxyhydroxid 1,7 V ZR6 NX1500
Wiederaufladbare Mignonzellen (Sekundärzellen) – (Akkumulator)
Nickel-Metallhydrid 1,2 V HR6 1.2H2 NH15 ca 2,5 3,0
Nickel-Cadmium 1,2 V KR6, KR157/51 1.2K2 CH15, 5006 ca 1,0 1,2
RAM-Zellen 1,5 V ca 1,8 [3] 2,7
Lithium-Ionen 3,6 V 14500 ca 0,9 3,2
Nickel-Zink 1,6 V ca 1,5 2,4

Mignonzellen werden vorwiegend in kleinen, oft tragbaren, elektrischen und elektronischen Geräten verwendet. Beispiele sind Schnurlostelefone, Fotoapparate, Spielzeuge, Elektronenblitzgeräte, Taschenlampen, Fahrradlampen, Wecker und Fernbedienungen.

Obwohl die elektrische Kapazität von Mignonzellen für manche Anwendungen eher unbefriedigend ist, kommen sie häufig deswegen zum Einsatz, weil sie sehr platzsparend in Serie geschaltet werden können, um höhere Spannungen, wie sie z. B. für Mikroelektronik notwendig sind, zu erzeugen. Nur wenn eine geringe elektrische Kapazität ausreicht, ist ein 9-Volt-Block wirtschaftlicher. Außerdem kann die Tatsache, dass Mignon-Batterien quasi überall erhältlich sind, für deren Einsatz sprechen.

Lithium-Ionen-Akkumulatoren werden auch mit integriertem Über- und Entladungsschutz (protected) angeboten. Dadurch werden Beschädigungen des Akkus beim Entladen und Laden verhindert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • David Linden, Thomas B. Reddy (Hrsg.): Handbook of Batteries. 3. Auflage. McGraw-Hill, New York 2002 ISBN 0-07-135978-8 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mignon-Batterien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: NiMh-Akkus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mignon LR6 Batterie Vergleich Test Feb. 2010, AkkuLine.de Blog
  2. Datenblatt L91-FR6, data.energizer.com
  3. Der Aufbau der neuen AccuCell Batterien, AccuCell by Müller-Germany