Mika (Musiker)

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Mika (2012)

Mika [ˈmikə] (* 18. August 1983 in Beirut; eigentlich Michael Holbrook Penniman[1]) ist ein libanesisch-britischer Sänger, Komponist und Produzent. Mit seinem ersten Album Life in Cartoon Motion gelang ihm 2007 ein sowohl bei den Kritikern wie auch bei den Hörern positiv aufgenommenes Debüt. Weltweit verkaufte er davon fast 5,6 Millionen Tonträger. Die von ihm geschriebenen Songs sind deutlich von der Popmusik der 1970er und 1980er Jahre beeinflusst.

Biografie[Bearbeiten]

Mika wurde als drittes von insgesamt fünf Kindern einer libanesischen Mutter und eines amerikanischen Vaters in Beirut geboren. Seine Familie floh 1984 vor dem Bürgerkrieg im Libanon zunächst nach Paris und dann nach London. Als Legastheniker hatte Mika Probleme in der Schule und wurde von seinen Klassenkameraden gehänselt, seine Mutter unterrichtete ihn deshalb ein Jahr lang zu Hause. In dieser Zeit begann er sich für Musik zu interessieren.[2] Mit elf Jahren trat Mika auf der Bühne des Royal Opera House in der Richard-Strauss-Oper Die Frau ohne Schatten auf. Mit 19 verließ er sein Elternhaus, um an der London School of Economics Geologie zu studieren. Er überlegte es sich jedoch bereits am Tag der Immatrikulation anders und meldete sich zwei Wochen später beim „Royal College of Music“ an.

2006 hatte Mika mit der Single Relax, Take It Easy einen Achtungserfolg bei den britischen Sendern gelandet und gelangte in Schweden und Osteuropa in die Charts. Im Januar 2007 wurde Mika vom britischen Fernsehsender BBC zum aussichtsreichsten Musiker für das Jahr 2007 gewählt.

Seine am 14. Januar 2007 veröffentlichte Single Grace Kelly erreichte auf Anhieb Platz 1 der britischen Download-Charts und eine Woche später Platz 1 der Popcharts in Großbritannien. Ebenso erfolgreich war sein Debütalbum Life in Cartoon Motion, das ebenfalls auf Platz 1 der Charts einstieg. Mika steht bei Casablanca Records bzw. dem Mutterkonzern Universal Music unter Vertrag. Im Dezember 2007 erschien in Deutschland die vierte Singleauskopplung Happy Ending, im März 2008 als weitere Auskopplung Lollipop.

Im Frühjahr 2009 wurde seine Akustik-EP Songs for Sorrow veröffentlicht. Sein zweites Studioalbum The Boy Who Knew Too Much erschien im September desselben Jahres; zuvor kam die Vorabsingle We Are Golden in die internationalen Charts. 2010 beteiligte sich Mika bei dem Benefiz-Projekt Helping Haiti von Simon Cowell. Am 5. Oktober 2012 veröffentlichte Mika sein drittes Studioalbum The Origin of Love. Die erste Singleauskopplung ist Celebrate.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei den World Music Awards 2007 erhielt Mika in den Kategorien „Best Selling British Artist“, „Best Selling New Artist“, „Best Selling Male Entertainer“ und „World’s Best Selling Pop-Rock Male Artist“ eine Auszeichnung.

Im Februar 2008 wurde Mika sowohl mit einem Echo in der Kategorie „Newcomer international“ als auch mit einem BRIT Award als bester Newcomer ausgezeichnet. Im Januar war er bereits mit einem NRJ Music Award als bester internationaler Newcomer ausgezeichnet worden.

2010 wurde er vom französischen Kulturminister Frédéric Mitterrand zum „Chevalier des Arts et des Lettres“ ernannt.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mika/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2007 Life in Cartoon Motion 6
(63 Wo.)
6
(49 Wo.)
1
(85 Wo.)
1
(83 Wo.)
29
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2007
2009 The Boy Who Knew Too Much 6
(6 Wo.)
9
(7 Wo.)
2
(35 Wo.)
4
(16 Wo.)
19
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 2009
2012 The Origin of Love 43
(1 Wo.)
31
(1 Wo.)
15
(9 Wo.)
24
(1 Wo.)
47
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. September 2012

Quellen[Bearbeiten]

  1. A Rising British Pop Star Revives a Mercurial Style, New York Times, 31. März 2007
  2. Julie Mccaffrey, Adam Luc: Mika teenage prodigy of the Royal Opera. In: Mirror.co.uk. Paul Hood, 29. Januar 2007, abgerufen am 7. März 2008 (englisch).
  3. http://www.gala.de/stars/ticker/BSBS97260/Mika-wurde-zum-Pop-Ritter-geschlagen.html
  4. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mika – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien